Honda Civic Type R 2017 Prototype: Sitzprobe

Honda Civic Type R 2017 Prototype: Sitzprobe

Honda Civic Type R (2017) im Test: Sitzprobe

— 07.03.2017

Tiefergelegter Civic Type R

Der neue Honda Civic Type R ist optisch genauso extrem wie der Vorgänger und hat noch mehr Leistung. Schwachstellen wurden behoben. Sitzprobe!

Gerade mal zwei Jahre nach dem letzten Civic Type R bringt Honda die fünfte Generation des Kompaktsportler. Das liegt daran, dass das Topmodell dieses Mal parallel zum zivilen Civic entwickelt wurde. Der Type R profitiert von der neuen Plattform und bleibt sich trotzdem treu!
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Was musste sich der extrovertierte Vorgänger nicht alles gefallen lassen: Kreuzung aus Kompaktem und Lamborghini Veneno geht da sogar noch als Kompliment durch. Die vielen Spoiler, Kanten und Sicken gefallen nun mal nicht jedem. Fest steht, der Civic Type R ist richtig schnell und hat zwischenzeitlich den Rundenrekord für Fronttriebler auf der Nordschleife gehalten.
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Der Civic Type R sieht angriffslustig aus

Der neue Civic Type R soll genau da anknüpfen und die Angriffslust sieht man ihm an. Mit seinen schmalen Scheinwerfern schaut der Civic böse drein. Darunter gibt es die neuen Aircurtains, die keine Show sind, sondern den Anpressdruck verbessern sollen. Auf der Haube trägt der japanische GTI jetzt stolz eine Lufthutze, die natürlich auch einen Zweck erfüllt. Allgemein könnte man aufgrund des wirklich radikalen Designs vermuten, dass das ein oder andere Anbauteil vielleicht doch eher für das nächste Tuningtreffen als für die Rennstrecke designt wurde. Der Chefentwickler aber versichert uns, dass alle Finnen, Spoiler und Diffusor den Civic Type R schneller machen als seinen Vorgänger. Wie viel schneller, verrät er noch nicht.

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Tiefergelegte Sitze im Kompaktsportler

Die Sitzposition ist endlich so, wie sie sich für einen Kompaktsportler gehört – tief!

Da es an der Performance nichts zu bemängelt gab, wurde beim FK2 genannten Vorgänger oft über den Innenraum genörgelt: die Anzeigen zu unübersichtlich, die Sitzposition zu hoch. An diesen berechtigten Kritikpunkten hat Honda beim neuen Civic gezielt gearbeitet – mit Erfolg! Beim problemlosen Einstieg fällt man regelrecht in die rot-schwarzen Sportsitze. Bereits im normalen Civic haben Fahrer und Beifahrer das Gefühl, eine ganze Etage tiefer als zuvor zu sitzen und auch im Type R sitzt man endlich im Auto. Ganze fünf Zentimeter hat Honda die Sitzhöhe des neuen Type R tiefergelegt. Der Schwerpunkt sank im Vergleich zum FK2 um 3,4 Zentimeter. Die Sportsitze sind beim ersten Probesitzen bequem und bieten auch den Oberschenkeln ordentlich Halt. Übrigens sehen die Sitze zwar aus wie die des Vorgängers, sind aber komplett neu konstruiert, verspricht Honda. Das Lenkrad ist in der Höhe und der Weite einstellbar, sodass eine geeignete Sitzposition für schnelle Runden zügig gefunden ist.

Honda Civic Fünftürer (2017): Fahrbericht

Das Etagen-Cockpit des alten Type R hat Honda abgeschafft. Die Geschwindigkeit wird auch im Topmodell digital mittig im Tacho angezeigt – so wie wir es vom neuen Civic kennen. Insgesamt wirft das Cockpit keine Fragen auf. Zur Rechten des Fahrers befindet sich der Schaltstummel des manuellen Sechsganggetriebes, das jetzt um eine Drehzahlanpassung ergänzt wurde. Heel-and-toe übernimmt das Auto ab sofort also selbst. Der Alu-Schaltknauf liegt sehr gut in der Hand und die Schaltwege sind angenehm kurz. Die Schaltkulisse erinnert an den Civic Type R der Generation FN2. Die manuelle Handbremse hat Honda gegen eine elektronische Parkbremse getauscht – Tokyo Drift fällt also aus! Dafür sorgen der schwarze Dachhimmel und die Zierleisten im Carbonlook für sportliches Flair im Innenraum. Die Materialanmutung ist durchweg gut, wobei Honda an gewissen Stellen, beispielsweise der Lenksäule, immer noch Hartplastik verbaut. Sitze und Türtafeln sind mit Alcantara bezogen. Der Mikrofaserstoff fühlt sich nicht nur gut an, sondern unterstreicht auch die Ambitionen des Kompaktsportlers. Wo wir schon bei Alcantara sind: Wie wäre es mit einem Alcantara-Lenkrad für den Type R, Honda?

Auspuff-Dreierlei im Ferrari-Stil

Die drei Endrohre erinnern stark an die Auspuffanlage des Ferrari F40.

Einen persönlichen Wunsch hat Honda zum Glück berücksichtigt: Das mittige Auspufftrio im Ferrari F40 oder 458 Italia Stil hat es bis in die Serie geschafft. An dieser Stelle muss man Honda Respekt zollen: Vom Civic Type R Prototyp bis zur Serienversion hat sich kaum etwas geändert. Während viele Hersteller ihre Studien und Prototypen bis zur Serienreife extrem entschärfen, bringen die Japaner den neuen Type R genau so hardcore wie versprochen: wildes Bodykit und 20-Zöller inklusive! Auch bei der Leistung hat der Top-Civic noch mal zugelegt. Der Vierzylinder VTEC-Turbo leistet jetzt 320 statt bisher 310 PS. Die Zusatzleistung wird in erster Linie über eine neue Motorelektronik erreicht. Das maximale Drehmoment bleibt bei 400 Nm. Trotz deutlich größerer Abmessungen verspricht Honda, dass der neue Civic Type R beim Gewicht nicht zulegt und somit unter 1400 Kilo wiegen dürfte.

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Das geht schnell: Marktstart im Juli 2017

Auch bei der Markteinführung steht Honda auf dem Gas. Bestellbar ist der Civic Type R ab sofort. Schon im Juli 2017 soll das neue Topmodell zu den Händlern rollen. Preise und Fahrleistungen bleibt Honda aktuell noch schuldig. Voraussichtlich wird es keine zwei Versionen mehr geben, da die Basis ab Werk mehr Extras an Bord hat. Zum Vergleich: Bisher kostete der besser ausgestattete Civic Type R GT ab 37.850 Euro. Für den Nachfolger dürften bei vergleichbarer Ausstattung ein paar Euro draufkommen, die 40.000 Euro-Marke sollte aber nicht fallen. Dafür könnte der Nordschleifen-Rekord für frontangetriebene Fahrzeuge noch mal wackeln. Die 7:47.19 des GTI Clubsport S müssen doch zu knacken sein, oder nicht Honda?
Autor:

Jan Götze

Fazit

Die neue Plattform tut dem Civic gut. Der Kompaktsportler bleibt seinem wilden Design treu, den Innenraum haben die Japaner an den richtigen Stellen verbessert. Wenn der Type R so fährt wie er aussieht, muss sich nicht nur die frontangetriebene Konkurrenz warm anziehen!

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