Volvo V90: Werbespot mit Zlatan Ibrahimovic – UPDATE
Und Zlatan sagt "tschüss"

Im September 2016 kommt der neue V90, und Volvo wirbt dafür mit Fußballstar Zlatan Ibrahimovic. Nach dem martialischen ersten Film vor der EM folgt nun der rührselig-schmalzige Teil zwei der Werbekampagne.
- Stefan Voswinkel
- Maike Schade
Das war's. Schweden ist raus bei der EM, und Zlatan Ibrahimovic sagt tschüss. Nach 15 Jahren bei der blau-gelben Nationalmannschaft hat der Kapitän seinen Rücktritt erklärt. Volvo verabschiedet den umstrittenen Stürmer-Star mit einem reichlich pathetischen Werbevideo für den neuen V90, der im September 2016 auf den Markt kommen soll.
Teil 1: Der knallharte Kämpfer

Zlatan Ibrahimovic im "Prologue": knallhart und kompromisslos.
Bild: Werk
Teil 2: Rührselige Reise im Volvo nach Hause

Szene mit Symbolwert: Ibrahimovic verabschiedet sich von seinem Nationalmannschafts-Shirt.
Bild: Werk
Alles zum Thema Kombi
Und da schließt sich der Kreis. Denn mit dem V90, so betont Volvo in der Beschreibung des Youtube-Videos, beginnt für den schwedischen Hersteller eine neue Ära, er ist der Schritt aufs nächste Level. "Aber wir vergessen niemals, wo wir herkommen."
Der große Kombi ist das Herzstück der Marke

Der neue V90 und seine Urahnen 945 (links) und 245. Die Kastenform ist passé.
Bild: Werk
Volvo erfindet sich neu
Doch seit ein paar Jahren hat Volvo wieder eine Menge Selbstvertrauen getankt. Abgelöst vom amerikanischen Großkonzern und unter der Führung des neuen Besitzers Geely aus China erfindet sich die schwedische Marke zurzeit neu. Dabei hilft neben der einen oder anderen Milliarde aus dem Reich der Mitte auch die neue Führungsmannschaft. Entwicklungsboss Peter Mertens und Chefdesigner Thomas Ingenlath haben eine ganz genaue Vorstellung davon, wie Volvo zurück zu alter Größe finden soll. Das gelang schon mit deren Erstlingswerk, dem XC90, so überzeugend, dass es mittlerweile Lieferzeiten gibt – und der SUV sich hinter der Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes nicht verstecken muss.
Der V90 ist typisch Volvo – ohne Retro

Das Cockpit wirkt reduziert und edel, modernes Infotainment inklusive.
Bild: Werk
Mehr als ein Lifestyle-Laster
Den V90 deswegen als Lifestyle-Laster zu verspotten, würde ihm Unrecht tun. Der Kofferraum soll ähnlich viel Platz bieten wie der aktuelle V70, das wären zwischen 575 und 1600 Litern. Zum Vergleich: Das aktuelle Mercedes E-Klasse T-Modell als Vorzeige-Frachter der Klasse schluckt 695 bis 1950 Liter. Und auch sonst ist der V90 ein richtig großer Wagen geworden. Bei einer ersten Sitzprobe konnten wir jedenfalls feststellen, dass sowohl im Fond als auch auf den bequemen Sitzen im Cockpit kein Platzmangel herrscht. Ganz im Gegenteil, vor allem in Reihe zwei können selbst große Menschen fast schon lümmeln. Den Rest des V90 kennen wir bereits vom S90, der im Januar auf der Detroit Auto Show präsentiert wurde. Kein Wunder, bis zur B-Säule sind beide identisch. Das ausdrucksstarke Gesicht mit dem T-förmigen Tagfahrlicht zeigt auf den ersten Blick: Der ist anders als die deutschen Konkurrenten – aber er spielt in derselben Liga.
Das Cockpit ist reduziert und edel
Vorschau: Volvo V90 Cross Country
Das zeigt sich auch im Innenraum. Feine Materialien wie etwa samtweiches Leder, offenporiges Holz oder der optionale Wählhebel aus schwedischem Kristallglas, liebevoll zusammengefügt und fein verarbeitet – das wirkt nicht weniger edel als in einem Audi. Doch der Volvo ist anders, reduzierter. Im Zentrum des Cockpits dominiert ein aufrecht stehender Touchscreen, einem Apple iPad nicht unähnlich. Er wird flankiert von großen Lüftungsdüsen mit satt rastenden Aluknöpfen zum Verstellen des Luftstroms. Sieht alles sehr hochwertig aus – kein Vergleich zu den Cockpits von 245 und 945. Klar, die sind auch ein paar Jahre alt. Aber selbst zu ihrer Zeit wirkten Innenraumgestaltung und Materialwahl viel sachlicher als bei den Wettbewerbern.
Nur Vierzlinder – aber mit bis zu 410 PS

Die eckigen 70er: Formen und Farben wie in der Einbauküche, fehlt nur die Pril-Blume. Kantiges Cockpit im 245, hartes Plastik.
Bild: Christian Bittmann
Die Assistenzsysteme legen zu
Auch bei den Dieseln hat Volvo eine Neuheit in petto. "PowerPulse" nennt sich die Technik, bei der ein kleiner, elektrisch betriebener Kompressor Luft komprimiert und speichert. Beim schnellen Beschleunigen öffnet sich ein Ventil und entlässt die Luft schlagartig in Richtung Turbo, der dadurch schneller als üblich auf Drehzahl kommen soll – das übliche Turboloch wäre ausgetrickst. Allerdings ist PowerPulse vorerst nur für den D5 mit 235 PS und Automatik lieferbar. Und fast schon selbstverständlich fährt auch der neue V90 beinah von alleine. Der Fahrassistent hält den Kombi bei Geschwindigkeiten von bis zu rund 130 km/h mit dezenten Lenkeingriffen in der Spur, auch ohne sich an einem vorausfahrenden Fahrzeug orientieren zu müssen. Volvo sieht das als Weiterentwicklung seiner schon immer guten Sicherheitssysteme. Übrigens noch so ein Markenkern der Schweden.
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