Aldi verkauft in Österreich Treibstoff am Supermarkt.

E-Auto-Ladesäulen vor Supermärkten: Aldi, Lidl, Kaufland

Hier können Sie beim Einkaufen aufladen

Vor vielen Supermärkten und Discountern kann man beim Einkauf das E-Auto laden. Lidl und Kaufland planen sogar Großes. Alle Infos zu Ladesäulen bei Handelsketten!
Die Schwarz-Gruppe denkt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur groß: Jede neu gebaute Kaufland- und Lidl-Filiale bekommt mindestens eine Ladesäule für Elektroautos. Auch bei einer Modernisierung erhält jeder Supermarkt eine Stromtankstelle. Mittelfristig soll auf jedem Parkplatz vor einer der rund 3900 Kaufland- und Lidl-Märkte in Deutschland eine E-Ladesäule stehen. An einigen Standorten werden den Plänen zufolge Turbo-Ladesäulen (High-Power-Charger) installiert. Der Strom ist zu 100 Prozent zertifizierter Strom aus erneuerbaren Energien und stammt teilweise von den Photovoltaikanlagen der Filialen.

Jeder achte öffentliche Ladepunkt im Einzelhandel

Neue Lidl-Filialen sollen in Zukunft standardmäßig mit einer Elektro-Ladestation ausgerüstet werden.

Wer sein E-Auto während des Einkaufs laden will, der kann das inzwischen in vielen Discountern, Heimwerkermärkten oder Möbelhäusern erledigen. Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland ist rund jeder achte öffentliche Ladepunkt (rund 20.000 insgesamt) auf einem Stellplatz im Einzelhandel installiert. Zum einen fördert dies das Image des betreffenden Händlers, zum anderen lockt es immer mehr Kunden an. Allerdings macht die Politik die Sache nicht immer einfacher, da nicht an jedem Standort aus baurechtlichen Gründen die Ladesäule sieben Tage pro Woche rund um die Uhr Strom anbieten darf, sondern nur zu den Öffnungszeiten. Immerhin: Auch Ikea, Aldi Süd und Rewe bieten auf ihren Parkplätzen Ladestationen an und bauen die Infrastruktur für E-Autos massiv aus. Heimwerkermärkte wie Hornbach oder Hagebau versuchen ebenfalls immer häufiger, ihren Kunden Lademöglichkeiten für E-Autos oder Hybridfahrzeuge zu bieten. AUTO BILD zeigt, wie viele Ladestationen die Handelskonzerne anbieten, wo sie zu finden sind und wie das E-Auto-Laden vor dem Supermarkt bzw. vor dem Möbelhaus funktioniert!

Elektro-Ladestationen bei Handelsketten und Baumärkten

Laden bei Kaufland

Kaufland war ein Vorreiter auf diesem Gebiet, nahm schon Anfang Februar 2019 in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) seine 100. kostenlose Schnellladestation in Betrieb. Bis Ende 2020 sollen weitere 100 folgen. Kaufland ist mit mehr als 1270 Filialen in sieben europäischen Ländern vertreten, in Deutschland gibt es gut 660 Standorte. Im Dezember 2019 verkündete die Schwarz-Gruppe, künftig alle neuen Filialen obligatorisch mit Ladestationen auszustatten und bestehende bei Modernisierungsmaßnahmen nachzurüsten. Mithilfe des Filialfinders kann man überprüfen, ob der Kaufland-Markt vor der Tür damit ausgestattet ist.
Die Stationen mit jeweils zwei Anschlüssen sind mit den drei gängigen Steckertypen Typ 2/AC 43 Kilowatt, CCS/DC 50 Kilowatt und CHAdeMO/DC 50 Kilowatt ausgestattet. Bei einer Ladeleistung von 50 Kilowatt können Kunden ihre E-Autos in 45 Minuten bis zu 80 Prozent aufladen. Die Stationen werden mit Ökostrom mit dem besonders umweltfreundlichen Label "Grüner Strom" betrieben.

Laden bei Lidl

Ende des Jahres 2019 gab es bei Lidl nach eigenen Angaben bundesweit 110 Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten für Elektroautos, weitere 130 waren im Bau. Diese Infrastruktur will das Unternehmen bis März 2020 auf 400 Stationen ausbauen. Langfristig sollen alle der rund 3200 Filialen eine Lademöglichkeit bieten. Einen Überblick über alle Stationen gibt es hier.
Lidl setzt auf einen intelligenten Mix aus AC- und DC-Ladepunkten verschiedener Leistungsklassen bis 50 Kilowatt – in Autobahnnähe kommen leistungsstarke DC-Anlagen zum Einsatz. Je nach Standort und Fahrzeugtyp können die Nutzer von E-Fahrzeugen so während eines 30-minütigen Einkaufs in der angrenzenden Lidl-Filiale die Reichweite ihres Fahrzeugs um bis zu 200 Kilometer steigern. Der Strom stammt laut Anbieter zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und ist für Kunden kostenlos.

