Fahrbericht Twingo Z.E. Electric

Renault Twingo Z.E. Electric: Test, Kleinwagen

Der Elektromotor ist der perfekte Antrieb für den Renault Twingo

Der Renault Twingo wurde in den 90er-Jahren zu einer Kleinwagenlegende. Jetzt kommt endlich die Elektroversion. Und die macht richtig Laune. Ein Test.
Man schlägt die Räder ein, drückt aufs Fahrpedal – und der viertürige Elektrozwerg dreht beinahe auf der Stelle. Ein kleiner, fast geräuschloser Spurt bis zur nächsten Ampel und die Passanten machen große Augen. Der Fahrer kommt im Renault Twingo Electric auf seine Kosten. Nicht wegen des bekannten und gelungenen Designs oder des guten Platzangebots auf kleinstem Raum, sondern wegen des Elektromotors, der erstaunlicherweise erst jetzt Einzug in den kleinen Franzosen hält.
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*Preise: Stand 12.01.2021
 Ab Dezember 2020 gibt es den Renault Twingo als Z.E.-Variante mit nominell überschaubaren 82 PS (60 kW). Das maximale Drehmoment von 160 Nm sorgt für einen überaus flotten Antritt. Und das nicht nur beim Ampelstart, denn auch beim Auffahren auf die Autobahn oder Schnellstraße zieht der 1,2 Tonnen schwere Hecktriebler los wie die Feuerwehr. Dank Motor an der Hinterachse ist die zu leichtgängige Lenkung frei von Antriebskräften. Mit schlanken 8,60 Metern ist der Wendekreis extrem klein. Das nervige Rasseln des Dreizylinderturbos ist verschwunden, und ganz nebenbei tut das Mehrgewicht von 150 Kilogramm durch den Elektromotor im Heck und das Batteriepaket zwischen den Achsen dem Zwillingsmodell des bald auslaufenden Smart forfour gut. Der elektrische Twingo liegt besser auf der Straße und flott durchfahrene Kurven sorgen für Fahrspaß.

Für die Stadt und kleinere Ausflüge ist genug Saft im Akku

Das reicht: Mit einer Akkuladung kommt der Twingo bis zu 270 Kilometer weit – bei sehr sanfter Fahrweise.

©Groupe Renault

Dabei stört es nicht, dass es bei Tempo 138 Schluss mit lustig ist. Schneller muss ein solcher Miniflitzer ohnehin nicht fahren. Natürlich geht es im Ecomodus etwas zäher voran. Und dann wird auch schon bei 106 km/h abgeriegelt, doch in der City reicht das Ökofahrprogramm locker aus und bringt nochmals zehn Prozent mehr Reichweite. Die liegt bei einem Normverbrauch von 16 kWh, was bedeutet, dass man mit einer Akkuladung 190 Kilometer weit kommen kann. Wer nur in der Innenstadt unterwegs ist, erweitert den Aktionsradius sogar auf bis zu 270 Kilometer und kann dann mit immerhin 22 Kilowatt Ladestrom nachtanken. Das Platzangebot ist dank des 2,49 Meter langen Radstandes in Ordnung; der Laderaum mit 219 bis 980 Liter ebenfalls im klassenüblichen Rahmen.

Realpreis von 12.000 Euro

Optisch ganz pfiffig, aber in die Jahre gekommen: Der Arbeitsplatz des Twingo bräuchte eine Auffrischung.

©Groupe Renault

Zugegeben ist der Twingo – auch als Elektroversion – etwas in die Jahre gekommen. Doch für einen Realpreis von 12.000 Euro, der nach Abzug der rund 10.000 Euro Elektroautoförderung (6000 Euro vom Bund, 3900 Euro von Renault) noch übrig bleibt, kann man sich damit arrangieren. Der Renault Twingo ist zumindest als subventioniertes Elektrofahrzeug nicht nur eine gute Alternative zum normalen Twingo, sondern das klar bessere Auto. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich) 

Fahrbericht Twingo Z.E. Electric

Renault Twingo Z.E.Renault Twingo Z.E.Renault Twingo Z.E.

Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: Groupe Renault

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