Sicherheit durch Fahrzeugdaten
Mercedes merkt sich Schlaglöcher

Moderne Autos verfügen über leistungsstarke Sensoren. Diese können auch der Verbesserung von Sicherheit und Infrastruktur dienen, wie zwei spannende Projekte von Mercedes zeigen!
Bild: Mercedes-Benz AG – Communicati
- Raphael Schuderer
Schlaglöcher, verwirrende Verkehrsschilder – täglich kämpfen Millionen Autofahrer mit maroder Infrastruktur. Jetzt zeigt Mercedes, wie es besser gehen könnte: Mit intelligenter Datennutzung will der Autobauer das Infrastrukturmanagement revolutionieren und dadurch die Straßen für alle sicherer machen!
Die Idee: Moderne Mercedes-Modelle sind mit leistungsstarken Sensoren ausgestattet, die jederzeit Straßenverhältnisse und Umgebungsinformationen erfassen. Mercedes-Fahrer können diese Daten freiwillig zur Verfügung stellen – selbstverständlich anonymisiert. So lassen sich Straßenschäden früher erkennen, unklare Beschilderungen identifizieren und Instandhaltungsmaßnahmen gezielter planen.
Baden-Württemberg baut digitales Verkehrszeichenverzeichnis auf
In Baden-Württemberg läuft bereits ein Pilotprojekt: Das Verkehrsministerium nutzt die anonymisierten Fahrzeugdaten von Mercedes, um einen digitalen Grundbestand für das Verkehrszeichenkataster aufzubauen. Unter einem Kataster versteht man ein ausführliches Verzeichnis mit Lagedaten und weiteren Informationen. Erstmals werden so amtliche Verkehrszeichen auf allen Straßen einheitlich erfasst, gepflegt und ausgewertet.
Der Vorteil: Behörden müssen Straßen seltener selbst ablaufen und Schilder manuell erfassen. Das Verkehrszeichenkataster stellt die Daten für Mobilitätsdienste, Forschung und intelligente Verkehrssteuerung zur Verfügung.
Mercedes scannt Straßen in den Niederlanden
Auch in den Niederlanden setzt man auf die Technologie aus Stuttgart. Im Rahmen des niederländischen Road-Monitor-Programms wurde Mercedes erneut als Innovationspartner für die nächste Phase von 2026 bis 2029 ausgewählt. Bereits in der ersten Projektphase hatte sich die Wirksamkeit von Fahrzeugdaten bewährt.
Mercedes-Benz arbeitet eng mit nationalen Partnern zusammen, darunter das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft und das Nationale Straßenverkehrsdatenportal der Niederlande. Gemeinsam identifizieren sie Infrastrukturschäden, Unfallschwerpunkte und beschädigte Fahrbahnen.
130.000 Kilometer Straßennetz werden überwacht
Die Daten helfen den Behörden auf einem Straßennetz von etwa 130.000 Kilometern, Reparaturen und Winterdienste besser zu planen. Michael Drzymala, Chef der Mercedes-Benz Connectivity Services: "Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie anonymisierte Fahrzeugsignale einen konkreten Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Im Austausch mit öffentlichen Institutionen und in internationalen Programmen schaffen wir einen wichtigen Baustein dafür, Straßeninfrastruktur intelligenter, sicherer und effizienter zu planen und zu betreiben."
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