Rolls-Royce Phantom (2018): Vorstellung

Rolls-Royce Phantom (2018): Vorstellung

Rolls-Royce Phantom (2017): Vorstellung

— 07.08.2017

Luxus ist ein Phantom

Mit dem neuen Phantom will Rolls-Royce "das beste Auto der Welt" bauen. Die Zutaten: V12-Biturbo, Schlafsitze, Kunstwerke und mehr. AUTO BILD hat alle Infos. Plus: Sitzprobe!

Vorstellung: Der Phantom soll "das beste Auto der Welt" sein
Interieur hinten: Platz nehmen wie ein Knig (Update!)
Interieur vorne: Edle Brcke fr ein 5,99-Meter-Schiff (Update!)
Ausstattung: Die Luxuslimousine soll noch komfortabler sein
Connectivity: Hightech dezent verpackt
Motor: V12-Biturbo mit 900 Nm im Phantom

Vorstellung: Der Phantom soll "das beste Auto der Welt" sein

Rolls-Royce will das nach eigenen Angaben "beste Auto der Welt" bauen! Die achte Generation der Luxuslimousine Phantom soll den klassischen Rolls-Royce-Look mit modernem Design und fortschrittlicher Technik kombinieren. Optisch ist der neue Phantom fr Laien allerdings erst auf den zweiten Blick erkennbar. An der Front sind die Unterschiede im direkten Vergleich am markantesten: Der Khlergrill ist hher als bisher und erstmals in die Fahrzeugfront eingelassen. Die Scheinwerfer haben eine neue Leuchtgrafik und sind vom Tagfahrlicht umrahmt. Vom Khlergrill verlaufen zwei Chromleisten entlang der Motorhaube bis zum Scheibenrahmen. In der Seitenansicht sind die nderungen weniger auffllig: Rolls-Royce-typisch ist ein kurzer berhang an der Front und ein langer berhang am Heck. Interessantes Detail: Der Rahmen der Seitenfenster ist laut Rolls-Royce das grte Teil aus handpoliertem Edelstahl, das aktuell in irgendeinem Auto verbaut wird. Den Phantom gibt es auch weiterhin in zwei Varianten. Die extralange EWB-Version (Extended Wheelbase) ist an einer Edelstahlleiste ber dem Seitenschweller und am lngeren Radstand erkennbar. Die gegenlufig ffnenden Tren sind ein echtes Markenzeichen der britischen Luxuslimousine und bleiben auch der achten Generation erhalten.

Die neue Plattform ist fr alle Modelle einsetzbar

Den Phantom EWB mit langem Radstand erkennt man auch an der Edelstahlleiste oberhalb des Schwellers.

Der neue Phantom ist das erste Modell auf der neuen Basis. Die sogenannte "Architecture of Luxury" ist ein Alu-Spaceframe und soll die Basis fr alle zuknftigen Rolls-Royce-Modelle sein. Dazu kann die Plattform an unterschiedliche Motor- und Antriebskonzepte angepasst werden, Stichwort Cullinan. Im Vergleich zum direkten Vorgnger verspricht Rolls-Royce ein geringeres Gewicht und eine 30 Prozent verwindungssteifere Karosserie gegenber dem Vorgnger. Wie viel Gewicht eingespart wurde, verraten die Briten noch nicht. Das selbst ernannte "beste Auto der Welt" soll natrlich auch das leiseste Auto der Welt sein. Dazu hat Rolls-Royce alleine 130 Kilo Schalldmmung verbaut. brigens ist der mit Unterbrechungen seit 1925 genutzte Name Phantom die am lngsten genutzte Modellbezeichnung in der Automobil-Industrie. Zum Preis oder Marktstart macht Rolls-Royce noch keine Angaben. Anfang 2018 knnte die Luxuslimousine bei den Hndlern stehen. Der Preis wird bei ber 400.000 Euro liegen.

Interieur hinten: Platz nehmen wie ein Knig

Reisen wie Elizabeth: Der Phantom ist vor allem eins: bequem! Beinfreiheit bekommt hier eine vllig neue Bedeutung.

