Toyota arbeitet weiterhin an der Wasserstoff-Technik. Mit einem neuen Versuchsmotor für den Rennsport setzen die Japaner aber nicht auf eine Brennstoffzelle, der Wasserstoff wird wie Benzin im Motor verbrannt. Alle Infos zum Verbrennungsmotor.
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Anders als bisher beim Mirai setzt Toyota beim neuen Versuchsmotor nicht auf eine Brennstoffzelle, sondern verbrennt den Wasserstoff konventionell. Es findet also kein chemischer Prozess statt, bei dem aus dem brennbaren Gas und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt wird. Basis für den intern GE16-GTS genannten Rennmotor ist wohl der 1,6-Liter-Dreizylinder aus dem Toyota Yaris GR. Im Serienfahrzeug leistet das Triebwerk 261 PS, was es nach der Wasserstoffbehandlung auf den Prüfstand bringt, ist nicht bekannt.
Toyota GR Yaris
Im Toyota GR Yaris leistet der 1,6-Liter-Dreizylinder 261 PS.

Durch die andere Charakteristik des Wasserstoffs verglichen mit Benzin, sind am Motor Anpassungen im Bereich der Kraftstoffversorgung und des Einspritzsystems nötig. Im Gegenzug soll die schnellere Verbrennung des Luft-Wasserstoff-Gemischs ein spontaneres Ansprechverhalten des Motors ermöglichen. Der Motor kommt bereits beim bevorstehenden 24-Stunden-Rennen im Rahmen der Super Taikyu Series 2021 im japanischen Fuji zum Einsatz. Hier wird er in einen für den Rennsport modifizierten Toyota Corolla verbaut. Toyota plant bislang nicht, den Motor in Serie zu bringen, vielmehr soll das Potenzial der Technik erprobt werden.

Auch BMW arbeitete an einem Wasserstoff-Motor

Auch deutsche Hersteller haben sich in der Vergangenheit an die Verbrennung von Wasserstoff in Kolbenmotoren versucht. BMW setzt beispielsweise bei seinem "Hydrogen 7" 7er im Jahr 2000 auf einen für Wasserstoff modifizierten Antrieb. Ohne nennenswerten Erfolg, die 100 produzierten Fahrzeuge wurden nicht verkauft, sondern zum Teil an Prominente auf Leasingbasis übergeben. Trotz allem ging die Entwicklung solcher Motoren weiter. Bislang stößt die Technik allerdings vorwiegend im Lkw- und Omnibus-Bereich auf Resonanz. In Pkw hat sich bisher die Brennstoffzelle als gängiges Mittel etabliert.