
Tesla Model Y
Generation 1
: seit 2021Gefällt uns
- Praktischer als das Model 3
- Hochwertiger, komfortabler Innenraum
- Großer, gut nutzbarer Kofferraum
Gefällt uns nicht
- Autopilot läuft nicht immer flüssig
- Gewöhnungsbedürftige Bedienung über das Zentraldisplay
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Vorstellung
Vorstellung

Facelift mit neuer Optik und Technik
Das SUV baut auf dem Model 3 auf und ist der kleine Bruder des Model X. Die ersten Exemplare wurden in Deutschland im August 2021 ausgeliefert. Anfang 2025 hat Tesla das Facelift präsentiert. Im Netz kursierte im Zusammenhang mit dem Facelift der Name "Juniper", der laut Tesla dem Internet entsprungen sei und kein offizieller Name des Herstellers.
Die Modellpflege kommt mit umfassend überarbeiteter Optik und technischen Neuerungen. Im März 2025 startete das elektrische Familien-SUV zunächst als limitierte "Launch Series". Inzwischen stehen im Konfigurator verschiedene Varianten des Model Y mit Hinterrad- oder Allradantrieb zur Verfügung. Gebaut wird das Model Y für den europäischen Markt weiterhin im Tesla-Werk in Grünheide.
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- Antrieb
- Ausstattung
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Preis
Preis

Model Y startet knapp unter 40.000 Euro
Das neue Einstiegsmodell Model Y Standard gibt's ab 39.990 Euro. Wer sich für den Siebensitzer entscheidet, muss mindestens 55.490 Euro auf den Tisch legen.
Aus für das RWD-Modell mit kleiner Batterie
Das bisherige Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb und kleinem Akku wurde gestrichen. Das kostete 44.990 Euro. Stattdessen gibt es nach dem Einstieg einen großen Preissprung: 46.990 Euro werden für das nächsthöhere Model Y nun aufgerufen. Dabei handelt es sich um die Version mit maximaler Reichweite und Hinterradantrieb.
Das Elektro-SUV mit Allradantrieb (AWD) und der großen Batterie ist ab 52.990 Euro verfügbar. Das Topmodell trägt den Zusatz Performance, hat Allradantrieb und kostet noch einmal 9000 Euro mehr. Hier starten die Preise ab 61.990 Euro.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Stand: 08. Mai 2026
Aufbauart: SUV
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
Model Y
299 PS
39.990 €
Model Y Premium Long Range RWD
308 PS
50.990 €
Model Y Premium Long Range Dual Motor AWD
375 PS
53.990 €
Model Y Performance AWD
459 PS
62.990 €
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Design
Design

Lichtleisten vorn und hinten
Entgegen Teslas üblichen Modellpflegemaßnahmen tut sich beim Design des Model Y einiges, die geliftete Version ist deutlich zu erkennen. Das liegt vor allem an den neuen Scheinwerfern. Beginnend mit dem linearen Tagfahrlicht, das sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht und an den Cybertruck oder auch das Cybercab erinnert.
Eine Etage darunter befindet sich der Hauptscheinwerfer, erstmals auch mit Matrix-LED-Technik. Zu den Seiten hin münden die Frontleuchten in überarbeitete und leicht vergrößerte Air Curtains, die der Aerodynamik zugutekommen. Dieses Thema hatte Tesla auch bei der Gestaltung des Außenkleids im Hinterkopf – so ist die Frontpartie flacher gestaltet als bisher.

Das durchgehende Leuchtenband erinnert an Tesla Cybertruck und Cybercab.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Model Y ist länger und breiter geworden
Die beiden separaten Rückleuchten am Heck sind ebenfalls passé. Auch hier findet sich nach dem Facelift ein durchgehendes Lichtband. Anders als bei anderen Herstellern setzt Tesla aber auf eine indirekte Beleuchtung, anstatt das Leuchtenband prominent zu platzieren.
Beleuchtet wird dadurch der Markenname, der am Heck anstelle des Logos zum Einsatz kommt. Generell lässt Tesla das Logo am Model Y künftig weg. Darüber hinaus wurde der Heckspoiler modifiziert, er streckt sich jetzt weiter raus. Das Kennzeichen ist nach unten in den leicht geänderten Diffusor gewandert.
In der Länge ist das Elektro-SUV leicht auf 4792 Millimeter gewachsen, das macht ein Plus von 41 Millimetern. Außerdem ist das Model Y nach dem Facelift stolze 61 Millimeter breiter. Einzig in der Höhe hat sich nichts geändert, es bleibt bei 1,62 Metern.
Die Abmessungen auf einen Blick:
- Länge: 4792 mm
- Breite: 1982 mm
- Höhe: 1624 mm
- Kofferraumvolumen: 854 l (bei umgeklappten Sitzen: 2138 l)
- Gewicht: 1901–2033 kg (je nach Antrieb/Batterie)
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Antrieb
Antrieb