Laden bei Aldi

Aldi Süd hat rund 80 Ladestationen eingerichtet, mit Fahrradladern sind es sogar 106. Etwas mehr als die Hälfte steht in Städten, die anderen – meist Schnelllader – an Autobahnen wie A3, A5, A6, A7 und A9. Aldi Süd bietet auch einen Überblick über die Ladestationen an. Das Laden funktioniert wahlweise mit 22 oder 50 kW, abhängig von der Ladesäule und ihrem Standort. An allen Ladestationen werden die gängigen Steckertypen (CCS, CHAdeMO, Typ 2) akzeptiert. Der Strom ist kostenlos, eine vorherige Registrierung nicht nötig. Maximal kann eine Stunde lang geladen werden.
Bei Aldi Nord gibt es bislang noch keine Lademöglichkeiten für Elektroautobesitzer.

Laden bei Metro

Die Metro AG hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 weltweit 1000 Ladepunkte zu installieren, um E-Mobilität als Alternative zu konventionellen Treibstoffen zu fördern. Ende Dezember 2019 waren 455 Ladepunkte in 13 Ländern installiert, 130 davon in Deutschland. Ladepunkte finden sich u.a. auf den Parkplätzen der Metro-Märkte in Hamburg-Harburg (3), Düsseldorf (4), Koblenz (3), Mainz Kastell (3) und Rödelheim (2).
Im Juni 2019 nahm die Großhandelskette auf ihrem Düsseldorfer Unternehmenscampus zudem 62 weitere Ladepunkte in Betrieb. Kunden, Mitarbeiter und Dienstwagennutzer können seither ihre E-Fahrzeuge nun an insgesamt 80 Ladesäulen kostenlos aufladen.

Laden bei Ikea

Ikea hat mittlerweile alle 53 Filialen in Deutschland mit Ladesäulen ausgestattet. 113 Ladesäulen bietet das Unternehmen insgesamt an. 45.000 E-Autos können nach Angaben von Ikea hier pro Monat bei voller Auslastung geladen werden. Hier gibt es sämtliche Stationen im Überblick.
An allen Standorten sind Typ-2-Dosen mit 22 kW, CHAdeMo mit 20 kW und Combo Typ 2 EU mit 20 kW zu finden. In der Regel finden sich die Ladestationen direkt vor dem Haupteingang.

Laden bei Rewe

Die Rewe-Group stattet die Parkplätze neuer Green Buildings (Märkte mit energieeffizienten Technologien und dem Einsatz regenerativer Energien) mit Stromtankstellen aus und hat derzeit (Ende 2019) an mehr als 130 Märkten in Deutschland und Österreich eine Ladestation. Eine Übersicht finden Sie hier. Mithilfe externer Partner wie Automobilhersteller, Energieversorger und Providern soll bei entsprechender Nachfrage und an geeigneten Standorten das Angebot weiter ausgebaut werden.

Laden bei Hagebau

Hagebau macht mit Energie Baden-Württemberg (EnBW), einem der größten Stromkonzerne Deutschlands, gemeinsame Sache. Auch diese beiden Partner planen die bundesweite Einrichtung von 100 Schnellladern an Hagebaumärkten und Werkers-Welt-Standorten bis Mitte 2020. Der erste wurde im August 2019 in Dorsten (Münsterland) in Betrieb genommen, Ende Dezember 2019 waren nach Angaben eines EnBW-Sprechers 16 Hagebau-Standorte ausgestattet. Auch mit Euronics kooperiert EnBW beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur. Bei der Elektrogeräte-Genossenschaft sind 21 Filialen mit Schnellladern ausgestattet, 50 sollen es bis Mitt 2020 werden.

Laden bei Hornbach

Hornbach hat den Aufbau einer landesweiten Ladeinfrastruktur im Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Pfalzwerke angekündigt. Installiert werden sollen bis zu 100 Schnellladesäulen an Garten- und Baumärkten in ganz Deutschland mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Damit sollen sich bis zu 100 Kilometer Reichweite in 20 Minuten laden lassen. Den Anfang machten eine Schnell- und eine Normalladesäule am Stammsitz im pfälzischen Bornheim. Mittlerweile sind auch in Halle (Saale), Karlsruhe-Hagsfeld, Wiesbaden, Saarbrücken, Mainz-Bretzenheim, Koblenz und Wilhelmshaven Säulen in Betrieb. Bis Mitte 2020 sind neun weitere geplant oder bereits errichtet.
Die Schnellladesäule ist ein Triplecharger, d.h. ein Ladepunkt verfügt über den Steckertyp Typ 2 mit bis zu 43 kW AC, der zweite hat den europäischen Standard CCS (Combined Charging System) und der dritte ChaDeMo (Charge De Move, japanischer Standard) mit jeweils bis zu 50 kW DC. Zudem gibt es eine Normalladesäule mit zwei Typ 2-Ladepunkten à 22 kW AC. Die Nutzer können sich über eine Ladekarte, eine Lade-App, PayPal oder ein bei Schnellladesäulen integriertes Bezahlterminal für Girocard und Kreditkarten anmelden.

Stichworte:

Stromtankstelle

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