Nico Rosberg verzichtete im dritten Qualifying-Teil auf eine gezeitete Runde

Formel 1 2012

— 27.10.2012

Mercedes: Welche Strategie ist wohl die bessere?

Nico Rosberg verzichtete im letzten Qualifying-Teil auf eine gezeitete Runde, um für den Start einen frischen Satz Reifen zur Verfügung zu haben



Das Mercedes-Team verzichtete darauf, Nico Rosberg im letzten Teil der Qualifikation zum Großen Preis von Indien auf die Strecke zu schicken. Der Deutsche belegte so den zehnten Rang, verfügt jedoch über einen frischen Satz Reifen für den Start des Rennens in Noida. Michael Schumacher kämpfte in der Qualifikation mit Balance-Problemen und musste sich mit Position 14 begnügen.

"In Bezug auf unsere Strategie für das Rennen war es besser, im dritten Qualifying-Durchgang nicht zu fahren", erklärte Rosberg. "Denn dadurch verfügen wir morgen angesichts der frischen Reifen über eine bessere Geschwindigkeit. Natürlich ist es kein schönes Gefühl, in den Boxen zu warten und zuzuschauen, wie die anderen nichtsdestotrotz auf der Strecke sind."

"Es scheint, als würde das Rennen angesichts sehr langer Abschnitte für die Reifen hart werden, ich sollte aus diesem Grund im Vergleich zu den Autos vor mir einen Vorteil haben. Morgen werde ich erst in der Lage sein zu sagen, ob es die richtige Entscheidung war, ich bin jedoch heute ganz zufrieden, denn es sieht danach aus, als hätten wir hier kleine Fortschritte erzielt."

"Wir hatten heute eine schwierige Qualifyingeinheit", so Schumacher. "Ich kann im Moment noch nicht sagen warum, besonders wenn ich die Zeiten mit jenen vergleiche, die ich heute Vormittag gefahren bin. Im Training waren wir in der Lage, mit mehr Benzin an Bord ähnliche Rundenzeiten zu fahren, aber aus welchem Grund auch immer, waren wir nicht in der Lage, die Reifen in das richtige Arbeitsfenster zu bekommen, und heute Nachmittag ausreichend Haftung zu generieren."

"Dies bedeutet, dass ich morgen von einer ziemlich wenig viel versprechenden Startposition ins Rennen gehen werde. Aber das gestaltet auch unsere Taktik viel einfacher, wir müssen nach vorne blicken und hart kämpfen."

"Das war eine Qualifyingeinheit, in welcher wir mit der Entschlossenheit, mit unserer ultimativen Geschwindigkeit zu fahren, und der realistischen Betrachtungsweise, was uns das Rennen bescheren wird, Balance halten mussten", so Teamchef Ross Brawn. "Nach dem zweiten Qualifying-Durchgang war klar, dass der siebte Platz das Maximum war, das wir mit Nico und seiner Geschwindigkeit, welche auf gebrauchten Reifen am stärksten war, erreichen konnten."

"Wir zogen es jedoch vor, ins Rennen nicht mit einem gebrauchten Satz weicher Reifen zu starten, welche schon bis zu zehn Runden auf dem Buckel haben, da dies unsere strategischen Optionen einschränken würde."

"Mit dem morgigen Tag im Hinterkopf entschieden wir uns aus diesem Grund dazu, im dritten Qualifying-Durchgang nicht zu fahren, was uns die Möglichkeit geben wird, mit einem der Reifen mit einem frischen Satz in den ersten Rennabschnitt zu gehen."

"Michael war unglücklicherweise nicht in der Lage, über den zweiten Qualifying-Teil hinaus zu kommen. Er war mit der Balance seines Autos weniger zufrieden als im Training heute Vormittag. Wir erwarten, dass wir im Rennen hinter den führenden Teams morgen in einer sehr engen Gruppe liegen werden, und dass wir gut fahren müssen, um zu versuchen, im Feld weiter nach vorn zu kommen."

"Im zweiten Qualifying-Durchgang fuhr Nico auf gebrauchten weichen Reifen eine ziemlich beeindruckende Rundenzeit, welche um 0,541 Sekunden langsamer war als die schnellste Zeit dieser Einheit", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir überlegten aus diesem Grund, das im dritten Qualifying-Durchgang zu wiederholen, doch dies hätte den Nachteil gehabt, dass wir mit weichen Reifen ins Rennen starten müssen, die bereits ein paar Runden auf dem Buckel haben."

"Aus diesem Grund fällte das Team die mutige Entscheidung, nicht für eine gezeitete Runde auf die Strecke zu gehen, da wir es als besser empfunden haben, eine freie Wahl frischer Reifen zu haben, als potenziell auf gebrauchten Gummi weiter vorn in der Startaufstellung zu starten. Wir werden sehen, welche Strategie sich morgen bezahlt macht."

"Michael lag im zweiten Qualifying-Durchgang um 0,6 Sekunden hinter Nico, da er mit dem Setup und der Balance seines Autos zu kämpfen hatte. Dies hielt ihn davon ab, eine Position in den Top 10 zu erreichen, welche er im letzten Training vor dem Qualifying erzielt hatte."

Fotoquelle: Daimler

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