Die California-Familie wächst: Der neue VW Grand California auf Basis des Crafter schließt die Lücke oberhalb des T6 California – erstmals nach der Einstellung des auf LT-Basis gebauten Florida vor über 20 Jahren. Pünktlich zur Premiere auf dem Caravan Salon 2018 in Düsseldorf (25. August bis 2. September) hat VW jetzt die Preise bekannt gegeben. Unter 55.000 Euro geht es los, der Marktstart wird für Frühjahr 2019 versprochen. Der Camping-Crafter unterscheidet sich nicht wesentlich von der auf der IAA 2017 präsentierten Studie "California XXL".
Grand California basiert auf dem VW Crafter
Die vorderen Sitze lassen sich Campingbus-typisch um 180 Grad dehen: So entsteht eine Sitzecke mit Tisch.
Bild: Volkswagen AG
Die sechs Meter lange Serienversion verliert aber den von der Studie bekannten Hecküberhang. Das Serienhochdach übernimmt der Neue. Für die Überdachung des Eingangsbereichs gibt es eine Markise. Der Innenraum des Grand California macht einen freundlichen, hellen Eindruck. Sämtliche Einbauschränke und die Nasszelle sind in neutralem Weiß gehalten. Im Heckbereich gibt es aufstellbare Camper-Fenster, Dachluken sorgen zusätzlich für luftige Atmosphäre. Serienmäßig sind die Küche, die Nasszelle (84x80 cm) und eine Außenbeleuchtung oberhalb der Schiebetür, die den Campern mit einem zweiteiligen Moskitonetz Insekten vom Hals hält. Standardmäßig ist außerdem ein Anschluss für eine Außendusche verbaut.
Platz für vier Personen
Viel Platz: Im Heckabteil des Grand California befindet sich ein quer eingebautes Doppelbett (1.950 x 1.400 mm).
Der Platz reicht für vier Personen: Die beiden Vordersitze sind drehbar, zwei weitere Sitzgelegenheiten bietet die Zweiersitzbank (mit Isofix-Halterungen) im Wohnbereich. Natürlich können alle vier Passagiere des Grand California gemeinsam am Esstisch sitzen, der gegenüber der Schiebetür platziert ist. Damit der Tisch nicht leer bleibt, gehören zur Küchenausstattung ein ausziehbarer Kühlschrank mit 70 Liter Fassungsvermögen und Gefrierfach sowie ein Gaskocher mit zwei Kochfeldern. Zusätzlich ist die Küche mit einer Spüle, Schubladen, Schubkästen und klappbaren Ablagefächern ausgestattet. Als Schlafplätze stehen ein Doppelbett im Heckbereich und ein optionales Kinderbett zur Verfügung.
Nasszelle mit Dusche, Klo und Bewegungsmelder
Die Nasszelle umfasst sowohl eine Toilette als auch eine Dusche. Das Waschbecken ist klappbar. Per Dachluke kann gelüftet werden. Clever: Das Toilettenpapier ist vor Feuchtigkeit geschützt und ein Bewegungsmelder schaltet das Licht automatisch an und aus. Der Frischwasservorrat des Grand California liegt bei 110 Liter.
Komfortextras komplettieren den Grand California
Der Startpreis des Grand California soll laut VW unter 55.000 Euro liegen.
Die Optionsliste des Grand California umfasst neben einer zusätzlichen Dachklimaanlage, die bereits erwähnte Markise, einen Fahrradträger und einen Campingtisch samt passender Bestuhlung (in den Flügeltüren verstaubar). Die serienmäßige Gasheizung lässt sich auf Wunsch zu einem Heizsystem auf Gas-Strom- und Diesel-Strom-Basis erweitern. Eine aufpreispflichtige Solaranlage für das Dach unterstützt bei der Stromversorgung. Für das Onbord-Entertainment stehen SAT-Schüssel, LTE-WLAN-Hotspot und die Steuerung der Lautsprecher im Wohnbereich per Bluetooth in der Aufpreisliste.
Motor und Assistenzsysteme im Grand California
Kleine Küche: Die Kochstelle mit 2-Flamm-Gaskocher und Mini-Spüle.
Bild: Volkswagen AG
Für sicheres Reisen ist der Crafter-Camper mit etlichen Sicherheitsassistenten ausgerüstet. Dazu gehören ein Umfeldbeobachtungssystem (Front Assist) samt City-Notbremsfunktion, ein Spurhalte- und Spurwechselassistent mit Totwinkelwarner, eine Ausparkhilfe, der auch aus dem Crafter bekannte Flankenschutz, eine Parklenk-Unterstützung und ein Tempomat mit automatischer Distanzregelung. Eine Rückfahrkamera ist für den Sechsmeter-Camper ebenfalls im Angebot. Angetrieben wird der Grand California vom stärksten Motor aus der Crafter-Palette: einem Vierzylinder-Turbodiesel mit 177 PS. Die Leistung wird über die Viergang-Automatik entweder an die Vorderräder oder wahlweise an alle vier Räder übertragen.
