Die besten Mittelklasse-E-Autos im Test
Bestenliste: So schneiden Model 3, CLA & Co. ab

Elektroautos der Mittelklasse versprechen Reichweite, Komfort und moderne Technik. AUTO BILD zeigt die besten Modelle im Test.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Elektroautos der Mittelklasse haben sich zu echten Alleskönnern entwickelt. Sie bieten mehr Platz und Komfort als kleine Stromer, bleiben aber handlicher und effizienter als große Elektro-SUV. Dazu kommen immer bessere Reichweiten, schnellere Ladezeiten und moderne Assistenzsysteme.
Ob sportliche Limousine, eleganter Crossover oder komfortables Familienauto: Die Auswahl wächst stetig. Doch nicht nur Akku-Größe und Leistung entscheiden über ein gutes E-Auto. AUTO BILD zeigt die besten Mittelklasse-Elektroautos – sortiert nach ihren Testnoten.
1.
1,6
gut
Preis
36.990 EUR
PRO & KONTRA
- hohe Effizienz
- geringes Leergewicht
- agiler Fahreindruck
- schlechte bedienbare Türgriffe
- kleine, weiche Sitze
- Fahrerdisplay und HuD fehlen

2.
1,6
gut
Preis
44.990 EUR
PRO & KONTRA
- hohe Effizienz
- geringes Leergewicht
- agiler Fahreindruck
- Fahrerdisplay und HuD fehlen
- kleine, weiche Sitze
- schlecht bedienbare Türgriffe

3.
MERCEDES-BENZ
1,6
gut
Preis
55.727,7 EUR
PRO & KONTRA
- hohe Effizienz und Reichweite
- sehr gutes Ladekonzept
- hervorragendes Fahrverhalten
- Bedienkonzept muss erlernt werden
- Einstieg und Platz im Fond
- hoher Kaufpreis

4.
1,7
gut
Preis
61.300 EUR
PRO & KONTRA
- hochwertige Machart
- sehr leiser Fahreindruck
- sehr guter Federungskomfort
- hohes Gewicht
- lange Aufpreisliste
- wenig Platz im Fond

5.
Mazda
6e EV 68,8 kWh
1,9
gut
Preis
44.900 EUR
PRO & KONTRA
- großer Touchscreen
- viel Platz im Fond
- solide Ladeleistung von 165 kW
- kein One-Pedal-Drive
- keine Rückbank Entriegelung aus dem Kofferraum

6.
Hyundai
1,9
gut
Preis
65.250 EUR
PRO & KONTRA
- Herausragende Effizienz und Aerodynamik
- Sehr schnelle Ladetechnik
- Eingeschränkte Alltagstauglichkeit des Kofferraums
- Wenig Komfortabel

7.
Peugeot
2,0
gut
Preis
51.810 EUR
PRO & KONTRA
- günstiger Verbrauch
- gute Serienausstattung
- bis zu 8 Jahre Garantie
- hoher Preis
- kein Ein-Pedal-Fahren möglich
- gewöhnungsbedürftiges Cockpit