Allein der Einstieg in den Phantom ist aufregend. Die "Coach-Doors" ffnen sich weit, der Einstieg gelingt dadurch mhelos. Erst mal Platz genommen, mchte man nicht mehr aufstehen. Die Tren schlieen per Knopfdruck elektrisch. Die Sitze sind sehr bequem und lassen sich in eine sehr horizontale Lage bringen. Wohlgemerkt: In unserem Testwagen waren noch nicht mal die optionalen Schlafsitze eingebaut. Die bei den "Individual-Sitzen" fest verbaute Mittelkonsole beinhaltet einen Khlschrank mit zwei Champagner-Glsern und ein Fach fr Spirituosen nach Wahl zwei Tumbler-Glser inklusive. Die Getrnkehalter sind doppelt ausgefhrt: erste Ebene Champagnerglas-Halter, zweite Ebene normaler Getrnkehalter. ber dem Kopf funkelt auf Wunsch ein dimmbarer Sternenhimmel mit 1344 Leuchteinheiten. Fr Privatsphre sorgen die elektrischen Vorhnge in den Tren und in der Heckscheibe. In den Vordersitzen sind Displays eingebaut, die sich per Knopfdruck zeigen. Dabei wird die Verkleidung zum Ausklapp-Tischchen. Gesteuert wird das Ganze bequem ber den "Spirit of Ecstasy Rotary Controller" in der Mittelkonsole. Die Verarbeitung ist erstklassig. Wo das Auge hinfllt, finden sich feines Leder und edle Hlzer. Im Innenraum stecken bis zu 13 Lederhute. Sind die Tren geschlossen, ist von der Umgebung kaum was zu hren, denn 130 Kilo zustzliches Dmmmaterial schotten die Insassen hrbar von der Auenwelt ab. Regnet es beim Verlassen des Phantom, kommt ein Rolls-Royce-typisches Accessoire zum Einsatz: Der in der Tr versenkte Regenschirm schiet per Knopfdruck aus der Tr. Einmal verloren, kostet der Ersatz rund 900 Euro.

Interieur vorne: Edle Brcke fr ein 5,99-Meter-Schiff

Der Lenkrad liegt trotz seiner Gre gut in der Hand. Nebenbei kann der Fahrer auf ein im Armaturenbrett eingelassenes Kunstwerk blicken.

Der Phantom soll nicht nur dem Passagier, sondern auch dem Chauffeur Spa machen. Der Luxus aus dem Fond ist auch auf den vorderen Sitzen zu spren: Hier findet sich dasselbe Leder wie hinten. Kontrolle behlt der Fahrer mit einem fr einen Pkw sehr groen Lenkrad. Es steht sehr aufrecht und ist dank des feinen Leders ein Handschmeichler. Die groen, dreigeteilten Armaturen sind auf LCD-Monitoren dargestellt, die Technik hierzu stammt aus dem BMW 7er die Grafik wurde aber Rolls-Royce-konform berarbeitet. Die Bedienung des Infotainments ist hnlich wie im Fond, auch hier findet sich ein auf Rolls-Royce zugeschnittener iDrive-Controller. Etwas schade: Der Drehknopf fr die Lautstrkenregelung erinnert vom Einrastverhalten an BMW. Fahrer- und Beifahrertr lassen sich auch per Knopfdruck schlieen. Das Sitzgefhl ist erhaben, die Sitze lassen sich stufenlos verstellen. Auch der Fahrer hat Kontrolle ber den Dachhimmel, er kann die Sterne funkeln lassen oder abschalten. Getrnkehalter und Ablagefcher sind verborgen und lassen sich per Druck auf das jeweilige Fach ffnen. Das von Rolls-Royce "The Gallery" getaufte Armaturenbrett-Design zeigt ein Kunstwerk hinter einer Glasscheibe welcher Knstler und welches Motiv, das entscheidet der Kufer.

