Skoda Enyaq im Test

Skoda Enyaq im Test

Skoda Enyaq: Test, E-SUV, Motor, Preis, Reichweite

Der neue Skoda Enyaq: Elektrisch, aber auch spannend?

Das erste elektrische SUV von Skoda überzeugt im Test. Der Enyaq ist solide und will alle erreichen. Dafür ist er am Ende aber leider ein Stück zu teuer.
Kann es so was schon geben, im Jahr 2021? Dass man derart abgeklärt ist vom ganzen Elektroauto-Fahren, dass man ein neues Modell auf den ersten Blick etwas bieder findet, wenig spannend gar? Also noch mal neu herantreten. Das hier ist ja kein Vergleichstest, wir betrachten den Skoda Enyaq iV 80 losgelöst von allen anderen. Und plötzlich gewinnt er an Format. Ist ja auch ein kleiner Riese, dieses Elektro-SUV; Volkswagens drittes Modell auf MEB-Elektroplattform (nach ID.3 und ID.4). (Wichtige Tipps für den Neuwagenkauf im Internet.)

Irgendwie fehlt dem Enyaq die Elektroauto-Spritzigkeit

Skoda Enyaq iV (2021): Test - Fahrbericht - Elektro - SUV - Motor

So fährt der Skoda Enyaq

Ja, groß ist er. Und schwer: 2,1 Tonnen. Der mächtige 82-kWh-Akku (77 kWh nutzbar) in unserer Topversion muss bewegt werden. Und was das bedeutet, spürt man nach wenigen Kilometern; sogar im Fahrmodus Sport. Nun ist es nicht so, dass sich der Enyaq iV 80 durch den Verkehr schleppt. Aber diese immer wieder beeindruckende Spritzigkeit bei E-Autos fehlt trotz der 204 PS und der 310 Nm etwas. Aber es folgt ja noch der Sportline mit Allrad. Der Fahrer kann zwischen vier Fahrprogrammen wählen (Eco, Comfort, Normal, Sport) oder sich ein individuelles konfigurieren. Echte Unterschiede zwischen Comfort oder Normal kann ein Normalfahrer kaum erkennen. Für den Stadtverkehr reicht der reichweitenoptimierende Eco-Modus vollkommen aus. Die Benutzung der Lenkradwippen zur Dosierung der Rekuperation ist tadellos.

Die gemessene Reichweite weicht stark ab

Weniger als versprochen: Mit dem gemessenen Verbrauch kommt der Enyaq rund 350 Kilometer weit.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Auch in der Kategorie Laufkultur gibt es nichts zu beanstanden. Der Enyaq verhält sich angenehm unauffällig, und auch der Warnton bei langsamem Rollen ist vergleichsweise zurückhaltend. Trotz der 20-Zoll-Räder, auf denen unser Testwagen steht, bietet die Federung einen manierlichen Komfort. Beim Ausweichen dreht der Hecktriebler leicht ein, was aber unkritisch ist. Das ESP unterstützt sauber. Der gemessene Wendekreis von unter elf Metern ist für ein Modell dieser Maße sehr anständig. Auffallend positiv ist zudem das geringe Innengeräusch. Die Ruhe unterm Dach erreicht fast schon Oberklasse-Niveau. Die Reichweite für unser Modell mit dem größten Akku gibt Skoda mit maximal 521 Kilometern an. Das wäre voll Erstwagen-tauglich. Auf der Verbrauchsstrecke ermitteln wir einen Strombedarf von 21,9 kWh auf 100 Kilometern und eine echte Reichweite von 351 Kilometern

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Etwas wenig, um ein wirkliches Langstreckenauto zu sein. Zumal der Enyaq nur mit maximal 50 kW geladen werden kann – es sei denn, man zahlt die 500 Euro für ein Upgrade auf bis zu 125 kW Ladeleistung. Was zu empfehlen ist. Eine Wärmepumpe saugt weitere 1150 Euro vom Konto. Und um das unangenehme Thema Geld hier gleich abzuhaken: Es gibt (zu) viele Zusatzpakete (unter anderem Infotainment Basic, Transport oder Convenience Plus). (Zu Hause laden: 900 Euro Zuschuss für Wallboxen)

Beim Preis langt Skoda ganz ordentlich zu

Der Skoda Enyaq ist ein gutes, aber auch teures Elektro-SUV.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Der Testwagenpreis ist, trotz 9570 Euro Förderung, mit 49.280 Euro für die Marke Skoda happig (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 13.236 Euro). Und die 52-kWh-Basisversion (148 PS) ist dann doch eher ein großer Zweitwagen. Punkten kann der Enyaq natürlich beim Platz. Obwohl unter der Fronthaube so viel Technik steckt, dass keine Lücke für einen "Frunk" (Stauraum vorn) übrig bleibt. Für Mensch und Material sind auf den bequemen Sitzen und im großen Kofferraum mehr als ausreichend Platz. Und wer es muss, kann eine Tonne zusätzlich ziehen. Der Test der Konnektivität brachte wechselhafte Ergebnisse. Laura, die Dame von der Spracherkennung, folgte nicht immer prompt allen Fahrerwünschen. Und der Sinn des (zu) kleinen Instrumentendisplays hinter dem Lenkrad hat sich uns nicht ganz erschlossen. Die Anzeige des Energieverbrauchs wird nur mit einem Mini-Leuchtband dargestellt. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
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Dafür gibt es den 13-Zoll-Touchscreen über der Mittelkonsole. Die Auflösung ist gut, die Reaktionsgeschwindigkeit geht besser. Handykopplung ist wie das Aufladen kabel- und problemlos. Der Lautstärkeregler im Form eines digitalen Schiebereglers darunter ganz nett, aber Spielkram. Dass die verschiedenen Fahrmodi erst per Knopf aufgerufen und dann auf dem Bildschirm angewählt werden müssen, ist eines der Rätsel der digitalen Welt. Aber vielleicht sind wir ja wirklich nur zu verwöhnt.
Das Fazit: Nein, kein Zweifel: Der Enyaq ist ein gutes Elektro-SUV. Aber auch der Beweis, dass E-Mobilität noch teuer ist, sollen Reichweite und Ladeleistung für mehr als einen Zweitwagen passen. Daran kann auch Skoda noch nichts ändern. AUTO BILD-Testnote: 2

Skoda Enyaq im Test

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Autoren: , Berend Sanders

Fotos: Christoph Börries / AUTO BILD

Stichworte:

SUV

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