McDonald’s installiert bis 2025 an über 1000 deutschen Standorten Schnellladesäulen - E-Ladesäule

Ladesäulen vor Restaurants und Supermärkten: Aldi, Lidl, Kaufland, Ikea, McDonald's

Hier können Sie beim Einkaufen oder Essen Ihr E-Auto aufladen

Vor vielen Supermärkten, Geschäften und Schnellrestaurants kann man beim Einkauf oder Essen das E-Auto laden. Alle Infos zu Ladesäulen bei Handelsketten!
Drinnen Burger essen, draußen grünen Strom tanken: Das will die Schnellrestaurantkette McDonald's Kunden an allen McDrive-Filialen ermöglichen. Bis 2025 sollen dafür an mehr als 1000 Standorten bundesweit von Partner EWE Go Schnellladesäulen mit reinem Ökostrom installiert werden. Derzeit sind es gut 40 Ladestationen für E-Autos. Auch die Schwarz-Gruppe denkt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur groß: Jede neu gebaute Kaufland- und Lidl-Filiale bekommt mindestens eine Ladesäule für Elektroautos. Bei einer Modernisierung erhält ebenfalls jeder Supermarkt eine Stromtankstelle. Mittelfristig soll auf jedem Parkplatz vor einem Kaufland- und Lidl-Markt in Deutschland eine E-Ladesäule stehen.

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Auch Ikea, Aldi Süd und Rewe bieten auf ihren Parkplätzen Ladestationen an und bauen die Infrastruktur für E-Autos massiv aus. Heimwerkermärkte wie Hornbach oder Hagebau versuchen ebenfalls immer häufiger, ihren Kunden Lademöglichkeiten für E-Autos oder Hybridfahrzeuge zu bieten.

Imageförderung, aber auch öffentlicher Druck

Neue Lidl-Filialen sollen in Zukunft standardmäßig mit einer Elektro-Ladestation ausgerüstet werden.

©Lidl

Wer sein E-Auto während des Einkaufs laden will, der kann das inzwischen vor vielen Supermärkten, Discountern, Baumärkten oder Möbelhäusern erledigen. Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland war 2019 rund jeder achte öffentliche Ladepunkt auf einem Stellplatz im Einzelhandel installiert. Zum einen fördert dies das Image des betreffenden Händlers, zum anderen lockt es immer mehr Kunden an. Forciert wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Handel durch das im März 2020 vom Bundeskabinett beschlossene Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz, wonach ab 2025 alle Nicht-Wohngebäude mit mehr als 20 Fahrzeug-Stellplätzen mit mindestens einem Ladepunkt ausgestattet werden müssen. Für Neubauten gelten noch höhere Anforderungen. AUTO BILD zeigt, wie viele Ladestationen die Handelskonzerne anbieten, wo sie zu finden sind und wie das E-Auto-Laden beim Einkaufen oder Essen funktioniert!

Elektro-Ladestationen bei Handelsketten und Baumärkten

Laden vor Supermärkten

Kaufland war ein Vorreiter auf diesem Gebiet, nahm schon Anfang Februar 2019 in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) seine 100. kostenlose Schnellladestation in Betrieb. Die Schwarz-Gruppe will künftig alle neuen Filialen obligatorisch mit Ladestationen ausstatten und bestehende bei Modernisierungsmaßnahmen nachrüsten. Kaufland ist mit mehr als 1300 Filialen in Europa vertreten, in Deutschland gibt es rund 670 Standorte, davon 126 mit kostenloser Lademöglichkeit (Stand: August 2020). Mithilfe des Filialfinders kann man überprüfen, ob der Kaufland-Markt vor der Tür damit ausgestattet ist.
Die Stationen mit jeweils zwei Anschlüssen sind mit den drei gängigen Steckertypen Typ 2/AC 43 Kilowatt, CCS/DC 50 Kilowatt und CHAdeMO/DC 50 Kilowatt ausgestattet. Bei einer Ladeleistung von 50 Kilowatt können Kunden ihre E-Autos in 45 Minuten bis zu 80 Prozent aufladen. Die Stationen werden mit Ökostrom mit dem besonders umweltfreundlichen Label "Grüner Strom" betrieben.
Die Rewe-Group stattet die Parkplätze neuer Green Buildings (Märkte mit energieeffizienten Technologien und dem Einsatz regenerativer Energien) mit Stromtankstellen aus. Derzeit gibt es 90 Ladepunkte an 50 Standorten, 2021 sollen weitere hinzukommen. Mitte Dezember 2020 wurde in Gießen die erste Schnellladestation auf einem Rewe-Gelände in Kooperation mit dem niederländischen Unternehmen Fastned eingeweiht. Es gibt acht Ladeplätze mit je einer 50-kW-Ladesäule mit einem CCS- sowie einen CHAdeMO-Anschluss. Die Plätze sind rund um die Uhr zu erreichen, der angebotene Ökostrom ist jedoch kostenpflichtig. Auch Edeka und Globus bieten an ausgewählten Standorten während der Öffnungszeiten kostenlose Ladesäulen mit Ökostrom an, vereinzelt auch Famila, Sky und Norma.

