Subaru XV (2017): Alle Infos, Preise und Test

Subaru XV (2017): Alle Infos, Preise und Test

Neuer XV: eigenstÀndig unterm Blech

Die zweite Generation des Subaru XV steht auf einer eigenen Plattform. Es bleibt beim Boxermotor und Allradantrieb. AUTO BILD ist den XV gefahren!
➀ Vorstellung: Neue Plattform fĂŒr den XV
➀ Interieur: Das Cockpit ist funktional
➀ Fahren: Durchzugsstark und gelĂ€ndetauglich (UPDATE!)
➀ Ausstattung: Umfangreiche Serienaustattung (UPDATE!)
➀ Motoren und Preise: Kein Diesel mehr im Angebot (UPDATE!)
➀ Gebrauchtwagen: Subaru XV fĂŒr 14.000 Euro

Vorstellung: Neue Plattform fĂŒr den XV

Die neue Plattform macht den XV 70 bis zu 100 Prozent steifer, gleichzeitig sinkt der Schwerpunkt.

Subaru hat im November 2017 die zweite Generation des XV auf den Markt gebracht. Das SUV hat nun eine eigene Plattform, die "Subaru Global Plattform", bisher basierte das Auto auf der vierten Generation des Impreza. Der neue XV soll mehr Spaß machen als der VorgĂ€nger und sicherer sein. Dazu hat Subaru an gleich drei Schrauben gedreht: Es gibt eine neue Fahrzeugarchitektur, die Steifigkeit der Karosserie wurde verbessert, und es gibt es auch mehr Assistenten. Die neue Plattform macht den XV 70 bis hundert Prozent steifer, gleichzeitig sinkt der Schwerpunkt. ZusĂ€tzlich verbinden stĂ€rkere Gelenke die Bauteile. Lenkung- und PedalrĂŒckmeldung, Vibrationen und GerĂ€uschentwicklung haben die Subaru-Ingenieure ebenfalls ĂŒberarbeitet. Die Bodenfreiheit bleibt mit 220 Millimeter gleich. Das SUV hat serienmĂ€ĂŸig das sogenannte Eyesight-Assistenzsystem an Bord. Dazu gehören ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, Spurhalteassistent sowie Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. NatĂŒrlich kommt auch der neue XV mit den typischen Subaru-Attributen, Boxermotor und Allradantrieb. Neu ist die elektronische Parkbremse.

Interieur: Das Cockpit ist funktional

Warum der Hebelzug fĂŒr den Tankdeckel in einer Kuhle liegt, die magisch Dreck anzieht, ist schwer verstĂ€ndlich.

Der Innenraum des Japan-SUVs gibt keine RĂ€tsel auf: zentraler, hoch auf dem ArmeturentrĂ€ger sitzender Bildschirm, logisch angeordnete Knöpfe und Schalter. Die Materialien sind hĂŒbsch gemacht, orangefarbene ZiernĂ€hte peppen die Anmutung noch auf. Die Zierleisten in den TĂŒrtafeln weisen vorne und hinten jeweils eine andere Optik auf. Die RĂŒckbank klappt klassisch im VerhĂ€ltnis 60:40. Bei den Kunststoffen beispielsweise im inneren Heckklappengriff könnte Subaru aber mehr MĂŒhe (und besseres Material) investieren, hier ist die Anmutung etwas instabil. Und das bei einem Auto, das mĂŒhelos durchs GelĂ€nde fahren soll!

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Fahren: Durchzugsstark und gelÀndetauglich (UPDATE!)

Beim Anfahren heult der Motor kurz auf, hat dann aber einen guten Durchzug.

Insbesondere die stĂ€rkere Variante mit 156 PS ĂŒberrascht mit einem krĂ€ftigen Durchzugsvermögen und wirkt mit dem CVT-Automatikgetriebe von Anfang an temperamentvoll. Beim Anfahren und unter Last heult der Motor zwar etwas auf, entwickelt dann aber schnell Kraft. Die Verbesserungen an Karosseriesteifigkeit und an der Lenkung zeigen im direkten Vergleich mit dem VorgĂ€nger deutlich Wirkung: Der XV neigt sich in Kurven weniger, ist insgesamt spurstabiler und reagiert deutlich direkter auf Lenkmanöver – auch wenn aus ihm niemals ein wirklicher Dynamiker wird. Das muss er auch nicht. Seine große StĂ€rke, die ihn von der Konkurrenz abhebt, liegt nĂ€mlich woanders: im GelĂ€nde. Dank sehr ordentlichen 22 Zentimetern Bodenfreiheit, permanentem Allradantrieb und dem im XV neuen GelĂ€ndeprogramm "X-Mode" boxt sich das SUV den Weg frei, kraxelt auch schon mal ĂŒber Waldwege oder steilere HĂ€nge. Die Kraftverteilung von 60:40 auf Vorder- und Hinterachse hilft dabei genauso wie etwa der Bergabfahrassistent.  Auch wenn es wohl kaum ein Besitzer wirklich oft abseits der Straßen ausnutzen wird – gut zu wissen, dass es geht.

