Subaru Forester
Kommt Ende März zu Preisen ab 28.900 Euro in den Handel: die vierte Generation des Subaru Forester.
Bild: Werk / Walter Tillmann
Wenn sich einer auskennt in Feld, Wald und Wiese, dann ist es Subaru. Die Japaner bauen nicht nur weltweit die meisten Allrad-Autos, sie haben auch den größten Anteil an Jägern, Förstern und Landwirten in ihrer Kundschaft. Doch weil diese Zielgruppe eher klein und begrenzt ist, zieht es Subaru schon seit Jahren in die Stadt. Dafür hat Subaru seine Modellpalette ordentlich umgekrempelt. Kein Auto macht das deutlicher als der Forester, der vor 15 Jahren mal als rustikaler Geländekombi gestartet ist. Wenn Ende März zu Preisen ab 28.900 Euro die vierte Generation in den Handel kommt, ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Dann wird der Waldläufer gar vollends zu einem ebenso modernen wie modischen SUV, das mit Autos wie Toyota RAV-4 oder Honda CR-V auf einer Linie fährt.
Noch mehr familienfreundliche Allradkombis
Subaru Forester
Der schluckt was: Bei voller Bestuhlung passen 505, umgeklappt sogar bis zu 1577 Liter in den Kofferraum.
Bild: Werk / Walter Tillmann
Dabei setzen die Japaner neben dem markanteren und bulligeren Design vor allem auf neue Platzverhältnisse: Weil das Auto in jeder Dimension ein paar Zentimeter zugelegt hat, kann man auf allen Plätzen bequem sitzen und hinten schon bei voller Bestuhlung stolze 505 Liter einladen. Damit kann es der Forester mit manchem Kombi aufnehmen. Das gilt auch für die praktischen Details des Laderaums: Die Rücklehnen lässt man von der Ladekante aus mit einem einzigen Hebelzug nach vorne schnappen und bekommt so eine weitgehend ebene Ladefläche, über der sich bis zu 1577 Liter Stauraum auftun. Im Souterrain gibt es ein praktisches Fach für Wertsachen oder Schmutzwäsche. Und zum ersten Mal surrt die Heckklappe auf Wunsch auch elektrisch auf. Das dauert allerdings so lange, dass man lieber selbst Hand anlegt.

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Subaru Forester
Pixelige Grafiken zwischen den Instrumenten und viel dunkles Hartplastik: Das Cockpit wirkt recht antiquiert.
Bild: Werk / Walter Tillmann
Der Forester überrascht mit einem frischen Design. Aber innen liegen die Trendscouts und Modemacher daneben: Pixelige Grafiken zwischen den Instrumenten, viel dunkles Hartplastik und zu kurze Sitze mit zu wenig Seitenhalt erinnern gefährlich an die Asien-Importe aus den Achtzigern. Das reißt auch der kunterbunte Monitor in der Mittelkonsole nicht heraus. Und selbst wenn man länger in das triste Cockpit schaut, wird man kaum einen Schalter für ein modernes Assistenzsystem finden. Sieben Airbags, ESP und Tempomat sind zwar an Bord. Aber Hilfen für Spurwechsel, Abstandskontrolle und andere Finessen sucht man im Forester vergebens.
Subaru Forester
Gut so: Der Allradantrieb ist beim Basis-Forster schon ab Werk an Bord.
Bild: Werk / Walter Tillmann
Während ihnen in Sachen Ausstattung und Ambiente eine zaghafte Annäherung an den Mainstream gut zu Gesicht gestanden hätte, dürfen die Japaner unter dem Blech gerne ihren Eigensinn behalten. Denn wo es den Allradantrieb sonst oft nur noch gegen Aufpreis gibt, ist ein 4x4-Paket zum Nulltarif eine schöne Botschaft – erst recht, wenn es so gut funktioniert wie beim Forester.
Bei den Motoren hält Subaru wie sonst nur Porsche dem Boxer-Prinzip die Treue. Die Motoren klingen ein wenig rau, sind drehfreudig und gelten per se als die sportlichere Alternative. Diesen Eindruck schürt Subaru mit einer neuen Spitzenmotorisierung. Denn neben dem zwei Liter großen Diesel-Boxer mit 147 PS und einem gleich großen Benziner mit 150 PS feiern die Japaner im neuen Forster das Comeback eines Turbos. Der Benzindirekteinspritzer hat ebenfalls zwei Liter Hubraum und kommt dank des Laders auf stolze 240 PS. Dafür gönnt er sich aber auch einen ordentlichen Schluck aus dem Tank. Wo dem Diesel auf dem Prüfstand 5,7 Liter reichen, sind es beim Turbo im Normzyklus 8,5 und auf der Straße mindestens elf Liter.  
Subaru Forester XT
Geländewagen mit einem 200 PS starken Boxer-Herz: knackig, kräftig und nicht zu überhören.
Der 200 PS starke Vierzylinder hängt giereig am Gas und macht mit seinen bis zu 350 Nm so viel Laune, dass einem selbst die stufenlose Automatik den Spaß nicht verderben kann. Zumal sich das Getriebe auf Knopfdruck in einen Sportmodus bringen lässt, in dem es acht ganz ordentlich abgestufte Gänge simuliert und sich dann nicht mehr ganz so sehr nach Gummiband anfühlt

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Subaru Forester 2.0 X
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Gebrauchter Subaru Forester im Test
Wo CR-V & Co die ruhigen Kilometerfresser geben, wird der Forester so zum Sportler unter den SUVs. Nicht umsonst schafft er den Sprint von 0 auf 100 in 7,5 Sekunden und fährt der Konkurrenz mit 221 km/h davon. Spätestens dann merkt man, dass Subaru nicht nur in Feld, Wald und Wiese daheim ist – sondern auch auf der Rallye-Piste jede Menge Erfahrung gesammelt hat. Mehr Tuning von Subaru finden Sie hier.