Wer mit dem Unu Move unterwegs ist, braucht entweder wahnsinnig viel Disziplin oder verstößt innerhalb von Minuten gegen die StVO.
Viel zu schnell findet man sich auf einem Fahrradweg wieder oder mogelt sich vorbei an vor der Ampel stehenden Autos, um in der Stadt die Pole-Position zu erobern.
Mit dem Unu fährt immer ein bisschen Abenteuer mit und das ist eben auch nicht immer legal.

UNU Move
Der Unu ist bis zu 45 km/h schnell. Er beschleunigt allerdings etwas träge.
Bild: AUTO BILD

 
Das Fahrerprofil von Tester Dennis Petermann

Tester Nummer Eins heißt Dennis Petermann. Er wohnt in Hamburg-Winterhude und fährt täglich rund acht Kilometer zum Büro. Zweimal in der Woche muss er auf dem Rückweg seine Tochter abholen, und am Wochenende geht es für Freizeitaktivitäten gerne ins Hamburger Umland.

UNU Move
Cleanes Design, modernes Design – auch von hinten macht der Unu eine gute Figur!
Bild: AUTO BILD

 
Das gefällt mir am Unu Move

Der Unu zaubert einem schnell ein Lächeln ins Gesicht! Der gar nicht einmal so kleine Roller ist eine Art Instant-Jungbrunnen. Kaum aufgestiegen, fallen 20 Jahre einfach so ab. Dieses Gefühl können Verbrenner-Roller auch transportieren, aber mit dem E-Roller und der digitalen Anzeige fühlt man sich deutlich moderner. Bereit die Stadt zu erobern!

Unu Scooter – technische Daten

Unu Scooter – technische Daten
Motor
Elektro QS Motors
Elektro Bosch
Leistung
3 PS (2 kW)
5 PS (4 kW)
Getriebe (serienmäßig)
1 Modus, 1 Gang
1 Modus, 1 Gang
Akkukapazität
1,81 kWh
1,78 kWh
Ladezeit
max. 7 std.
max. 7 std.
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
45 km/h
Reichweite
50 km pro Akku, max. 2 Akkus
50 km pro Akku, max. 2 Akkus
Preis
2.999,- €
3.999,- €

 
Der Unu Move ist für Fahranfänger geeignet

Der Unu ist handlich und selbst für absolute Roller-Rookies sofort fahrbar. Die Abmessungen sind nicht viel anders als bei Verbrenner-Rollern: 1,82 Meter lang und 1,6 Meter hoch bei einer Breite von 68 Zentimetern.
Dabei wiegt er sogar nur 77 Kilo – allerdings ohne Akkus. Wenn man beide Batterien an Bord hat, sind die 100 Kilo fast erreicht. Das ist aber immer noch nicht viel und unterscheidet sich auch nicht großartig von Verbrenner-Rollern.

UNU Move
Das 3-farbige digitale LED-Display zeigt alle wichtigen Informationen an und ist selbst bei Sonne gut zu erkennen.
Bild: AUTO BILD

 
Das gefällt mir am Unu Move nicht

Der Unu Move ist unserer Ausführung mit zwei Akkus unterwegs und der zweite Akku ist aus meiner Sicht ein absolutes Muss. Die Reichweite pro Akku wird zwar mit 50 km angegeben, aber bei meinem Fahrstil und unter Volllast reicht es nur für knapp 30 km.
Jetzt könnte man anführen, dass ich vielleicht einfach zurückhaltendes Fahren üben sollte und sicherlich verführt der Roller auch mal schnell irgendwo durchzuschlüpfen, aber das Hauptproblem ist die gnadenlos abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.
Warum? Weil man damit fast immer gezwungen ist Vollgas zu fahren, um nicht ein Verkehrshindernis zu sein. Das Problem: viel Vollgas gleich wenig Reichweite!

Akkutausch als Zwangspause

Nach ungefähr 22 Kilometern hat die rote Lampe zum ersten Mal aufgeleuchtet und mich darauf vorbereitet, dass ich entweder langsam mal zu meinem Ziel kommen sollte oder aber den Akku tauschen muss.
Wer mit zwei Batterien fährt, kann aber nicht einfach weiterfahren und darauf hoffen, dass der Roller sich die Energie aus dem zweiten Akkus nimmt, wenn der erste Akku leer ist. Für den Tausch muss man tatsächlich rechts ranfahren und umstöpseln.
UNU Move
Die beiden Akkus schaffen laut Hersteller jeweils 50 Kilometer Reichweite und wiegen rund zehn Kilo pro Stück.
Bild: AUTO BILD

Elektro fahren – im Wohnzimmer laden

Was auf der Straße vielleicht nervig erscheint, kann im normalen Leben natürlich auch ein großer Vorteil sein. Man kann die Akkus nämlich herausnehmen und an der eigenen Steckdose laden. Dementsprechend braucht man keine Lade-Infrastruktur, sondern die ist schon da. Aber auch da gibt es wieder einen Haken. Der Ladegerät-Lüfter pustet so laut, dass man nicht mit ihm in einem Raum sein möchte.
UNU Move
Das Schloss für den Stauraum unter der Sitzfläche schließt nicht gut. Das führt zu diversen Kratzern und Macken!
Bild: AUTO BILD

Der E-Roller ersetzt sicherlich kein Auto und ist auch nichts für jeden Tag, aber wer E-Bike fährt oder auch einen Verbrenner-Roller, der sollte den Unu Move mal Probe fahren.
Denn im Vergleich zum E-Bike fällt der Einkaufstransport etwas leichter und die Fahrt ist komfortabler. Im Verhältnis zu einem modernen Verbrenner-Roller lernt man die Ruhe des E-Motors zu schätzen. Ich bin danach auf einen 125er Roller aufgestiegen und hab mich gewundert, warum der so laut ist.
Wer nicht mehr als 50-60 km am Tag fährt und im Sommer eine elektrische Alternative zur Kurzstrecke mit dem Auto sucht oder einfach ein bisschen modernes Dolce Vita Gefühl erfahren will, hat in dem 3000 Euro teuren Unu Move einen fair eingepreisten Begleiter.