Ausstattung: Die Luxuslimousine soll noch komfortabler sein

Die speziell entwickelten Seal-Reifen haben eine extra Schaumstoffschicht im Hohlraum. Das soll die Abrollgerusche verringern.

Alle Serien- und Sonderausstattungen des neuen Phantom aufzulisten, sprengt jeden Rahmen, deshalb beschrnkt sich AUTO BILD auf die Ausstattungs-Highlights. Fr die achte Generation des Phantom haben die Ingenieure ein vllig neues Komfortfahrwerk mit Luftfederung entwickelt. Bei den Aufhngungen handelt es sich um eine Doppelquerlenker-Vorderachse und eine Fnflenker-Hinterachse. All diese Neuerungen sollen fr ein noch komfortableres Fahrgefhl sorgen, verspricht Rolls-Royce. Zustzlich scannt das sogenannte "Magic Carpet Ride" die Strae bis 100 km/h und passt das Fahrwerk blitzschnell an die Fahrbahn-Beschaffenheit an. Dieses System kennen wir bereits von Mercedes (Magic Body Control).

"Coach Doors" ffnen automatisch

Fr zustzliche Sicherheit sorgt das neue Laserlicht, das bis zu 600 Meter weit strahlen soll. Fr einen stilsicherem Auftritt hat Rolls-Royce seine gegenlufig ffnenden "Coach Doors" um eine automatische Schliefunktion erweitert. Dazu muss einfach nur ein Sensor berhrt werden, und die Tren schlieen von alleine. Diese Funktion gibt es aktuell bereits in den zweitrigen Derivaten Wraith und Dawn. Im Phantom gibt es diese Funktion allerdings fr alle vier Tren. Weitere Highlights des neuen Phantom: 22-Zoll-Felgen mit Seal-Funktion, ein extragroer Sternenhimmel und die sogenannte Rolls-Royce Gallery. Hierbei bieten die Briten ihren Kunden im Armaturenbrett Platz fr ein individuelles Kunstwerk, beispielsweise ein lgemlde, eine Porzellanrose oder eine Skulptur aus Seide.

Connectivity: Hightech dezent verpackt

Wie es sich fr eine Luxuslimousine fr Superreiche gehrt, hat der neue Phantom jede Menge Hightech an Bord. Die dezente Integration dieser Systeme ist fr viele Kunden allerdings genauso wichtig. Daher lsst sich das 12,3-Zoll-Display hinter einer Abdeckung verstecken, und die Bildschirme fr die hinteren Passagiere fahren bei Nichtbenutzung in die Rcklehnen der Vordersitze. Auch ein WLAN-Hotspot und jede Menge Assistenzsysteme sind beim Phantom an Bord. Fr die achte Generation stehen der Aufmerksamkeits-, ein Nachtsicht- und der Spurassistent in der Preisliste.

Motor: V12-Biturbo mit 900 Nm im Phantom

Der 6,75-Liter-V12 ist eine komplette Neuentwicklung und schafft ein maximales Drehmoment von 900 Nm.

Das Flaggschiff der Briten wird standesgem von einem Zwlfzylinder angetrieben. Der 6,75-Liter-Motor ist allerdings eine Neuentwicklung. Denn statt des V12-Saugers arbeitet im neuen Phantom ein 6,75 Liter groer V12-Biturbo. Die Leistung steigt von 460 PS und 720 Nm auf 571 PS und 900 Nm. Das maximale Drehmoment liegt schon bei niedrigen 1700 Umdrehungen an. Gekoppelt ist der mchtige Motor immer an eine Achtgangautomatik von ZF. Wer jetzt denkt, dass Wraith und Dawn mit 632 PS strker motorisiert sind als das neue Topmodell, der hat nur bedingt recht: Coup und Cabrio leisten zwar 61 PS mehr, haben aber gleichzeitig 30 Nm weniger maximales Drehmoment.

Rolls-Royce Phantom (2018): Vorstellung

Autoren: Jan Gtze, Andreas Huber

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