Bildergalerie Audi RS 6 Avant (2019)

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Audi RS 6 Avant C8 (2020): Test, Daten, Preis, Innenraum, V8, Marktstart, Performance

Mild-Hybrid-V8 für den neuen RS 6!

Audi Sport legt den Power-Kombi RS 6 Avant neu auf. Mit V8-Mild-Hybrid-Antriebsstrang, brachialer Optik und 600 PS. Alle Infos plus Sitzprobe!

Marktstart und Preis: RS 6 kommt Anfang 2020

Der RS 6 Avant ist zurück! Gute zwei Jahre nach dem normalen A6 Avant schiebt Audi Sport den mächtigsten Vertreter der A6-Baureihe nach: den neuen RS 6. Das RS-Modell der C8-Baureihe gibt es nur als Kombiversion. Und weiterhin mit V8-Motor. Neu ist, dass der RS 6 in Zukunft einen Riemen-Starter-Generator und ein 48-Volt-Bordnetz bekommt. Bei der Leistung gibt es gegenüber dem Vorgänger einen Sprung: 560 PS leistet der alte RS 6, der Neue bringt es auf glatte 600 PS. Mehr Leistung und neue Technik dürften sich im Preis niederschlagen: Offizielle Preise gibt es nicht, aber AUTO BILD rechnet mit rund 125.000 Euro Basispreis. Auf den Markt kommt die stärkste Variante von Audis Oberklasse im ersten Quartal 2020. Dann trifft der V8-Kombi traditionell auf die 600-PS-Fraktion von Mercedes-AMG (E 63 S mit 612 PS) und BMW M (M5 Competition mit 625 PS). Später könnte dann noch eine nochmals leistungsgesteigerte Performance-Variante des RS 6 mit bis zu 650 PS folgen.

Vorstellung und Design: Enorm bullig

LED-Scheinwerfer sind Serie. Optional strahlen die A7-Scheinwerfer mit Matrix-LED-Laser-Technik.

Optisch hat der RS 6 mit seinen A6-Brüdern kaum noch etwas gemein. Kein Wunder, denn nur noch die Vordertüren, das Dach und die Heckklappe entsprechen dem Serienstand. An der Front trägt der RS 6 einen breiteren und flacheren Grill als die anderen A6-Modelle, der mit seinen dreidimensionalen Einsätzen optisch besonders hervorgehoben wird. Dazu passend: die schmalen Scheinwerfer des Audi A7. Darüber wölbt sich die RS-spezifische Motorhaube deutlich stärker Richtung Straße als beim A6 – insgesamt ergibt sich an der Front ein wesentlich aggressiveres Aussehen. Typisch RS 6 ist die breite Spur (Vorderachse: 1668 mm/Hinterachse: 1651 mm). Über die 22-Zoll-Felgen unseres Fotofahrzeugs (Serie: 21 Zoll) wölben sich die ausladenden Radhäuser. Auf jeder Seite hat der RS 6 im Vergleich zur normalen Karosserie um 40 Millimeter zugelegt. Das Ergebnis ist ein enorm bulliges Auftreten – so wie man es von einem RS 6 erwartet.
Am Heck läuft das Dach in einem großen RS-Dachkantenspoiler aus. Und auch die Schürze ist ein RS 6-eigenes Teil: angedeuteter Diffusor, gewaltige Spange und ovale Endrohre legen im Vergleich zur S-Line optisch gleich ein paar Schippen drauf. Übrigens: Sind die Endrohre silber, ist die "normale" Auspuffanlage verbaut. Sind sie schwarz, ist die RS-Sportabgasanlage an Bord.

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Innenraum: Sportlich, aber seriös

Das gegen Aufpreis erhältliche Head-up-Display projiziert RS-spezifische Anzeigen.

Auf zur Sitzprobe: Feines Leder, Sportlenkrad und Sportsitze
 – genauso stellt man sich einen RS 6 vor. An den richtigen Stellen setzt sich der RS 6 von der braven Serie ab, schafft dabei aber den Schulterschluss zwischen sportlich und seriös. Natürlich sind andere Materialien verbaut, etwas Alcantara am unten abgeflachten Sportlenkrad, neue Dekor-Inlays und edles Leder in Rautensteppung auf den optionalen RS-Sitzen. Der Fahrer blickt auf digitale Instrumente im Virtual Cockpit, das neben Drehzahl und Geschwindigkeit auch über Reifendruck, Drehmoment, Leistung, Motoröltemperatur, Ladedruck, Rundenzeiten und g-Kräfte informiert. Am Lenkrad fallen auf den ersten Blick die RS-Tasten auf – quasi Schnellwahltasten für frei konfigurierbare Abstimmungen. Beim Griff hinters Lenkrad ertasten die Finger neue, größere Schaltwippen aus Alu. Alles sehr funktional. Der Avant ist nicht nur ein Beschleunigungsmonster, sondern auch ein praktischer Lademeister. Mit 565 Litern Kofferraumvolumen entspricht die Ladekapazität der des normalen A6 Avant. Maximal passen bis zu 1680 genormte Liter rein. Praxisnah: Die Rücksitzbank ist 40/20/40 klappbar.