8.
DS Automobiles
NO.8 FWD
2,1
gut
Preis
57.700 EUR
PRO & KONTRA
- steht nicht an jeder Ecke
- außergewöhnliches Design
- hochwertiger Innenraum
- mittelmäßiges Platzangebot
- unübersichtliche Karosserie
- eine 100%-Ladung dauert ewig
Für wen eignen sich Mittelklasse-Elektroautos am meisten?
Mittelklasse-Elektroautos eignen sich vor allem für Pendler, Familien und Vielfahrer, die eine gute Mischung aus Reichweite, Komfort und Alltagstauglichkeit suchen. Sie bieten mehr Platz und Langstreckenqualitäten als kleine E-Autos, bleiben aber günstiger und effizienter als große Elektro-SUV. Wer regelmäßig weitere Strecken fährt, profitiert besonders von sparsamen Antrieben, schnellen Ladezeiten und modernen Assistenzsystemen.
Typische Zielgruppen:
- Pendler mit längeren täglichen Strecken
- Familien mit Wunsch nach Platz und Komfort
- Vielfahrer mit Fokus auf Reichweite und Ladegeschwindigkeit
- Technikfans, die moderne Assistenz- und Infotainmentsysteme suchen
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren möchten und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind.
Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, moderne Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis sowie den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen – Zustand und Historie prüfen, sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen möchten und sich nicht um den Wiederverkauf kümmern wollen. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden individuell vereinbart –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können zusätzliche Kosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber kein Eigentum.
Testsieger: Tesla Model 3
Der Tesla Model 3 fährt an die Spitze der besten Mittelklasse-Elektroautos im AUTO BILD-Test. Und das, obwohl die Limousine längst kein Neuling mehr ist: Seit Jahren auf dem Markt, wirkt der Tesla nach mehreren Updates weiterhin modern – und überzeugt vor allem mit Effizienz, Technik und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Die getestete Basisversion mit Hinterradantrieb kostet ab 36.990 Euro und bringt bereits vieles mit, was man im Elektro-Alltag braucht: 283 PS, eine rund 60 kWh große LFP-Batterie, Wärmepumpe, Navi, Sitzheizung und adaptiven Tempomat. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 6,3 Sekunden, maximal sind 201 km/h möglich.
Seine größte Stärke zeigt das Model 3 bei der Effizienz. Im AUTO BILD-Test verbraucht der Tesla 17,6 kWh pro 100 Kilometer und schafft eine Praxisreichweite von 425 Kilometern. Geladen wird mit bis zu 175 kW Gleichstrom, besonders einfach funktioniert das über das Supercharger-Netz.
Typisch Tesla: Der Innenraum ist extrem reduziert, fast alles läuft über den schnellen 15,4-Zoll-Touchscreen. Nach dem Facelift fährt das Model 3 komfortabler als früher und bleibt angenehm leise. Schwächen? Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, Apple CarPlay und Android Auto fehlen weiterhin, und beim Bremsweg gibt es Luft nach oben. Dennoch liefert der Tesla eines der rundesten Gesamtpakete seiner Klasse.
Reichweite-Champion: Mercedes CLA 250+ EQ
Der Mercedes CLA 250+ ist der Langstrecken-Spezialist unter den Mittelklasse-Elektroautos. Mit neuer 800-Volt-Technik, 85-kWh-Akku und bis zu 320 kW Ladeleistung setzt die elektrische Limousine vor allem bei Effizienz und Ladetempo Maßstäbe. Laut Mercedes sind bis zu 792 Kilometer Reichweite möglich.

Bild: Mercedes
Im AUTO BILD-Test zeigt der CLA, dass er auch in der Praxis weit kommt: Mit einem Verbrauch von 17,8 kWh pro 100 Kilometer schafft der Mercedes 508 Kilometer Reichweite. Wer besonders sparsam fährt, kann den Aktionsradius noch weiter steigern. Der 272 PS starke Hecktriebler sprintet in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht bis zu 210 km/h.
Auch abseits des Antriebs überzeugt der CLA mit moderner Technik: Das neue MBUX-System mit KI-Unterstützung, starke Assistenzsysteme und hoher Fahrkomfort machen ihn zum echten Reiseauto. Kritik gibt es für den engen Fond, die gewöhnungsbedürftige Touch-Bedienung und den hohen Preis von mindestens 55.859 Euro.
Familien-Tipp: DS Automobiles DS N°8 FWD
Der DS N°8 ist der Komfort-Tipp unter den Mittelklasse-Elektroautos. Mit 4,82 Metern Länge, elegantem Crossover-Design und großem Kofferraum richtet sich das elektrische Topmodell der französischen Marke vor allem an Familien, die viel Platz suchen – aber kein klassisches SUV fahren wollen.

Bild: DS
Im AUTO BILD-Test tritt der DS N°8 mit 258 PS, Frontantrieb und 73,7-kWh-Akku an. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 8,4 Sekunden, die Reichweite liegt unter winterlichen Testbedingungen bei 321 Kilometern. Bei besseren Temperaturen ist deutlich mehr möglich. Geladen wird mit bis zu 160 kW Gleichstrom.
Seine Stärken zeigt der Franzose vor allem beim Komfort: leiser Innenraum, bequeme Sitze, gute Federung und hochwertige Materialien sorgen für entspanntes Reisen. Dazu kommen moderne Assistenzsysteme und bis zu 1553 Liter Kofferraumvolumen. Schwächen gibt es beim Platz im Fond, der Bedienung und beim hohen Preis von mindestens 57.700 Euro.
Beschleunigungs-Sieger: Hyundai Ioniq 6 84 kWh 4WD
Der Hyundai Ioniq 6 ist der Sprinter unter den Mittelklasse-Elektroautos. Die stromlinienförmige Limousine setzt auf zwei Elektromotoren, Allradantrieb und 325 PS. Damit geht es in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein starker Wert für ein komfortorientiertes Elektroauto.

