Jeep Gladiator von Mopar: Pick-up brutal

Jeep Gladiator von Mopar: Pick-up brutal

Jeep Gladiator Rubicon Mopar (2019): Kuriositäten

Sieben Besonderheiten des Brutalo-Pick-ups

AUTO BILD peitschte als erstes deutsches Medium den von Jeep-Haustuner Mopar veredelten Gladiator durchs Gelände. Das sind die sieben kuriosesten Extras!
In den vergangenen 14 Jahren als AUTO BILD-Redakteur war ich schon häufig in den USA auf Testfahrt. Meist bin ich mit brachialen und potenten Autos über die Highways geprescht, darunter Dodge Challenger Hellcat Redeye, Corvette C7 Stingray, Nissan Titan, Infiniti QX 80, Ford Explorer oder Chevrolet Camaro SS, die in Deutschland eher selten unterwegs sind. Doch nie haben sich so viele Daumen gehoben, haben so viele Fahrer gewinkt und mich so viele Menschen angesprochen ("Wo gibt's den zu kaufen? Wie fährt er sich? Was ist da alles anders?") wie bei diesem Jeep Gladiator Rubicon (3,6-Liter-V6, 289 PS), der von Mopar 25 Extras für insgesamt 13.746 Dollar Aufpreis reingebastelt bekam. Somit muss, wer einen solchen Mega-Gladiator haben will, exakt 71.226 Dollar hinblättern. Doch trotz des knackigen Preises ist der knallorange Power-Pick-up ein absolutes Objekt der Begierde in den USA. AUTO BILD zeigt die sieben coolsten Besonderheiten!

1. Wohlklingende Auspuffanlage von Catback

Catback calling: Schöne Grüße von den Trompeten aus Jericho!

Beim ersten Umdrehen des Zündschlüssels bin ich erschrocken. Das hatte ich nicht erwartet: Der V6, der im normalen Gladiator eher bescheiden brummt, bekommt durch eine Auspuffanlage von Catback einen derart brachialen Sound – da klingt ein BMW M3 wie ein zahmer Dreizylinder. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für ein opulentes Konzert das war, in den einsamen Schluchten und auf den langen, steilen Pässen der kalifornischen Wüste. Herrlich!

2. Kleine Jeep-Embleme schmücken das Fahrzeug

Sehr cool und voll im Sinne der "Corporate Identity" sind die kleinen Jeep-Sticker, die sich am Schaltknauf, auf den Felgen, den Motorhaubenverschlüssen, links neben der Fahrertür und rechts unten an der Frontscheibe befinden. Sie zeigen sowohl den Ur-Jeep "Willys" als auch den aktuellen Gladiator. So vergisst der Fahrer nie, welche Marke er fährt.

3. 25.600 Lumen on top

25.600 Lumen: Es werde Licht im Grand Canyon!

Der Mopar-Gladiator erstrahlt mit vier Extra-Frontlampen, die wohl den kompletten Grand Canyon ausleuchten könnten. Jeweils vor den Außenspiegeln sitzen zwei Leuchten mit je 4800 Lumen, vor dem Kühlergrill zwei weitere mit je 8000 Lumen. "Vergessen Sie nicht, die Plastikabdeckungen abzunehmen, bevor sie die Lichter einschalten", sagt mir der freundliche Jeep-Mitarbeiter, "sonst sind die innerhalb von Sekunden geschmolzen." Keine Sorge, haben wir nicht!

4. Mehr Bodenfreiheit dank Fox-Federung

Geht es ab ins Gelände, ist der Gladiator, der auf dem Wrangler aufbaut, ohnehin eine Macht. Mit seinen fetten, grobstolligen Rädern und 28 Zentimetern Bodenfreiheit wühlt sich der Pick-up überall durch. "Nicht genug", dachten sich die Veredler von Mopar und spendierten dem "King of the offroad" eine feine Federung von Fox, die noch mal fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit (macht 33 Zentimeter) und eine super Dämpfung im Gelände bringt. Selbst auf einer anspruchsvollen und sehr steilen Schotter-Buckelpiste fühlen sich Fahrer und Beifahrer wie in einer Sänfte.

5. Bessere Rundumsicht dank "Tube Doors"

Wer braucht schon Türen im harten Gelände?

Türen braucht man nicht im Gladiator. Die nehmen einem im harten Offroadgelände die Sicht. Deshalb hat Mopar dem Gladiator sogenannte "Tube Doors" (Röhrentüren) verpasst, also Türen, die lediglich aus massiven Stahlrohren zusammengeschweißt sind. Wie cool ist das denn! Unschön wird es allerdings auf dem Highway bei 120 km/h und Seitenwinden von rund 80 km/h (so geschehen in der Mojave-Wüste) oder bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius. Da wird das seitlich offene Jeep-Fahren zum Extremtest.

6. Ganz viel Stauraum für Werkzeug

Superpraktisch sind die drei Taschen für Werkzeug an den Rückenlehnen. Wo sonst meist Klapptischchen oder Netze verbaut sind, kann der Gladiator-Pilot die kleinen Utensilien fürs Abenteuer am Wochenende (Schraubenzieher, Landkarten, Fernglas etc.) verstauen. Unter der Rückbank befindet sich ein weiteres Fach für größeres Werkzeug.

7. Cleveres Schienensystem auf der Pritsche

Ladefläche mit System: Auf der Pritsche herrscht Schienenverkehr.

Größere Gegenstände wie Schaufeln, Spaten, Seile oder auch Angel- oder Jagdausrüstung finden in den stabilen und wetterfesten Boxen auf der Pritsche Platz, die auf Schienen herausgezogen und wieder zurückgeschoben werden können. Auf deren Deckeln befinden sich Maßeinheiten und Größenangaben – die helfen beim Zuschneiden von Holz oder beim Vermessen eines prächtigen Lachses. Mark Allen, Chefdesigner von Jeep, erklärt dazu im Interview verschmitzt: "Man kriegt alles auf der Pritsche mit, wenn die Freundin einen zu Hause rausschmeißt." Was will man mehr?

Jeep Gladiator von Mopar: Pick-up brutal

Fazit: Ich mag Pick-ups, und ich habe ein Faible für potente Offroader. Auch wenn diese Fahrzeuggattungen in keiner Weise den aktuellen und wichtigen Gedanken zu einer besseren, saubereren Umwelt entsprechen. Doch irgendwie gehören diese automobile Gozillas sowohl auf den Acker als auch ins Gelände. Wie sähe denn da ein Tesla aus? Wie schön also, dass der Jeep Gladiator im Sommer 2020 auch zu uns nach Deutschland kommt.

Stichworte:

Allradantrieb Offroader

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