Neue VW (2023, 2024, 2025 bis 2028)
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AUTO BILD zeigt, welche VW bis 2028 auf den Markt kommen. Los geht es mit demVW ID.7; Marktstart: 2023. Das Elektro-Pendant zum Passat wird es – anders als den Verbrenner – auch als Limousine geben. Die Reichweite soll bei bis zu 700 Kilometern liegen.
Bild: Volkswagen AG
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VW Tiguan 3; Marktstart: 2023. Auch die dritte Generation von VWs SUV-Kassenschlager wird wahrscheinlich wieder auf der MQB-Plattform basieren. Das bedeutet keine brandneue, sondern nur weiterentwickelte Technik. Einen längeren Allspace wird es ebenfalls wieder geben.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.Buzz LWB; Marktstart: 2023. Mit dem ID.Buzz hat VW eine Legende elektrifiziert – den Bulli. Auf den normalen ID.Buzz (hier im Bild) und seine Cargo-Variante wird 2023 noch ein weiteres Modell mit langem Radstand folgen.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.3 Facelift; Marktstart: Ende 2023. Mit dem Blick auf die ID-Familie wirkt der ID.3 fast schon etwas angestaubt. Optisch fällt das Facelift mit seiner neuen Fronthaube auf, die Basispreise sollen sinken.
Bild: Volkswagen AG
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VW Touareg Facelift; Marktstart: Ende 2023. Seit 2018 ist die dritte Generation des VW Touareg mit dem internen Kürzel "CR" in Deutschland am Start. Umfangreicher dürfte die Technik überarbeitet werden: Eine aktive Hinterachslenkung auch bei den beiden Plug-in-Hybriden ist im Bereich des Möglichen.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.7 GTX; Marktstart: 2024. Mit dem ID.7 hat VW einen vollelektrischen Passat-Ableger auf die Räder gestellt. 2024 soll eine sportliche GTX-Version folgen. Bis zu 340 PS und Allradantrieb dürfte der Sport-ID.7 bekommen.
Bild: VW
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VW Passat; Preis: über 35.000 Euro; Marktstart: 2024. Den nächsten Passat wird es nur noch als Kombi geben. Um sich vom Golf Variant abzusetzen, wächst er vermutlich etwas in die Länge. Der zusätzliche Platz kommt Passagieren und dem Kofferraumvolumen zugute.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.3 R; Marktstart: 2024. Die R-Version des vollelektrischen ID.3 dürfte mit Allradantrieb und deutlich mehr Leistung antreten. Bis dahin muss das Problem der schrumpfenden Reichweite bei mehr Leistung gelöst werden.
Bild: B. Reichel
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VW Golf R Plus; Marktstart: 2024. VW könnte einen noch stärkeren Golf R auf den Markt bringen – das berichtet das australische Magazin "WhichCar". Schon 2015 hatte Volkswagen diese Idee mit der Studie R400 illustriert. Leistungsmäßig soll der stärkste Golf mit 408 PS gegen Konkurrenten wie Mercedes-AMG A 45 S antreten.
Bild: B. Reichel
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VW Golf 8 Facelift; Marktstart: 2024. Der Golf 8 ist bereit für ein Facelift. Der Wolfsburger wird optisch mehr in das Markendesign eingebunden. Im Innenraum wird er aufgewertet – inklusive eines neuen Infotainments.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.Buzz California; Marktstart: 2025; Preis: ab ca. 77.000 Euro. Mit dem ID.Buzz hat VW den Bulli ins Elektro-Zeitalter überführt. 2025 soll die Camping-Variante California folgen, vermutlich basierend auf der Variante mit langem Radstand. Küche und Aufstelldach gelten als gesetzt.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.2; Marktstart: Ende 2025; Preis: ab ca. 25.000 Euro. Der ID.2 soll der Einstieg in VWs E-Auto-Angebot werden – mit 450 Kilometern Reichweite und als erster MEB-VW mit Frontantrieb.
Bild: Volkswagen AG
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VW Trinity; Marktstart: nicht vor 2028. Der Trinity-Start wurde auf frühestens 2028 verschoben, vielleicht wird es auch 2030. Die Pläne zu einer Limousine sind in den Papierkorb gewandert. Einem Elektro-SUV der Oberklasse im Touareg-Format räumt VW nun mehr Erfolgschancen ein. Zwar war ein SUV von Anfang in Planung, aber erst als zweites Modell.