Ausstattung: Umfangreiche Serienaustattung (UPDATE!)

FĂŒr den XV bietet Subaru neu gestaltete Alufelgen und zwei neue Lackfarben: "Cool Gray Khaki" und "Sunshine Orange". Die Serienausstattung ist umfangreich: Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Sitzheizung, Radio mit Apple Carplay und Android Auto sowie das "Eyesight" genannte kamerabasierte Assistenzsystem. Damit hĂ€lt der XV bei eingeschaltetem Tempomat automatisch Abstand zum Vordermann, bremst im Notfall und hilft beim Spurhalten. Praktisch fĂŒr TrĂ€umer: FĂ€hrt der Vordermann an der Ampel wieder los, gibt das System einen dezenten Erinnerungston. Außerdem kann man die Palette an Assistenzsystemen gegen Aufpreis aufrĂŒsten: ein Fernlichtassistent, aktives Kurvenlicht, Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent sind verfĂŒgbar.

Motoren und Preise: Kein Diesel mehr im Angebot (UPDATE!)

Subaru bietet den XV nicht mehr mit Dieselmotor an.

Den Boxer-Diesel und das manuelle Getriebe des VorgĂ€ngers hat Subaru bei der Neuauflage des XV gestrichen, die Motorenpalette ist entsprechend reduziert: Zwei ĂŒberarbeitete Vierzylinder-Benziner mit 114 bzw. 156 PS stehen im Angebot, die jeweils an ein CVT-Automatikgetriebe gekoppelt sind. Die Aggregate wurden im großen Stil ĂŒberarbeitet, 80 Prozent der Teile sind neu. GegenĂŒber dem VorgĂ€nger soll der Motor leichter, kraftvoller und effizienter sein. Auch das Automatikgetriebe wurde angepasst: Es ist nun leichter, besser ĂŒbersetzt und soll zum Spritsparen beitragen. Angesichts Fahrleistungen und Serienausstattung sowie fĂŒnf Jahren Garantie bis 160.000 Kilometer ist der Einstiegspreis von 22.980 Euro fĂŒr den 114-PS-Benziner fair kalkuliert, den Zweiliter-Benziner gibt's ab 27 980 Euro. Wer die Topausstattung "Exclusive+" (Testwagen) ordert, der bekommt unter anderem Navi, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, schlĂŒsselloses Starten, Leder, Lenkradheizung und ein elektrisches Glasschiebedach dazu.

Subaru XV (2017): Alle Infos, Preise und Test

Gebrauchtwagen: Subaru XV fĂŒr 14.000 Euro

Manche Verkleidungsteile sind mit Plastikclips befestigt und lösen sich mit der Zeit.

Im AUTO BILD-Dauertest schlug sich die erste Generation des Subaru XV nicht besonders gut: Nach 100.000 Kilometern bekam er die Note 4-. Grund war unter anderem die Kupplung, die das hohe Drehmoment nicht verkraftete und nach der HĂ€lfte des Tests abrauchte. Außerdem hatte das 2012er Modell nach zwei Jahren Rost angesetzt, allerdings handelte es sich dabei eher um kosmetische Makel. Im Netz beklagen Vielfahrer die weiche Polsterung der Sitze, die schnell durchgesessen seien. Außerdem sind manche Verkleidungsteile mit Plastikclips befestigt und lösen sich mit der Zeit. Erst 2016 gönnte Subaru dem XV ein Facelift und senkte in diesem Zuge auch die Preise fĂŒr das SUV. Vorfacelift-Modelle mit moderatem Kilomterstand kosten ab rund 12.000 Euro. Unter den gebrauchten Facelift-XV gibt es einige VorfĂŒhrwagen und Tageszulassungen mit wenig Kilometern auf dem ZĂ€hler. Diese kosten rund 18.000 Euro.
Überblick: Gebrauchte Subaru XV

Christopher Clausen

Fazit

Der Subaru XV ist mit seiner GelĂ€ndetauglichkeit und der umfangreichen Ausstattung ein Geheimtipp fĂŒr Individualisten, die nicht nur einen weichgespĂŒlten Pseudo-Kraxler, sondern einen ebenso robusten Kumpel fĂŒrs leichte GelĂ€nde suchen. Tipp: Lieber den kraftvolleren 156-PS-Benziner nehmen.

Stichworte:

SUV Allradantrieb

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