Skoda Superb Facelift: Fahrbericht
So fährt der neue Superb

Superb Limousine und Combi sind jetzt fit für die Zukunft. Mit neuem Design, verbesserter Innenausstattung und geringerem Verbrauch grenzt Skoda das Topmodell deutlicher vom Octavia ab. Erster Fahrbericht!
Skoda will mit dem Superb Facelift wieder klare Verhältnisse schaffen. Nachdem der Octavia mit der dritten Generation deutlich wuchs, trennen ihn in der Länge nur noch 17 (vorher 26) Zentimeter vom großen Bruder. Zudem räumt der Octavia in Vergleichen und Tests ab, ärgert Passat und Golf von Konzernmutter VW sowie die Mercedes C-Klasse. Also wurde es Zeit für die Tschechen, die Trennlinie zwischen ihrem Flaggschiff Superb und dem Octavia zu verschärfen. Ob die Neuerungen reichen?
Noch mehr leise Limousinen mit Dieselmotor
Alle News und Tests zum Skoda Superb
Video: Skoda Superb
Markanter Tscheche
Allerdings wird hier auf hohem Niveau gejammert, da Materialien und Verarbeitung einen guten Eindruck machen. Die Sitze im großen Skoda sind bequem und bieten einen ordentlichen Seitenhalt. Die Instrumente sind nach wie vor übersichtlich angeordnet, lassen sich ohne Anleitung verstehen. Ein Handy neuester Generation wie das iPhone 5 ist über Kabel oder Bluetooth mit dem Multimedia-System koppelbar – Musik abspielen oder telefonieren, beides kein Problem. Das Platzangebot im Fond ist immer noch so riesig, dass selbst Menschen mit knapp 1,90 Meter Körpergröße meinen, sie sitzen in einer Staatskarosse mit langem Radstand. Die zweigeteilte Kofferraumklappe der Limousine lässt sich anstatt mit einem Schalter jetzt mit zwei Tasten entweder komplett oder zum Teil öffnen. Innovationen, die das Leben mit dem Superb leichter machen. Leider greifen sie nicht an allen Stellen: Statt gewölbter Aschenbecherabdeckung hätte die großflächige rutschfeste Handyablage aus der Mittelkonsole des Octavia einen größeren Nutzwert im Superb. Und warum ist der Schirm immer noch hinten rechts in der Tür und nicht beim Fahrer vorne?
Übersicht: Alle Fahrberichte bei autobild.de
So fährt er: Der günstigste Diesel, ein 1,6-TDI mit 105 PS, reicht aus, um das 1,5 Tonnen schwere Fahrzeug mit 250 Nm Drehmoment unangestrengt im Straßenverkehr zu bewegen. Beim Beschleunigen, wie etwa Überholmanövern, braucht der knurrige Motor allerdings einen Moment, um seine Kraft ab 2000 Umdrehungen spürbar zu entfalten. Als Greenline soll er im Schnitt 4,2 Liter verbrauchen – selbst auf unserer Ausfahrt mit der Limousine gönnte er sich nur 5,7 Liter. Bei einem Basispreis von 27.490 Euro (Greenline) ein vernünftiges Einstiegsmodell für preisbewusste und Spritsparer. Wer mehr Wert auf Fahrdynamik legt, wird mit dem dicksten Diesel, einem brummigen 2-Liter-TDI, seine Freude haben. Der kräftige Selbstzünder lässt lange Autobahnfahrten wie im Flug vergehen.
Alle News und Tests zum Skoda Octavia

Als Greenline soll der Superb im Schnitt 4,2 Liter verbrauchen – selbst auf unserer Ausfahrt mit der Limousine gönnte er sich nur 5,7 Liter.
Bild: Uli Sonntag
Preisliste startet bei knapp 24.000 Euro
Das kostet er: Die Preise beginnen bei 23.990 Euro für den Basis-Benziner (1,4-Liter-TSI, 125 PS) der Combi kostet 1000 Euro mehr. Der günstigste Diesel (1,6-Liter-TDI, 105 PS) ist ab 25.190 Euro zu haben. Damit ist das Facelift im Schnitt 350 Euro teurer als der Vorgänger. Der Verkauf startet Ende Juli 2013.
Technische Daten Skoda Superb Limousine 1,6 TDI Greenline: • Motor: Turbodiesel, 4 Zylinder, vorne quer • Leistung: 105 PS • 0–100 km/h: 12,2 Sek. • Spitze: 197 km/h • Verbrauch: 4,2 l • CO2: 109 g/km • Preis: 27.490 Euro
Technische Daten Skoda Superb Combi 2,0 TDI DSG 4x4 Elegance: • Motor: Turbodiesel, 4 Zylinder, vorne quer • Leistung: 170 PS • 0–100 km/h: 8,8 Sek. • Spitze: 218 km/h • Verbrauch: 5,7 l • CO2: 149 g/km • Preis: 37.610 Euro.
Fazit
Der Superb ist allein mit über 100.000 Zulassungen im Jahr 2012 kein Geheimtipp mehr. Damit sich auch künftig der Kauf lohnt, hat Skoda die nötigen Maßnahmen ergriffen, um den Superb deutlich eine Stufe über dem Octavia zu positionieren. Mit dem Facelift bietet der Superb Geräumigkeit wie kaum ein anderer in seiner Klasse und das weiterhin zu attraktiven Preisen.
Service-Links
