Mark Webber hat am Sonntag eine Herkulesaufgabe zu bewältigen

Formel 1 2013

— 13.04.2013

Pandabären und Wattebäuschchen: Webber spottet über Pirelli

Der Red-Bull-Star scheint genervt von zu weichen Reifenmischungen und hat noch keinen genauen Plan, wie er sich am Sonntag durch das Feld kämpfen will



Muss sich Mark Webber häufig gegen den Vorwurf wehren, dass der Rennstart seine große Achillesferse sei, wird er am Sonntag in Schanghai davon wohl verschont bleiben. Nach einem vermeintlichen Defekt im Benzinsystem seines RB9 oder an der Red-Bull-Tankanlage muss er vom letzten Platz aus in den Grand Prix starten. Trotzdem will der 36-Jährige kein Trübsal blasen: "Ich kann gar nicht enttäuscht sein, wenn ich sehe, wie unsere Leistungen waren", spielt er auf die Eindrücke aus China an.

Webber erinnert an die Freien Trainings: "Am Freitag und am Samstagvormittag lief noch alles rund für mich und auch Q1 nach Plan." Dann kam das Ausrollen in der Haarnadelkurve wenige Meter vor der Boxengassen-Einfahrt, was für viele Experten nicht wie eine technische Panne, sondern wegen des Funkverkehrs wie ein Auto mit leergefahrenem Tank aussah. Der Sprit fehlte dann tatsächlich, die FIA fand statt der geforderten drei Liter Prüfmenge nur 150 Milliliter im Boliden vor und setzte Webber ans Feldende zurück.

Vor drei Jahren fuhr der Australier in Schanghai von Rang 18 auf Platz drei nach vorne. "Das ist nicht unmöglich, aber viel schwieriger. Damals gab es mehr Fahrzeuge im Rennen und es galt weniger, die Reifen zu schonen." Webber ist bei seinem Lieblingsthema, schließlich scheinen die Gummis aus dem Hause Pirelli ihm einige Falten auf die Stirn zu zaubern: "Es ist ein bisschen wie beim WWF", spottet der Red-Bull-Star über die empfindlichen Mischungen, die eine extrem schonende Fahrweise verlangen.

Deshalb hätte auch er genau wie Sebastian Vettel in Q3 auf eine gezeitete Runde verzichtet, um am Start freie Reifenwahl zu haben - doch so weit kam es nicht. "Jeder weiß, was mit den Pneus los ist und ist sich im Klaren darüber, dass es sich nicht um einen Rennreifen handelt", unterstreicht Webber mit Verweis auf die weiche Mischung und rechnet mit einer Reihe zeitiger Boxenstopps der Piloten, die mit dem gelb markierten Gummi starten: "Wahrscheinlich wollen viele ihn schnell loswerden."

Deshalb, so Webber, müsse man beim Taktikschach unkonventionell vorgehen: "Wenn man von Platz fünf die gleiche Strategie fährt wie alle anderen auch, dann ist das auch der Rang, auf dem man ins Ziel kommt. Man muss etwas anders machen, um ein besseres Resultat zu erzielen." Und zum Beispiel die weiche Mischung ganz am Ende aufziehen, wenn wenig Sprit im Tank ist? "Adrian Sutil hat es in Melbourne versucht und hat gesagt, dass es nicht funktioniert hat, weil er mit Leuten auf der Strecke gekämpft hat", erinnert er an den Force-India-Reinfall und schlägt motorsportlichen Pazifismus vor: "Ganz einfach: Kämpf' nicht mit anderen Leuten.

Fotoquelle: xpbimages.com

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