Toyota will bis zum Jahr 2050 CO2-neutral werden. Um das zu schaffen, reicht der bisherige Kurs mit Wasserstoff und Hybridisierung nicht aus. Deshalb wollen die Japaner bis 2025 15 neue Elektro-Autos bringen, davon sieben aus der neu lancierten Elektro-Baureihe "bZ". Das Kürzel steht für "Beyond Zero", was das Streben nach lokaler Emissionsfreiheit und den Vorteil für die Kunden ausdrücken soll. Den Anfang macht der bZ4X, den Toyota als Studie auf der Auto Shanghai zeigt (21. bis 28. April 2021). Das SUV im RAV4-Format wurde zusammen mit Subaru entwickelt und soll Mitte 2022 auf den Markt kommen.
Hinweis
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Der bZ4X steht auf Toyotas neuer e-TNGA-Plattform für Elektrofahrzeuge, die auch Subaru nutzen wird. Das Concept führt die kantige Designsprache von Toyota-SUVs fort. Durch schwarze Kontrastlackierung an Dach und Kotflügeln wirkt es aber deutlich bulliger. Die Heckscheibe fällt flacher ab als bei RAV4 und Konsorten, und auch sonst ist das E-SUV dynamischer gezeichnet als seine Konzernbrüder. Bei ähnlichen Karosserie-Dimensionen wird der bZ4X einen längeren Radstand und merklich mehr Platz bieten als der RAV4, was auch den kurzen Überhängen zu verdanken ist
Toyota bZ4X Concept
Dank langem Radstand und kurzen Überhängen soll es im Innenraum besonders geräumig zugehen.

Futuristisches Lenkrad im Tesla-Stil

Im Innenraum wartet der bZ4X mit einigen interessanten Lösungen auf. Am auffälligsten ist wohl das Lenkrad, das an das Äquivalent im Tesla Model S erinnert. Seine rechteckige Form soll das luftige Raumgefühl unterstreichen und den Blick auf das digitale Instrumentendisplay verbessern. Auf einigen Pressebildern ist aber auch ein konventionelles Lenkrad zu sehen. Möglicherweise wird das eckige Lenkrad optional oder nur auf einigen Märkten zu haben sein. Unabhängig vom Lenkrad soll die Lenkung via "Steer-by-Wire" funktionieren und so frei von Lenkeinflüssen sein. Mittig auf dem Armaturenbrett sitzt ein großes Digitaldisplay mit darunter angebrachten Touchflächen für die Klimabedienung. Im Mitteltunnel finden sich einige Knöpfe sowie ein Drehregler, der zur Gangwahl dient. Unterhalb des schwebenden Mitteltunnels gibt es ein großes Ablagefach.
Toyota bZ4X Concept
Ob das futuristische Lenkrad in Serie kommt, bleibt abzuwarten. Bei Tesla fielen die Reaktionen gemischt aus.

Reichweite und Batteriekapazität sind noch geheim

Zu den technischen Daten verrät Toyota noch nichts. Wie alle bZ-Modelle soll auch der bZ4X eine "konkurrenzfähige Reichweite" haben, die ähnlich dem Hyundai Ioniq 5 durch Solarpanels noch erweitert werden kann. Das zusammen mit Subaru entwickelte Allradsystem soll neben einem sicheren Fahrverhalten auch ein gutes Maß an Geländegängigkeit bieten. Die e-TNGA-Plattform selbst ist skalierbar und wird Vorder-, Hinter- und Allradantrieb sowie ein breites Spektrum an Batteriekapazitäten und Motorleistungen erlauben, was auch dem bZ4X zugute kommen wird.
Hinweis
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Damit kann sie verschiedenen Ansprüchen und Fahrzeugsegmenten gerecht werden. So werden dem Mittelklasse-SUV sukzessive noch weitere Modelle folgen. Darunter dürften nicht nur SUVs, sondern laut dem Magazin "carscoops.com" auch eine Limousine und ein Minivan sein.

Marktstart des bZ4X soll Mitte 2022 sein

Neben Subaru sind für die Entwicklung der bZ-Reihe auch BYD, Daihatsu und Suzuki an Bord, von denen man künftig Ableger der Toyota-Modelle erwarten darf. Preise für den bZ4X gab Toyota auf AUTO BILD-Nachfrage noch nicht bekannt. Klar ist, dass das Elektro-SUV in China und Japan produziert wird und ab Mitte 2022 verfügbar sein soll. Dann geht wohl auch die neue Generation des Kleinstwagens Aygo an den Start.

Fazit

Toyota fächert seine Strategie auf und setzt neben Hybrid und Wasserstoff in Zukunft auch auf batterieelektrische Antriebe. Dass es den Japanern damit ernst ist, zeigt die neue Modellreihe bZ. Das Kompakt-SUV bZ4X könnte ein vielversprechender Start werden. Vorausgesetzt, Reichweite, Batteriekapazität und Ladeleistung sind so konkurrenzfähig wie versprochen.