Motor und Antrieb: V8-Mild-Hybrid für den RS 6

Der neue RS 6 leistet 600 PS – fünf PS weniger als das Performance-Modell des alten RS 6.

Herzstück des neuen RS 6 ist der V8-Biturbo. Das vier Liter große Aggregat leistet glatte 600 PS – 40 PS mehr als bisher. Das maximal abrufbare Drehmoment stieg von 700 Nm beim Vorgänger auf 800 Nm, die zwischen 2100 und 4500 Touren anliegen. Bei den Fahrleistungen haut der RS 6 für einen 2,1-Tonnen-Kombi (Leergewicht: 2065 Kilogramm) beeindruckende Werte raus: Audi gibt 3,6 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h an. 8,4 Sekunden später soll die Tachonadel bereits über die 200er-Markierung wandern. Schluss ist im Normalfall bei 250 km/h – selbstredend elektronisch begrenzt. Es sei denn, das Dynamikpaket ist verbaut, dann geht der RS 6 bis zu 280 km/h. Noch schneller wird der RS 6 mit Dynamikpaket plus: 305 km/h.
Aber der RS 6 soll nicht nur schnell sein. Mit einem 48-Volt-Bordnetz und einem Riemen-Starter-Generator soll der Kombi zumindest im Rahmen der Möglichkeiten zur Sparsamkeit erzogen werden. Geht der Fahrer zwischen 55 und 160 km/h vom Gas, kann der RS 6 bis zu 40 Sekunden bei ausgeschaltetem Verbrenner segeln oder alternativ Energie rekuperieren (bis zu 12 kW), die der Generator nutzt, um den Motor wieder zu starten. Die Energie dazu wird in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Die Ersparnis im Alltag soll bei bis zu 0,8 Litern Benzin liegen. Darüber hinaus können im Teillastbereich – wie auch schon beim Vorgänger – vier Zylinder des V8-Motors abgeschaltet werden.

Für mehr Dynamik: Das ESC des neuen Audi RS 6 soll komplett abschaltbar sein.

Auch wenn der auffällige "quattro"-Schriftzug im unteren Teil des Grills beim neuen RS 6 entfällt, geht die Kraft immer noch an alle vier Räder. Standardmäßig beträgt das Verteilungsverhältnis von Vorderachse zu Hinterachse 40:60. Über ein mechanisches Mittendifferenzial kann aber – je nach Fahrsituation – bis zu 70 Prozent der Kraft an die Vorderachse gehen. Im umgekehrten Fall ergibt sich eine noch größere Verschiebung: Dann übernimmt die Hinterachse im Extremfall bis zu 85 Prozent der Kraft. Optional soll ein Sportdifferenzial an der Hinterachse für eine noch gezieltere Verteilung der Momente zwischen den Hinterrädern sorgen. Einzige Getriebeoption bleibt die Achtstufen-Tiptronic, der die Ingenieure eine neu abgestimmte Launch-Control spendiert haben.

Ausstattung: Noch sportlicher gegen Aufpreis

Als Topmodell hat der RS 6 natürlich bereits viele Ausstattungsdetails serienmäßig an Bord. Dazu gehört das adaptive Luftfahrwerk mit Lift-Modus (20 mm). Optional bietet Audi Sport das RS-Sportfahrwerk plus an, das konventionell mit Stahlfedern und dreifach einstellbaren Dämpfern arbeitet und Nick-und Wank-Bewegungen besonders entgegenwirken soll. Die Fahrmodi-Wahl "Audi drive select" verfügt im RS 6 neben den vier voreingestellten Stufen über zwei frei konfigurierbare Einstellungen ("RS 1" und "RS 2"), die per Schnellwahltaste am Lenkrad eingelegt werden.

Serienmäßig sind die Außenspiegelkappen des RS 6 schwarz, auf Wunsch werden sie silber.

Gegen Aufpreis
gibt es zudem Allradlenkung und statt der serienmäßigen 21-Zoll-Felgen 22 Zoll große Räder mit 285/30 Bereifung. Die ab Werk verbaute Stahlbremsanlage (Scheibendurchmesser vorne 420 mm/hinten 370 mm) lässt sich per Extrazahlung gegen eine Carbon-Keramik-Bremse mit 440 Millimeter messenden Scheiben an der Vorderachse tauschen. Hinten bleibt der Durchmesser der Scheiben mit 370 Millimetern unverändert, jedoch spart man mit dem Einbau der Verbundwerkstoffbremse 34 Kilogramm ungefederte Massen ein.
Im Innenraum gibt es – neben der neuen Cognac-farbenen Lederausstattung – unzählige Individualisierungsmöglichkeiten. So lassen sich verschiedene Dekoreinlagen wählen, die die Fahrgastzelle des RS 6 mal sportlicher, mal eleganter erscheinen lassen. Gleiches gilt für das Äußere des Kraft-Kombis: Serienmäßig stehen 13 Lackfarben zur Auswahl. Diese lassen sich mit Anbauteilen entsprechend der drei Optikpakete (Aluminium matt, Schwarz, Carbon) kombinieren.

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Kombi V8

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