Vergleich: Das Sprit-Duell
Diesel gegen Benziner

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Verkehrte Welt an der Zapfsäule: Diesel teurer als Super. Fahren Dieselmodelle ins Abseits? Oder alles halb so schlimm, weil sie doch viel sparsamer sind? AUTO BILD hat nachgerechnet.
Der 28. Mai 2008 ist ein historisches Datum. "Zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik mussten Dieselfahrer im bundesweiten Schnitt mehr pro Liter bezahlen als die Besitzer von Autos mit Benzinmotoren." So vermeldete es der ADAC, und so traf es einen Großteil der deutschen Autofahrer tief ins Mark. Das Ende unbekümmerten Heizens mit CDI und TDI? Das Ende des Dieselbooms? Lag der Anteil des Selbstzünders 1997 nur bei 15 Prozent, trägt gegenwärtig mittlerweile fast jeder zweite Neuwagen in Deutschland einen Ölbrenner unter der Haube. Doch genau das könnte sich schneller ändern als der Umstellungsprozess in der Industrie. "Der Anteil der Autofahrer, für die sich ein Diesel lohnt, wird von heute knapp 50 Prozent bis 2020 auf etwa 25 Prozent sinken", prognostiziert die Beraterfirma AT Kearny und AVL Consulting. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage plant jeder vierte Dieselfahrer, beim nächsten Auto auf einen Benziner umzusteigen.
Ab 40.000 Kilometer Fahrleistung lohnt sich ein Diesel noch
Dass der Treibstoff Diesel über Jahrzehnte deutlich billiger war als Benzin, liegt an seiner bevorzugten steuerlichen Behandlung durch den Staat (71 statt 90 Cent Steuern). Der daraus resultierende Nachfrage-Boom führte besonders in der jüngeren Vergangenheit zu stetig steigenden Preisen, die durch den gewaltigen Dieselhunger von Schwellenländern wie China und Indien zusätzlichen Auftrieb erfahren. Zudem lassen sich aus einer Tonne Rohöl nur maximal 30 Prozent Diesel destillieren, was die Situation zusätzlich verschärft. Ist der Diesel auf diesem Hintergrund überhaupt noch zu empfehlen? Antwort: rein rechnerisch nur für Kilometerfresser mit Fahrleistungen von mindestens 40.000 Kilometern pro Jahr. Und das sind vorwiegend Modelle der Mittel- und Oberklasse", weiß Bernd Bohr, Geschäftsführer beim Diesel-Zulieferer Bosch. Wer allerdings nur so viel abspult wie die mit 12.000 Kilometern statistisch erfasste Masse, fährt in aller Regel mit dem Benziner günstiger. Doch wo genau liegt die Grenze, ab der ein Diesel rentabel wird? Wie hoch ist der jeweilige Kilometerpreis? Diese Fragen klärt der Vergleich von acht Diesel-Benziner-Paaren (Opel Agila, Mini Cooper Clubman, $(LB452376:BMW 1er Cabrio)$, $(LB486810:Audi A4 Avant)$, Mercedes C-Klasse, Ford S-Max, VW Tiguan und BMW X5) der jeweils gleichen Leistungsklasse. Und natürlich geht es nicht nur um die Kosten, sondern auch um das Fahrerlebnis. Um das Spurten und den Spaß. Das alles gibt es oben in der Bildergalerie!
So hat AUTO BILD gerechnet

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