Seat Leon: Kaufberatung
Was bietet der neue Seat Leon?

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Nach dem Fünftürer ist jetzt auch der Dreitürer Leon SC auf dem Markt. Die Kombi-Version ST wird im September auf der IAA vorgestellt. Was hat die dritte Generation des Leon zu bieten? Alle Modelle, Motoren und Ausstattungen auf einen Blick.
Auch wenn der Name – entgegen der allgemeingängigen Vermutung – nichts mit einer Raubkatze zu tun hat, der Leon klingt schon im Stand bissig. Die beiden Endrohre der von uns gefahrenen FR-Version mit 140 PS kokettieren mit einem dezenten Fauchen, für das sich ein Golf dieser Leistungsklasse erst mal einen Rüffel vom VW-Anstandsbeauftragten einfangen würde. Die familieninterne Ausrichtung ist also von Beginn an klar abgesteckt. Der Golf für den Mainstream, der A3 für die Schickeria, der Octavia für den Praktiker und der Leon für sportlich agierende Zeitgenossen. Das hat nicht immer so reibungslos funktioniert: Stellen Sie vor Ihrem geistigen Auge einfach mal die letzten Generationen von Leon und Altea nebeneinander. Da wirkt der eine vanartiger als der andere, und von der gewollten Dynamik bleibt nicht viel mehr als ein großes Fragezeichen übrig. Dass hier Anspruch und Realität doch recht weit auseinandergehen, hat Seat nun anscheinend verstanden, denn Leon Nummer drei ist die Agilität förmlich ins Gesicht gestempelt: Haube und Frontscheibe wirken nicht mehr nach Van-Machart wie aus einem Guss, sondern setzen sich optisch durch einen Knick vor der A-Säule voneinander ab.
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Das Design hat Seat merklich geändert: Der neue Leon wirkt deutlich dynamischer als sein Vorgänger.
Bild: Werk
Ausblick: So kommt der Seat Leon ST
Sagen wir mal: fast. Denn rein technisch bekommen Sie mit dem Spanier die gleiche hochmoderne MQB-Technologie wie im Plattformbruder. Das bedeutet: Auch der Leon nutzt modulare Elemente als Abspeckkur und verliert so bis zu 90 Kilogramm. Bei crashrelevanten Bauteilen – etwa im Bereich der B-Säulen – kommen modernste, warmumgeformte Stähle zum Einsatz, wodurch sich die Karosseriesteifigkeit bei geringerem Gewicht um bis zu 15 Prozent erhöht. Der größere Radstand und die breitere Spur kommen Passagieren und Gepäck zugute. So haben Fondgäste 20 Millimeter mehr Platz für die Knie, und der Scheitel streift erst zwei Zentimeter später am Dachhimmel – trotz gut fünf Zentimeter weniger Außenlänge. Als zweischneidiges Schwert präsentiert sich dagegen das Gepäckabteil, denn obwohl dieses um 39 auf nun 380 Liter wächst, haben es die Ingenieure verpasst, dem Leon ein zeitgemäßes Klappsystem mit auf den Weg zu geben. Auf eine federgesteuerte Fernentriegelung verzichtet Seat ebenso wie auf einen ebenen Ladeboden. Hier sieht man, wo den Seat-Entwicklern der Rotstift aufgezwungen wurde.
Vergleich: Mazda3 trifft auf Seat Leon und Hyundai i30

Innen leistet sich der Leon keine Schwächen – Anmutung und Bedienbarkeit stimmen.
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Fahrbericht: So fährt der Seat Leon SC
Preislich ist der FR schmale 1600 Euro über dem Style angesiedelt. Welchen also nehmen? Allgemeingültig raten wir zum Style, denn im Alltag gibt sich das FR-Sportfahrwerk ab und an einen Tick zu ruppig, und auch der normale Leon ist schon eine Spur straffer abgestrimmt als sein Plattformbruder Golf. Dazu kommt, dass die Zweizonen-Klima mit 360 Euro oder 17-Zöller für 390 Euro wahrlich ein faires Angebot sind. Sinniger ist es ohnehin, in eines oder gleich mehrere der attraktiven Pakete zu investieren, die für Style und FR exakt das Gleiche kosten. Da wäre etwa das Comfort-Paket II mit Regensensor, automatisch abblendendem Innenspiegel und Lichtsensor für schnäppchenverdächtige 110 Euro oder das Fahrerassistenzpaket mit Fernlicht- und Spurhalteassistent für ebenfalls beachtliche 300 Euro. Sparfüchse aufgemerkt: Wer sich doch mit Reference zufriedengibt, kann seinen Leon mit den Designpaketen Lifestyle (750 Euro) und Sport (1090 Euro) aufwerten. Inklusive sind Nebelscheinwerfer, 16-Zöller sowie ein Multifunktionslenkrad. Bei Sport gibt es darüber hinaus getönte Scheiben und die sehr guten Sportsitze.
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Fünf Benziner (86 bis 180 PS) und vier Diesel (90 bis 184 PS) stehen für den Seat Leon zur Auswahl.
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Vorschau: Neue Autos auf der IAA 2013

Die FR-Linie mit Sportfahrwerk macht in Verbindung mit einem spritzigen Motor richtig Laune.
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Mehr Bilder und weitere Infos zum Seat Leon finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.
Fazit
Ja, der Leon darf so gut sein, wie er kann – obwohl Konzernmutter VW ihm einige Technik-Leckerbissen vorenthält. Unterm Strich dürfte es für den Golf-Sturz also nicht ganz reichen. Nicht weil der Seat schlechter wäre, er ist nur diesen Tick unpraktischer – oder wie es spanische Marketingstrategen nennen: dynamischer.
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