K.I.T.T. aus "Knight Rider": Klassiker des Tages
Damals Fiktion, heute Realität: K.I.T.T., das sprechende Auto!
K.I.T.T. und David Hasselhoff wurden mit "Knight Rider" zu TV-Stars. Der intelligente, sprechende Pontiac Trans Am stahl damals Hasselhoff die Show.
Bild: AUTO BILD
"Er kommt. Ein Auto, ein Computer, ein Mann. Knight Rider. Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht." Mit diesen Sätzen ist eine ganze Generation aufgewachsen. Die erste Folge der Actionserie "Knight Rider" lief am 26. September 1982 erstmals im US-Fernsehen. Sie machte den (menschlichen) Hauptdarsteller zum Weltstar – und das sprechende Fahrzeug zum Kultobjekt.
K.I.T.T., der Knights Industries Two Thousand, wurde in den 90 produzierten Folgen weltweit zum TV-Star. Er war ein modifizierter 82er Pontiac Trans Am, der dank künstlicher Intelligenz denken, sprechen und selbst fahren konnte. Zu seiner Zeit überstrahlte er den Hauptdarsteller David Hasselhoff an Coolness deutlich.
Wer sich die 90 Folgen heute anschaut (kostenpflichtig auf Amazon Prime Video, dazu auf dem Streamingdienst RTL+), muss öfter schmunzeln. Die Actionszenen wirken aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch. Damals war die Idee der künstlichen Intelligenz in Form eines selbst fahrenden und sprechenden Autos allerdings bahnbrechend.
Turbo Boost und Super-Verfolgungsmodus
Zum legendären Können von K.I.T.T. gehörten zum Beispiel ein "Turbo Boost" und der "Super-Verfolgungsmodus". Der Turbo Boost erlaubte es dem schwarzen Ami, auf Knopfdruck über Hindernisse zu springen. Im Super-Verfolgungsmodus erreichte K.I.T.T. im TV Geschwindigkeiten jenseits der 300 Meilen pro Stunde (mehr als 480 km/h).

Das Erkennungsmerkmal von K.I.T.T. schlechthin ist der pulsierende rote Scanner in der Fahrzeugfront.
Bild: Roman Raetzke
Vermutlich kann jedes Kind der 80er-Jahre K.I.T.T. an seinem hin- und herwandernden roten Scanner in der Fahrzeugfront und dem dazugehörigen Geräusch erkennen. War er von seinem menschlichen Co-Star David Hasselhoff alias Michael Knight getrennt, kommunizierten die beiden via Comlink, einer Sprechverbindung in Knights Armbanduhr.
Molekularversiegelung machte K.I.T.T. unverwundbar
K.I.T.T. konnte mit allen flüssigen, brennbaren Stoffen fahren und hatte eine Molekularversiegelung, die ihn nahezu unzerstörbar machte. Gewartet wurde der Wagen von Dr. Donnie Barstow und April Curtis, seinen persönlichen Mechanikerinnen.
Mit Microjam andere Autos kontrolliert
Im Lauf der Serien-Staffeln wurde die Ausstattung des Supercars stetig erweitert. Im Silent Mode dimmte K.I.T.T. sein Motorgeräusch so weit herunter, dass es kaum mehr hörbar war. Microjam machte die Manipulation elektrischer Systeme möglich und ließ K.I.T.T. andere Autos kontrollieren.

Kultig, aber nicht wirklich praktisch: KITTs spaciges Cockpit mit dem Stummel-Lenkrad.
Bild: Roman Raetzke
Mit seinem Enterhaken konnte sich K.I.T.T. aus Wasserlöchern herausziehen. Per Winde seilte er Personen von Felsen ab. Mit seinem Überwachungsmodus konnte K.I.T.T. Menschen oder Objekte verfolgen und Aufnahmen von nicht direkt einsehbaren Gegenden machen.
Sogar ein Geldautomat war bei K.I.T.T. an Bord
Seine Notfall-Bremse erhöhte den Luftwiderstand und machte das Abbremsen aus dem Super-Verfolgungsmodus möglich. Ein unsichtbarer Sicherheitsgurt schützte die Passagiere. Über Comlink konnte K.I.T.T. sogar Telefongespräche abhören. Und auch für den Fall, dass David Hasselhoff alias Michael Knight das Bargeld ausging, war vorgesorgt: K.I.T.T. hatte einen Geldautomaten an Bord.
"Knight Rider" bei Hasselhoff bestens in Erinnerung
"Es fühlt sich an wie gestern. Ich kann mich noch an fast alles erinnern", sagte Hasselhoff der Deutschen Presse-Agentur im Rückblick auf die TV-Serie. Der Entertainer war 30 Jahre alt, als die Doppelfolge "Knight of the Phoenix" auf dem Kabelsender NBC ausgestrahlt wurde. Gelocktes Haar, Lederjacke, enge Jeans: Das waren die Markenzeichen des coolen, stets flirtenden Agenten Michael Knight, der zusammen mit seinem sprechenden Sportwagen Kriminalfälle löste.

Ohne ihn kann er kaum: David Hasselhoff auf "30 Jahre Looking For Freedom"-Tour im April 2018 im Berliner Friedrichstadtpalast.
Bild: picture-alliance
Rund drei Jahre nach dem US-Start schaffte es das Kult-Duo auch in Deutschland auf die Bildschirme – und wurde für einen bis dahin eher kleinen Privatsender zum großen Erfolg. "Ich weiß, dass 'Knight Rider' sehr gut bei RTL gelaufen ist. Es hat den Sender bekannt gemacht, denn es war die erste Serie, die sie aus Amerika gekauft haben“, erinnert sich Hasselhoff. Auch die Hörspiele zur Serie waren ein Renner.
Doch nach vier Staffeln stellte NBC die Serie 1986 wegen der hohen Produktionskosten ein. Der Versuch, die Reihe durch Filme und Spin-off-Serien wiederzubeleben, scheiterte stets.
"Ich glaube nicht, dass es eine Vision war"
"Das Unfassbarste ist, dass vieles wahr geworden ist: GPS, Autos, die von allein fahren und einparken. Ich kann fragen, wo das nächste Café ist und mein Auto sagt es mir. Wir können mit unseren Uhren reden. Das ist unglaublich", so Hasselhoff. Es sei faszinierend, dass Setdesigner Michael Scheffe all diese Ideen schon damals gehabt habe. "Ich glaube nicht mal, dass er die Vision hatte. Ich denke, er hat einfach drauflos gezeichnet und das kreiert, was ihm gerade eingefallen ist. Und heute wird all das wahr."
Mit Material von dpa
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