Bei der WM-Rallye Ypern in Belgien war 2022 erstmals der wasserstoffbetriebene Toyota GR Yaris H2 zu ersten Demofahrten im Einsatz. Vom Rennsport auf die Straße ist also auch bei Toyota das wiederentdeckte Motto.
Der 261 PS starke Wasserstoffverbrennungsmotor wurde dabei im GR Corolla H2 entwickelt, der 2021 in der asiatischen Langstrecken-Meisterschaft und mit Toyotas WRC-Teamchef Jari-Matti Latvala und Teamgründer Akio Toyoda bei den 24 Stunden von Fuji am Start war.

Der neue Toyota-Motor arbeitet nicht mit einer Brennstoffzelle

Toyota arbeitet an der Wasserstoff-Technik. Im April 2021 präsentierten die Japaner einen Wasserstoffmotor für den Rennsport.
Mit dem Versuchsmotor setzen die Japaner aber nicht auf eine Brennstoffzelle – stattdessen wird der Wasserstoff wie Benzin im Motor verbrannt. Hier kommen die wichtigsten Infos zum Verbrennungsmotor im Konzeptfahrzeug Toyota GR Yaris H2!
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Basis für den Motor ist der 261 PS starke Dreizylinder des GR Yaris

Anders als beim Mirai setzt Toyota beim Versuchsmotor wie bereits erwähnt nicht auf eine Brennstoffzelle. Der Wasserstoff wird konventionell verbrannt; es findet also kein chemischer Prozess statt, bei dem aus brennbarem Gas und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt wird.
Basis für den intern GE16-GTS genannten Rennmotor ist der 1,6-Liter-Dreizylinder aus dem Toyota Yaris GR. Im Serienfahrzeug leistet das Triebwerk 261 PS. Was es nach der Wasserstoffbehandlung auf den Prüfstand bringt, gibt Toyota bislang nicht bekannt.
Im Toyota GR Yaris leistet der 1,6-Liter-Dreizylinder 261 PS. Daten zum Wasserstoffbetrieb gibt es nicht.

Das Luft-Wasserstoff-Gemisch ermöglicht ein anderes Ansprechverhalten

Durch die im Vergleich mit Benzin andere Charakteristik des Wasserstoffs waren am Motor Anpassungen im Bereich der Kraftstoffversorgung und des Einspritzsystems nötig. Im Gegenzug ermöglicht die schnellere Verbrennung des Luft-Wasserstoff-Gemischs ein spontaneres Ansprechverhalten des Motors.
Das Aggregat kam bereits 2021 im Rahmen der Super-Taikyu-Rennserie in Japan zum Einsatz. Hier wurde es in einen für den Rennsport modifizierten Toyota Corolla eingebaut. Toyota plant bislang nicht, den Motor in Serie zu bringen, vielmehr soll das Potenzial der Technik erprobt werden. Wie ernst es die Ingenieure meinen, wird durch den Einsatz im Rallye-Yaris erneut klar.
Toyota GR Yaris mit Wasserstoffmotor
Die auffällige Folierung lässt hier am Versuchsfahrzeug erkennen, dass dieser Toyota nicht mit Benzin fährt.

Auch BMW arbeitete schon an einem Wasserstoffmotor

Auch deutsche Hersteller haben sich in der Vergangenheit an der Verbrennung von Wasserstoff in Kolbenmotoren versucht. BMW setzte im Jahr 2000 beispielsweise bei seinem Wasserstoff-7er "Hydrogen 7" auf einen für Wasserstoff modifizierten Antrieb. Ohne nennenswerten Erfolg allerdings, denn die 100 produzierten Fahrzeuge wurden nicht verkauft, sondern zum Teil an Prominente auf Leasingbasis übergeben.
Trotz allem ging die Entwicklung solcher Motoren aber weiter. Bislang stößt die Technik vorwiegend im Lkw- und Omnibus-Bereich auf Resonanz. In Pkw hat sich bisher die Brennstoffzelle als gängiges Mittel etabliert.

Von

Bianca Garloff