Der Skoda Fabia kommt im September 2021 auf den Markt! AUTO BILD prophezeit: Die vierte Generation des Skoda Fabia wird die Kleinwagenklasse ganz schön aufmischen. Mit einer Länge von 4,11 Metern hat der Tscheche ordentlich zugelegt, denn vorher kratzte er knapp an der Vier-Meter-Marke. Dank der erstmals verwandten MQB-Plattform bietet der Fabia der vierten Generation mehr Radstand, mehr Breite und weniger Höhe – und steht einfach erwachsener da als der Vorgänger und mancher Konkurrent. Schon als noch getarnter Erlkönig kann der Fabia im ersten Test überzeugen. Es gibt aber auch Kritik!

Abmessungen: Der Skoda Fabia wächst in alle Richtungen

Auf dem offiziellen Teaser ist, außer der Silhouette, noch nicht allzu viel zu erkennen, doch der getestete Erlkönig gibt Aufschluss: Fabia Nummer vier wird erwachsen. Das wird nicht nur durch die präzise gezeichnete Flanke unterstrichen, sondern auch durch größere Räder sowie obligatorische LED-Leuchten an Front und Heck. "Mit dem neuen Fabia entwickelt Skoda seine Designsprache konsequent weiter", erläutert Chefdesigner Oliver Stefani, "der kompakte Hatchback ist optisch ausgesprochen sportlich-elegant: Skulpturale Linien, dynamische Proportionen und moderne Leuchteinheiten mit LED-Technologie und den für Skoda-typischen kristallinen Strukturen sorgen für eine dynamische und moderne optische Präsenz."
Skoda Fabia  Teaser
Auf dem ersten Teaser des neuen Skoda Fabia ist nur die Silhouette zu erkennen.

Kofferraum auf Golf-Niveau

Innen geht es aufgeräumt zu. Die Sitze passen, das Platzangebot vorn ist gut. Der Fahrer blickt auf animierte Instrumente und einen zentralen Multifunktionsbildschirm, der in der Basisversion mit einer Bildschirmdiagonalen von gerade einmal sechs Zoll für ein Fahrzeug des Modelljahres 2022 jedoch etwas klein ausfällt. Besser sind die größeren Systeme mit acht und neun Zoll – dann passt das Anzeigenelement auch zu den modernen und übersichtlichen Bedienmodulen des Tschechen. Hinten geht es klassenbedingt etwas eng zu. Dafür ist der Kofferraum ein Volltreffer, denn der ist um 50 Liter auf jetzt 380 Liter gewachsen – das ist Golf-Niveau. Wer die Rücksitze umklappt, kann bis zu 1190 Liter nutzen. Mehr geht in dieser Klasse nicht.
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Motoren: Ausschließlich Benziner für den Fabia

Wie zu erwarten war, wurden die sparsamen Dieselmotoren auch beim neuen Fabia aussortiert. Ob die betagten Einliter-Saugmotoren mit Fünfgang-Handschaltung und 65 beziehungsweise 80 PS jedoch im Programm bleiben mussten, ist Ansichtssachse. Skoda-CEO Thomas Schäfer verweist wie schon bei dem kleinen Einstiegsbildschirm und dem 15-Zoll-Radsatz darauf, dass es preissensible Märkte gebe, die sich damit zufriedengeben würden.
Skoda Fabia
Der Innenraum ist noch großflächig getarnt. Zu erkennen sind digitale Instrumente und das DSG.

Deutlich besser passen für den Skoda Fabia IV jedoch die beiden Einliter-Turbos mit 95 PS oder 110 PS. Das vorläufige Topmodell dürfte bis zu 200 km/h schnell sein und mit einem Normverbrauch von fünf Litern Super locken. Einen Trend hat sich der Skoda Fabia von klassenhöheren Fahrzeugen abgeschaut, denn ab Werk sind von dem 50-Liter-Tank nur 40 Liter nutzbar. Die zusätzlichen zehn Liter an Volumen lässt sich Skoda – wie einiges andere auch – extra bezahlen. Nur die stärkere Version bietet dabei eine ebenso zeitgemäße wie sinnvolle Sechsgang-Handschaltung oder auf Wunsch ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe. Mitte 2022 soll der Skoda Fabia mit dem 150 PS starken 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo kommen.

Keine Elektroversion, kein Plug-in-Hybrid

Während die Konzernbrüder unter der Volkswagen-Flagge mittlerweile durchweg auf Elektrifizierung setzen, sieht das beim neuen Fabia anders aus. Nicht nur eine Elektroversion bleibt erst einmal außen vor, sondern auch ein Plug-in-Hybrid und selbst ein 48-Volt-Bordnetz. Die Skoda-Begründung hier: kaum Nachfrage. Die MQB-Plattformform garantiert aber, dass eine Elektrifizierung jederzeit nachgelegt werden kann – was wohl spätestens zur Modellpflege passieren wird. 

Erster Test: Dreizylinder mit Turboloch

Die 110-PS-Variante schlägt sich bei der ersten Testfahrt im Salzburger Land mehr als ordentlich. Die Windgeräusche sind trotz des Prototypenstands überschaubar, das Fahrwerk ist ungewöhnlich komfortabel. Und an den wenig sonor rasselnden Dreizylinder hat man sich mittlerweile fast schon gewöhnt. Das gilt nur eingeschränkt für die Abstimmung des 110-PS-Turbomotors mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Denn ein stattliches Turboloch ist in jedem Geschwindigkeitsbereich spürbar, von den 175 Nm maximalem Drehmoment ist wenig zu spüren. Besser: die präzise, aber nicht zu leichtgängige Servolenkung und kraftvoll zupackende Bremsen.
Skoda Fabia
Mit 4,11 Metern Länge ist der Fabia deutlich gewachsen. Der Raumgewinn macht sich auch im Kofferraum bemerkbar.

Preis: Los geht's ab etwa 15.000 Euro

Wahrscheinlich zeigt Skoda den neuen Fabia bereits im Frühjahr 2021, wenig später könnte man auch den passenden Kombi präsentieren. Der Marktstart ist für September 2021 angesetzt. Die Preise dürften leicht steigen, AUTO BILD geht davon aus, dass es bei 15.000 Euro losgeht. Zum Vergleich: Aktuell kostet der Basis-Fabia 14.160 Euro (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 5001 Euro). Doch für eine gut ausgestattete 110-PS-Version dürfte unter 22.000 Euro kaum etwas zu machen sein. Und damit wildert der Fabia dann schon mächtig im Revier des klassengrößeren Scala. Auch weil bei der vierten Auflage die Komfort- und Sicherheitsausstattung stimmt.

Gebrauchtwagen: Der Skoda Fabia ist unauffällig

Seine Dauerhaltbarkeit hat der Fabia bei AUTO BILD bereits im 100.000-Kilometer-Dauertest unter Beweis gestellt. Dummerweise verhinderte ein zu kurzes Kabel eine Eins im Endergebnis. Lange Strecken überstehen Fabia-Fahrer ohne größere Strapazen, auch wenn die vorderen Sitze gerne üppiger, tiefer eingebaut und etwas straffer sein könnten. Abgesehen davon leistet sich die dritte Generation des Fabia nur kleine Schwächen. Wer allerdings einen Diesel im Fabia möchte, der muss zum Vorfaceliftmodell greifen. Denn ab 2018 wurden die Selbstzünder ersatzlos gestrichen und kehren auch im Nachfolger nicht zurück. Ausführliche Infos finden Sie in unserem Skoda Fabia-Gebrauchtwagentest!
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Von

Stefan Grundhoff