Assistenzsysteme im ADAC-Test
Autonomes Fahren ist noch nicht in der Gegenwart angekommen

Allen früheren Prognosen zum Trotz können unsere Autos auch 2020 noch nicht mit Autopilot fahren. Der ADAC hat die aktuellen Assistenzysteme jetzt getestet.
Bild: Toni Bader
- Stefan Grundhoff
Es ist noch nicht lange her, da überboten sich einige Autohersteller mit Ankündigungen, wann man im Straßenverkehr kaum noch selbst ins Steuer greifen muss. Insbesondere Volvo und Mercedes hatten sich vor Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Prognosen geliefert, wann die jeweils eigenen Konzernprodukte unfallfrei durch den Verkehr kommen würden. Mittlerweile sind die Traumschlösser der automobilen Realität gewichen. Große Fortschritte oder gar das autonome Fahren wird es in den nächsten Jahren nicht geben. Da ist sich auch der ADAC sicher.
Das Stuttgarter Flaggschiff kommt ohne Autopilot

Überraschend: Die S-Klasse, Königin des technisch Machbaren, verzichtet vorerst auf autonomes Fahren.
Bild: Daimler AG
Testsieger Mercedes GLE schlägt den BMW 3er

Der hat's drauf: Den Mercedes GLE bewerteten die ADAC-Tester insgesamt am besten.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Deutlicher abgeschlagen ist das bereits erwähnte Tesla Model 3, der Nissan Juke, Volvo V60, Renault Clio und Peugeot 2008. Die beiden letzten Modelle bekamen nach den Tests gerade einmal die Note ausreichend. Allen Modellen gemein war, dass diese jedoch nur als reine Autobahnassistenten eingestuft wurden. Denn auch bei Modellen wie dem Siegertrio kann man die Hände je nach Tempo und Verkehrssituation kaum mehr als 15 Sekunden vom Steuer nehmen. Von einem Fahrerassistenzsystem der Stufe drei mit realer Fahrunterstützung sind sämtliche Modelle noch weit entfernt und der Mehrwert im Alltag so überschaubar.
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