Laden vor Discountern

Aldi Süd wollte bis Ende 2020 rund 200 Ladestationen mit mindestens zwei Ladepunkten einrichten, teilweise gespeist mit Sonnenenergie aus Fotovoltaikanlagen oder mit Grünstrom aus Wasserkraft. Insgesamt sollen es mal 1500 sein. Viele davon stehen in Städten, die anderen – meist Schnelllader (mit bis zu 150 kW Ladeleistung) – an Autobahnen wie A3, A5, A6, A7 und A9. Aldi Süd bietet auch einen Überblick über die Ladestationen an. Das Laden funktioniert meist mit 22 kW, abhängig von der Ladesäule und ihrem Standort. An allen Ladestationen werden die gängigen Steckertypen (CCS, CHAdeMO, Typ 2) akzeptiert. Der Strom ist kostenlos, was allerdings wohl nicht ewig bleiben soll. Eine vorherige Registrierung ist nicht nötig. Maximal kann eine Stunde lang geladen werden.
Bei Aldi Nord gibt es bislang nur Pläne für einen kundenorientierten Aufbau von Lademöglichkeiten.
Lidl betrieb Anfang Oktober 2020 an rund 270 Standorten eine Ladesäule, darunter ganz neu zwei Supercharger (75 und 150 kW) in Berlin. Dies ist nach Unternehmensangaben das "größte E-Ladenetz im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland". Rund 130 Ladesäulen seien im Bau und bis Ende Februar 2021 betriebsfertig. Langfristig sollen alle der rund 3200 Filialen eine Lademöglichkeit bieten. Einen Überblick über alle Stationen gibt es hier.
Lidl setzt auf einen intelligenten Mix aus AC- und DC-Ladepunkten verschiedener Leistungsklassen bis 50 Kilowatt – in Autobahnnähe kommen leistungsstarke DC-Anlagen zum Einsatz. Je nach Standort und Fahrzeugtyp können die Nutzer von E-Fahrzeugen so während eines 30-minütigen Einkaufs in der angrenzenden Lidl-Filiale die Reichweite ihres Fahrzeugs um bis zu 200 Kilometer steigern. Der Strom stammt laut Anbieter zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und ist für Kunden kostenlos.

Laden vor Großhändlern

Die Metro AG hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 weltweit 1000 Ladepunkte zu installieren, um E-Mobilität als Alternative zu konventionellen Treibstoffen zu fördern. Ende Dezember 2019 waren 455 Ladepunkte in 13 Ländern installiert, 130 davon in Deutschland. Ladepunkte finden sich u. a. auf den Parkplätzen der Metro-Märkte in Hamburg-Harburg (3), Düsseldorf (4), Koblenz (3), Mainz Kastell (3) und Rödelheim (2).
Im Juni 2019 nahm die Großhandelskette auf ihrem Düsseldorfer Unternehmenscampus zudem 62 weitere Ladepunkte in Betrieb. Kunden, Mitarbeiter und Dienstwagennutzer können seither ihre E-Fahrzeuge nun an insgesamt 80 Ladesäulen kostenlos aufladen.