Bild: Hyundai
Im AUTO BILD-Test überzeugt der Ioniq 6 aber nicht nur beim Tempo. Dank aerodynamischer Karosserie mit einem cw-Wert von 0,21 fährt der Hyundai besonders leise und effizient. Der 84-kWh-Akku ermöglicht laut WLTP bis zu 570 Kilometer Reichweite, im Test waren es 351 Kilometer. Stark: Dank 800-Volt-Technik lädt der Koreaner mit bis zu 260 kW – von 10 auf 80 Prozent dauert es im Idealfall nur 18 Minuten.
Dazu kommen viel Platz, hochwertige Verarbeitung, einfache Bedienung mit echten Tasten und eine umfangreiche Ausstattung. Schwächen zeigt der Ioniq 6 beim kleinen Kofferraumzugang, dem straffen Abrollen mit 20-Zoll-Rädern und beim Preis: Der getestete Allradler startet bei 61.550 Euro.
Bei Elektroautos der Mittelklasse entscheidet längst nicht mehr nur die Reichweite. Die besten Modelle verbinden Effizienz, schnelles Laden und hohen Komfort – denn ein gutes E-Auto muss vor allem im Alltag überzeugen, nicht nur mit großen Zahlen im Datenblatt.
So testet AUTO BILD
AUTO BILD kombiniert im Fahrzeugtest objektive Messwerte mit intensiven Alltagseindrücken. Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten.
Bei Elektroautos der Mittelklasse stehen vor allem Effizienz, Reichweite und Ladeleistung im Fokus. Denn ein großer Akku allein macht noch kein gutes E-Auto. Entscheidend ist, wie sparsam ein Modell unterwegs ist, wie schnell es wieder Strom nachlädt und wie gut der Antrieb im Alltag funktioniert. Messwerte wie Verbrauch, Ladezeit, Fahrleistungen und Bremsweg liefern die objektive Grundlage.
Dazu kommen die Erfahrungen aus dem Alltag: Wie komfortabel fährt das Auto? Wie einfach ist die Bedienung? Wie viel Platz bietet der Innenraum? Am Ende zählt das Gesamtpaket – denn die besten Elektroautos überzeugen nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem auf der Straße.
Häufige Fragen zu Elektroautos der Mittelklasse
Welches Mittelklasse-Elektroauto ist das beste?
Im AUTO BILD-Test überzeugt der Tesla Model 3 mit dem stärksten Gesamtpaket. Die Limousine punktet vor allem mit hoher Effizienz, guter Reichweite, moderner Technik und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wie viel Reichweite braucht ein Elektroauto im Alltag?
Für die meisten Fahrer reichen 300 bis 400 Kilometer Praxisreichweite problemlos aus. Wer häufig lange Strecken fährt, sollte auf besonders effiziente Modelle mit großem Akku und schneller Ladeleistung achten.
Was ist wichtiger: großer Akku oder niedriger Verbrauch?
Beides spielt zusammen. Ein großer Akku bringt nur dann Vorteile, wenn das Auto effizient mit der Energie umgeht. Ein niedriger Verbrauch sorgt für mehr Reichweite und geringere Stromkosten.
Sind Mittelklasse-Elektroautos langstreckentauglich?
Ja. Moderne Modelle schaffen mehrere Hundert Kilometer mit einer Ladung und können an Schnellladesäulen in kurzer Zeit viel Reichweite nachladen. Entscheidend sind neben der Akkugröße vor allem Ladeleistung und Ladeplanung.
Für wen lohnt sich ein Mittelklasse-Elektroauto?
Mittelklasse-Stromer passen besonders für Pendler, Familien und Vielfahrer, die mehr Platz und Komfort als in einem Kleinwagen suchen, aber kein großes Elektro-SUV benötigen.
Fazit
Elektroautos der Mittelklasse sind inzwischen echte Allrounder. Sie bieten hohe Reichweiten, schnelle Ladezeiten und genug Platz für Alltag, Familie und lange Strecken. Entscheidend ist dabei nicht nur die Größe des Akkus – Effizienz, Verbrauch und Bedienung machen im täglichen Einsatz den Unterschied.
Der Tesla Model 3 liefert im AUTO BILD-Test das beste Gesamtpaket. Der Mercedes CLA 250+ überzeugt als Langstrecken-Spezialist mit starker Ladetechnik, der Hyundai Ioniq 6 punktet mit Leistung und Effizienz. Wer Wert auf Komfort und eigenständiges Design legt, findet im DS N°8 eine spannende Alternative.
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