Abt-Audi QS7 (2016): Fahrbericht

Abt-Audi QS7 (2016): Fahrbericht

Styler mit inneren Werten

Tuner Abt pumpt den Q7 gewaltig auf. Breitbaukit, 22-Zoll-Felgen und Leistungssteigerung adeln das SUV zum QS7. AUTO BILD ist ihn gefahren!
Wer den großen Auftritt liebt, muss sich in keinen Ferrari 488 GTB zwĂ€ngen oder einen martialischen Supersportler wie dem Lamborghini Aventador in die hauseigene Einfahrt holen. Denn mit dem aufgeplusterten Audi Q7 zeigt Tuner Abt, dass auch ein SUV zum Star werden kann. Und dann muss natĂŒrlich auch ein wohlklingender Name her: "QS7" heißt der Große nach der Abt-Kur. AUTO BILD ist ihn gefahren.
Alles zur Basis: Audi Q7

Die Optik verspricht 600 PS

Der von Abt modifizierte QS7 rollt auf 22-Zöllern mit 305er-Reifen.

Wer sich fĂŒr das große Karosseriepaket entscheidet, macht das Luxus-SUV mit den vier Ringen zum Hauptdarsteller im nĂ€chsten Endzeit-Streifen. Mit dem optionalen Aeropaket Breitbau blĂ€st der AllgĂ€uer seine Backen derart dick auf, als hĂ€tte er mindestens 600 PS unter der Haube. Dabei ist die Motorisierung des Abt QS7 vergleichsweise unspektakulĂ€r. Der drei Liter große Commonrail-V6-Diesel des Audi Q7 mit seinen 272 PS und 600 Nm erstarkt durch eine geĂ€nderte Motorelektronik auf 325 PS. Nichts, was man im Alltag auf ein paar Kilometern herauskitzeln kann, denn allenfalls der Drehmomentzuwachs auf 680 Nm ist wirklich spĂŒrbar. Zudem erhöht sich die Höchstgeschwindigkeit um sechs km/h auf schnittig-sportliche 240 km/h und bei der Beschleunigung 0 auf Tempo 100 nimmt das Abt-Modell dem Serien-Q7 ebenfalls ein paar Zehntel ab.
Audis schneller Diesel-Q7: Audi SQ7 mit drei Turbos

Vorbildlich abgestimmt

Die Verarbeitung der zahlreichen Tuningkomponenten ist vorbildlich und allemal auf Werksniveau.

Trotz des mĂ€chtigen RĂ€derwerks ist die Gesamtabstimmung in Verbindung mit dem variablen Luftfederfahrwerk vorbildlich und komfortabel genug. Der Sechszylinder-Diesel verwöhnt mit echten LangstreckenqualitĂ€ten. Dabei ist er schon aufgrund der exzellent abgestimmten Achtgang-Automatik mit niedrigen Drehzahlen arbeitend immer leise und dezent im Hintergrund, wĂ€hrend der Allradantrieb keine MĂŒhe hat, die 680 Nm maximales Drehmoment auf den Asphalt zu bringen. Selbst wer flott unterwegs sein will, wird vom leicht erstarkten V6-Diesel nicht enttĂ€uscht. Er ist kraftvoll, drehfreudig und allemal sparsam. So lĂ€sst sich der Diesel-Kraftmeier im Alltag trotz seines mĂ€chtigen Gewichts von 2,1 Tonnen und mĂ€chtiger 22-Zöller mit acht Litern Diesel bewegen. Wer mit Gasfuß und Fahrprogramm zaghaft unterwegs ist, rollt sich sogar an die Sieben-Liter-Marke heran. Doch letztlich ist es die Optik, die bei dem SUV-Poser die Musik macht. Das Außendesign des ĂŒber fĂŒnf Meter langen und ausladend breiten Abt Audi QS7 ist schlicht spektakulĂ€r.

Ritt in Abts 730-PS-Kombi

Das große Abt-Paket kostet fast 30.000 Euro

Fast schon ein SchnĂ€ppchen: 2.990 Euro Aufpreis fĂŒr die Leistungssteigerung von 53 PS (zzgl. 265 Euro TÜV und Montage).

Wer sich fĂŒr einen QS7 entscheidet, fĂŒr den sind Performance und Tatendrang nachrangig, denn die Optik macht die Musik; zumindest wenn man sich fĂŒr das Breitbau-Paket entscheidet, das im unlackierten Grundpreis bereits 7560 Euro kostet. Mit Wunschlack, Spurverbreiterungen und einem stimmungsvollen 22-Zoll-Radsatz verdoppelt sich der Aufpreis nahezu. Komplett durchgestylt klettert der Preis des veredelten Q7 auf ĂŒber 90.000 Euro, wobei 62.000 Euro auf die Basis entfallen.

Autor: Stefan Grundhoff

Stichworte:

SUV

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