Mazda fährt mit seinem neuen Topmodell CX-9 in die Premium-Liga – zumindest auf dem US-Markt. Der Fahrbericht zeigt: Das SUV hat auch gute Chancen in Europa!
Stefan Grundhoff
Video: Mazda CX-9 (LA 2015)
Das japanische Crossover-SUV
Auf dem US-Markt ist der Mazda CX-9 seit fast zehn Jahren ein alter Bekannter. Die ab Juli 2016 erhältliche Neuauflage hat bei ähnlichen Dimensionen (5,07 Meter lang) um bis zu 130 Kilogramm abgespeckt. Die größte Gewichtsersparnis geht dabei auf den optionalen Allradantrieb, der nur noch 54 Kilo mehr als der Fronttriebler wiegt (bisher 80 kg) sowie auf den obligatorischen Vierzylinder-Turbomotor, der den bisherigen 3,7-Liter-V6 aus dem Hause Ford ersetzt. Der 2,5 Liter große Vierzylinder leistet dank bis zu 1,2 Bar Turboaufladung 250 PS und ein stimmungsvolles Drehmoment von 420 Nm, das bei niedrigen 2000 Umdrehungen anliegt.
Die Gewichtsersparnis sorgt für ein deutlich leichtfüßigeres Fortkommen. Insbesondere beim Ansprechverhalten kann der neue Turbomotor überzeugen, der aus niedrigeren Drehzahlen ebenso unspektakulär wie kraftvoll nach oben dreht und den knapp 1,9 Tonnen schweren Allradler engagiert beschleunigt. Die Motorleistung wird über eine gut abgestufte Sechsgang-Automatik an die beiden Antriebsachsen übertragen. Im Normalbetrieb wird ausschließlich die Vorderachse mit Motorleistung versorgt. Melden die Sensoren ein durchdrehendes Rad, werden bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse übertragen. Mazda verspricht für die Allradler einen Normverbrauch von knapp neun Litern Benzin auf 100 Kilometer.
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Mazda CX-9 (LA 2015): Vorstellung
Der CX-9 ist sehr amerikanisch: komfortabel und recht weich
Die Formensprache wirkt trotz der Größe des CX-9 noch verhältnismäßig sportlich.
Bild: Werk
Konzipiert wurde der Mazda CX-9 in vorrangig für den US-Markt – und das merkt man seiner komfortablen Gesamtabstimmung auch an. 80 Prozent der jährlich geplanten 50.000 Fahrzeuge sollen in den Vereinigten Staaten verkauft werden. Federn und Dämpfer sind deutlich weicher ausgelegt, als man es von europäischen Mazda-Modellen kennt. Das gilt insbesondere auch für Lenkung und Bremsen. Wenn es ab 2017 mit einem etwaigen Dieselmotor gegebenenfalls auch einen Marktstart in europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz geben sollte, dürfte hier entsprechend nachjustiert werden. "Der Mazda CX-9 ist ein hochinteressantes Auto, um das Mazda-Angebot in Deutschland zu erweitern, sowohl um sich weitere Zielgruppen zu erschließen als auch die Marke zu stärken", sagt Mazda-Geschäftsführer Bernhard Kaplan. "Im Moment sind die Chancen für eine kurzfristige Einführung auf dem deutschen Markt gering, aber wir arbeiten weiter daran und diskutieren intern mögliche Lösungen."
Modernes, schnörkelloses und edel wirkendes Cockpit. Das sieht fast nach Oberklasse aus.
Bild: Werk
Der aufgeladene Vierzylinder-Direkteinspritzer ist neben dem sehenswerten Design nicht der einzig nennenswerte Unterschied des Neulings zu seinem Vorgänger. Ebenso wie das Außendesign hat gerade der Innenraum einen Sprung in ein neues Mazda-Zeitalter gemacht. Griffiges Leder, wertige Bedienmodule und echte Hölzer verbreiten ein edles Ambiente und lassen die Premiumkonkurrenz erstmals ernsthaft nach Hiroshima blicken. Der CX-9 ist dabei der erste Mazda, der über ein echtes Head-up-Display verfügt und die wenig gelungene Variante mit der herausfahrbaren Plastikscheibe vergessen macht. Hier werden Informationen wie Geschwindigkeit, Tempolimit oder Routenführung direkt ins Blickfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe projiziert. Für Sicherheit sorgen technische Features wie Abstandstempomat, Spurhalte- und Totwinkelassistent. Angenehm: die gute Geräuschdämmung – auch dank des serienmäßigen Dämmglases. Akustisch bietet der 2,5 Liter große Vierzylinder jedoch ohnehin wenig Hörbares.