Laden vor Möbelhäusern

Ikea hat mittlerweile alle 53 Filialen in Deutschland mit Ladesäulen ausgestattet. 113 Ladesäulen bietet das Unternehmen insgesamt an. 45.000 E-Autos können nach Angaben von Ikea hier pro Monat bei voller Auslastung geladen werden. Hier gibt es sämtliche Stationen im Überblick.
An allen Standorten sind Typ-2-Dosen mit 22 kW, CHAdeMo mit 20 kW und Combo Typ 2 EU mit 20 kW zu finden. In der Regel finden sich die Ladestationen direkt vor dem Haupteingang.

Laden vor Baumärkten

Hagebau macht mit Energie Baden-Württemberg (EnBW), einem der größten Stromkonzerne Deutschlands, gemeinsame Sache. Auch diese beiden Partner planen die bundesweite Einrichtung von 100 Schnellladern an Hagebaumärkten und Werkers-Welt-Standorten. Der erste wurde im August 2019 in Dorsten (Münsterland) in Betrieb genommen, Ende Dezember 2019 waren nach Angaben eines EnBW-Sprechers 16 Hagebau-Standorte ausgestattet. Auch mit toom kooperiert EnBW beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur. In einem ersten Schritt sollen 30 von rund 330 deutschen Standorten mit High Performance Chargern (HPC) ausgestattet werden, wo mit bis zu 300 kW Ladeleistung Ökostrom getankt werden kann. Beim toom-Konkurrenten Hellweg sollen sogar an 80 Bau- und Gartenmärkten Ultraschnellladestationen errichtet werden.
Hornbach hat den Aufbau einer landesweiten Ladeinfrastruktur im Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Pfalzwerke angekündigt. Installiert werden sollen bis zu 100 Schnellladesäulen an Garten- und Baumärkten in ganz Deutschland mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Damit sollen sich bis zu 100 Kilometer Reichweite in 20 Minuten laden lassen. Den Anfang machten eine Schnell- und eine Normalladesäule am Stammsitz im pfälzischen Bornheim. Mittlerweile sind auch in Halle (Saale), Karlsruhe-Hagsfeld, Wiesbaden, Saarbrücken, Mainz-Bretzenheim, Koblenz und Wilhelmshaven Säulen in Betrieb.
Die Schnellladesäule ist ein Triplecharger, d. h. ein Ladepunkt verfügt über den Steckertyp Typ 2 mit bis zu 43 kW AC, der zweite hat den europäischen Standard CCS (Combined Charging System) und der dritte ChaDeMo (Charge De Move, japanischer Standard) mit jeweils bis zu 50 kW DC. Zudem gibt es eine Normalladesäule mit zwei Typ 2-Ladepunkten à 22 kW AC. Die Nutzer können sich über eine Ladekarte, eine Lade-App, PayPal oder ein bei Schnellladesäulen integriertes Bezahlterminal für Girocard und Kreditkarten anmelden.

Laden vor Drogeriemärkten

Auch bei der Drogeriekette dm hat EnBW seine Kabel im Spiel. Bis Ende des Jahres 2021 sollen Kunden an 50 Standorten an High Power Chargern (HPC) laden können, sofern ihr Elektroauto das zulässt.

Laden vor Schnellrestaurants

McDonald's will bis 2025 Kunden an mehr als 1000 McDrive-Standorten die Möglichkeit geben, ihr Elektroauto während des Besuchs mit Ökostrom zu laden. Die Schnellrestaurantkette stellt den Platz bereit, Partner EWE Go ist für den Aufbau und den Betrieb der Ladesäulen zuständig. Derzeit gibt es an gut 40 McDonald's-Restaurants High-Power-Charger mit einer Ladeleistung von jeweils bis zu 150 kW. Im Jahr 2021 sollen rund 200 Ladesäulen hinzukommen, ab 2022 jährlich 250.
Burger King arbeitet mit dem Nachhaltigkeitsinvestor Cut Power und dem Energieversorger EnBW an einem modernen Stromtankstellennetz auf seinen Parkplätzen. An jedem Restaurant soll es eine Ladestation mit jeweils zwei Ladepunkten geben, die bei entsprechender Vorrichtung am E-Auto das Laden mit 50 bis 150 kW, also bis zu 200 Kilometer in 30 Minuten, ermöglichen.

Fotos: McDonald’s

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Stromtankstelle

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