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Neue SUVs: Kompaktklasse (2020, 2021 und 2022)
Sieben Sitzplätze, über 2000 Liter Ladevolumen
Die zwei hinteren Sitzreihen klappen in den Fahrzeugboden, sodass eine Ebene entsteht.
Bild: Werk
Das Platzangebot im Mazda CX-9 überzeugt. Wie in der amerikanischen Fünf-Meter-Plus-Liga üblich, kommt das große SUV optional mit drei Sitzreihen. Vorne und im Fond sitzt es sich auch auf längeren Strecken bequem, obwohl die Sitze über mehr Oberschenkelauflage und einen größeren Verstellbereich verfügen könnten. Der Beifahrersitz lässt sich in der Höhe überhaupt nicht anpassen. Aus dem ebenen Ladeboden lassen sich zwei weitere Notsitze ausklappen, wo zumindest Kinder eine ausreichend dimensionierte Sitzgelegenheit finden. Werden alle fünf Fondsitze umgelegt, vergrößert sich das Ladevolumen von 407 auf 2016 Liter. Serienmäßig sind neben einem kompletten Sicherheitspaket, Notbremsassistent oder schlüssellosem Zugang unter anderem LED-Scheinwerfer und ein Achtzoll-Touchscreen inklusive Navigationssystem und Musikdiensten an Bord. Optional gibt es je nach Ausstattungsvariante (Sport, Touring, Grand Touring, Signature) beheizte Nappaledersitze, 20-Zoll-Alufelgen, Bose-Sound, eine elektrische Heckklappe oder das farbige Head-up-Display.
Marktstart ist im Juli 2016
Im Juli 2016 kommt der Mazda CX-9 als neues Aushängeschild der Japaner erst einmal in Nordamerika auf den Markt. Die mäßig ausgestattete Basisversion Sport mit Frontantrieb startet bei mindestens 31.520 Dollar (ca. 28.000 Euro). In Europa dürfte wohl nur der komplett ausgestattete Mazda CX-9 Signature AWD eine Chance haben, er kostet mindestens 44.015 Dollar (39.200 Euro). Die Chancen auf einen Import nach Europa stehen insbesondere dann nicht schlecht, wenn die Japaner ihren 2,2-Liter-Commonrail-Diesel erstarken lassen. Der Vierzylinder leistet im Mazda 6 aktuell 175 PS. Vom Vorgänger des CX-9 wurde eine Kleinserie von jeweils 100 Fahrzeugen in Deutschland und der Schweiz angeboten – die waren im Nu vergriffen. Wenn das keine guten Vorzeichen sind.
Mazda CX-9 (LA 2015): Vorstellung
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Neun Jahre nach der Präsentation des ersten CX-9 bringt Mazda den Nachfolger. Das japanische Crossover-SUV steht auf der Detroit Auto Show (NAIAS, 11. bis 24. Januar 2016). Ursprünglich hieß es, das große SUV würde nicht nach Europa kommen – doch nun ...
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... mehren sich die Gerüchte, dass Mazda den CX-9 vielleicht doch zu uns bringen könnte. Ab Frühjahr 2016 rollt der CX-9 mit einem gänzlich neu entwickelten Skyactiv-G 2,5-Liter-Turbo zu den amerikanischen Händlern. Er leistet ...
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... 253 PS und 420 Nm maximales Drehmoment. Die Kraft wird wahlweise an die Vorderräder oder an alle vier Räder abgegeben, denn optional gibt es ...
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... den 5,07 Meter langen CX-9 auch mit Allradantrieb. Trotz der üppigen Ausmaße ist der Neue minimal kürzer als der erste CX-9 (5,08 Meter), hat aber gleichzeitig einen längeren Radstand spendiert bekommen, ...
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... der den Fond-Passagieren zugute kommt. Durch Leichtbau soll der neue CX-9 90 Kilogramm weniger auf die Waage bringen als sein Vorgänger. Optisch folgt das Crossover-SUV dem Mazda-typischen Kodo-Design und wirkt bullig.
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Die Front wird von einem riesigen Kühlergrill geprägt, ...
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... der von schmalen LED-Scheinwerfern eingerahmt ist. Die Kunden können ...
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... zwischen 18- und 20-Zoll-Felgen wählen. Im Interieur ...
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... finden bis zu sieben Personen auf drei Sitzreihen Platz. Mazda spielt mit den Formen und Bedienelementen, die wir aus dem CX-5 kennen. Das Cockpit ist ...
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... mit edlen Materialien ausgestattet und bekommt einen neuen wahlweise sieben oder acht Zoll großen Touchscreen-Monitor, ...
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... über den das gesamte Infotainment gesteuert wird. Für den richtigen Klang im Innenraum sorgt ein Bose-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern. Mazda hat beim neuen CX-9 ...
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... Hunderte aktuelle Mazda-Fahrerinnen und -Fahrer befragt und so in die Entwicklung des neuen Crossover-SUVs einbezogen.
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Beim Preis bleiben die Japaner eine ganze Klasse unter dem Niveau vergleichbarer deutscher Premiumkollegen. Nicht viel mehr als 35.000 Dollar (32.000 Euro) dürfte der CX-9 bei seinem Serienstart kosten.
Neue SUVs: Kompaktklasse (2020, 2021 und 2022)
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AUTO BILD zeigt die Kompakt-SUV Neuheiten bis 2022. Los geht es mit dem Skoda Kamiq Scoutline; Preis: ab ca. 19.000 Euro; Marktstart: Juli 2020. Jetzt bekommt auch der Kamiq die bei Skoda-Kunden beliebte Scoutline spendiert. Das robuste Optikpaket baut auf der Ausstattung "Ambition" auf und bringt neben Radhausverbreiterungen aus Kunststoff auch silberne Verkleidungen an das SUV.
Bild: Skoda
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VW Tiguan Facelift; Marktstart: Ende 2020.Optisch passt VW vor allem die Front dem aktuellen Markengesicht an. Unter der Haube werden Motoren aus dem Golf eingesetzt: 1,5-Liter-Benziner und Zweiliter-Diesel. Auch Mild- und Plug-in-Hybride sollten beim Tiguan in der Preisliste zu finden sein.
Bild: Bernhard Reichel
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Cupra Formentor; Marktstart: 2020. Der Formentor wird das erste eigenständige Auto der Seat-Tochter. Er wird in zwei Leistungsstufen angeboten. Einmal als 245 PS starker Plug-in-Hybrid und als 310 PS starker Benziner.
Bild: Seat
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Nissan Qashqai; Marktstart: 2020. Die dritte Generation des Kompakt-SUVs tritt wahrscheinlich optisch nur leicht verändert auf. Deutlich größere Veränderungen wird es beim Antriebsstrang geben: Die Japaner planen erstmals zwei Hybride. Eine Plug-in-Version kommt mit Technik vom Allianzpartner Mitsubishi.
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Lynk & Co 02; Marktstart: 2020. Das Kompakt-SUV 02 soll in Europa (Gent) produziert werden. Mit einer Länge von 4,45 Metern und 1,89 Meter Breite ist der Lynk & Co minimal größer als der schwedische Plattformbruder XC40.
Bild: Lynk & Co
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Audi Q4 e-tron; Marktstart: Ende 2020. Der Q4 e-tron soll neben e-tron und e-tron GT die dritte reinelektrische Modellreihe von Audi werden. Das SUV besitzt zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 225 kW (306 PS) und eine Reichweite von mindestens 450 Kilometern.
Bild: Audi AG
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BMW X1; Marktstart: 2021. Optisch orientiert sich der X1 der dritten Generation an seinen größeren SUV-Brüdern X3 und X5, Platzangebot und Außenabmessungen wachsen allerdings nur im Millimeterbereich. Ganz neu ist die Gestaltung des Innenraums. Technisch gleicht der X1 jedoch dem 1er.
Bild: Larson
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Hyundai Kona N; Preis: ab ca. 32.500 Euro; Marktstart: 2021. Standesgemäß wird der N optisch brachialer auftreten als die zahmeren Kona-Varianten. Die N-typischen 19-Zöller stammen vom i30 N. Auch dessen zwei Liter großer Turbo-Vierzylinder könnte seinen Weg in das SUV finden und dort sein 275 PS leisten.
Bild: Bernhard Reichel
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VW Nivus; Marktstart: 2022.Das neue Crossover-Modell wird trotz der technischen Verwandtschaft mit dem T-Cross optisch sehr eigenständig auftreten. Der Nivus wird in Brasilien entwickelt und auch dort gebaut. Es soll aber später weltweit verkauft werden. Die Exemplare für die europäischen Kunden werden wohl ab Ende 2021 innerhalb der EU vom Band laufen.