Mehr Reichweite für weniger Geld
Mit dem Model Y Standard gibt es nun eine neue Einstiegsversion. Tesla-typisch ändert sich dabei nicht nur die Ausstattung, auch der Antrieb fällt etwas abgespeckt aus. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 6,8 Sekunden.
Dafür soll das Model Y Standard mit einer Akkuladung weiter kommen als das bisherige Einstiegsmodell: Bis zu 534 Kilometer Reichweite nach WLTP stehen den 500 Kilometern des Model Y RWD gegenüber. Dieses wurde mit der Einführung der Standard-Version aus dem Konfigurator genommen.
Noch interessanter wird es beim Thema Reichweite in Relation zum Preis: Denn das neue Standard-Modell mit maximaler Reichweite und Hinterradantrieb soll nach WLTP bis zu 657 Kilometer schaffen – und bleibt dabei dennoch die zweitgünstigste Variante des Model Y. Kompromisse müssen dafür in Sachen Geschwindigkeit gemacht werden, denn die Standard-Version benötigt 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist damit die langsamste Variante.

Was die Ladetechnik betrifft, hält Tesla beim Model Y Facelift an der 400-Volt-Architektur fest.
Bild: AUTO BILD/Finn-Ole Kleinfeldt
In nur 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Das Model Y mit Allradantrieb und dem standardmäßig größeren Long-Range-Akku kommt auf 600 Kilometer Reichweite nach WLTP. Die Leistung liegt weiterhin bei 378 kW (514 PS).
Trotzdem rennt das Faceliftmodell in nur 4,8 Sekunden von null auf hundert, ist somit 0,2 Sekunden schneller als das leistungsstärkere Vorfacelift. In puncto Topspeed gilt für alle genannten Varianten: 201 km/h.
Das gilt natürlich nicht für die "Performance"-Variante. Das Topmodell bringt es auf bis zu 250 km/h, schafft den Standardsprint in nur 3,5 Sekunden. Und das, obwohl auf dem Datenblatt weniger Leistung als beim Long Range steht: 460 PS. Dass das Sport-SUV trotzdem schneller ist, dürfte auch am Drehmoment liegen. 741 Nm liefert der Antrieb. Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 580 Kilometern.
Bis zu 250 kW Ladeleistung
Tesla spricht davon, dass der durchschnittliche Verbrauch von 16,9 Kilowattstunden auf 100 Kilometer auf 15,3 kWh/100 km gesenkt wurde. Mit den im AUTO BILD-Test ermittelten 18,1 kWh/100 km verpasst das Model Y die Werksangabe allerdings.
Die Ladeleistung variiert je nach Batterie. Das Modell mit Hinterradantrieb und dem kleineren Stromspeicher lädt mit maximal 175 kW, so soll im Idealfall Strom für 260 Kilometer in einer Viertelstunde nachgeladen werden können.
Das Allradmodell tankt im gleichen Zeitraum einen Ticken mehr Energie: 266 Kilometer Reichweite kommen nach einer 15-minütigen Pause an der Ladesäule zusammen. Diese Version lädt allerdings auch mit 250 kW.
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Ausstattung
Ausstattung

Inhaltsverzeichnis
Wie gehabt geht es im Innenraum sehr aufgeräumt – und großzügig – zu. Nun legen die Amerikaner nach und bieten optional eine dritte Sitzreihe an. Damit finden im Model Y bis zu sieben Passagiere Platz. Für einen erleichterten Einstieg in die dritte Reihe sorgen Taster an den Sitzen der zweiten Reihe, die diese elektrisch nach vorn fahren und so mehr Raum zum Einsteigen schaffen.
Mehr Sitze bedeuten allerdings weniger Ladevolumen: Im Siebensitzer fasst der Kofferraum 382 Liter. Sind die zweite und dritte Reihe umgeklappt, schluckt das Model Y Premium bis zu 2094 Liter – nur 24 Liter weniger als der Fünfsitzer. Zusätzlich stehen 116 Liter Stauraum im "Frunk" unter der Fronthaube zur Verfügung.
Innenraum-Check im Fünfsitzer
Im Fünfsitzer hat AUTO BILD bereits Platz genommen. Direkt beim Einsteigen fällt die Zweifach-Akustikverglasung auf, die das SUV jetzt rundum hat. Doch nicht nur die Scheiben sollen die Geräusche im Innenraum dämmen, auch die Auswahl der Bezüge auf den Oberflächen ist so gewählt, dass die Akustik im Interieur verbessert wird.
Statisch im Studio lässt sich das natürlich nicht prüfen, das wird der Test noch zeigen. Besonders positiv fällt aber auf, dass wirklich alle Oberflächen bezogen sind. Kein billiges Hartplastik, das einem großflächig ins Auge springt.

Sitzheizung gibt's auf allen Plätzen, vorne wird das Gestühl sogar belüftet.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Aber wer denkt, es sei mit der Optimierung des Geräusch-Komforts bereits getan, der irrt. Allein die neuen Sitze – die übrigens auch das Model 3 bekommen hat – bieten ordentlichen Halt. Dank bequemer Sitzflächen dürften sich auch lange Fahrten gut aushalten lassen.
Darüber hinaus sind sie rundum beheizt, vorne sogar belüftet. Die hellen Polster des Fotofahrzeugs dürften allerdings sehr pflegeintensiv sein, alternativ gibt es weiterhin auch schwarze Bezüge.
Erstmals Ambientebeleuchtung im Model Y
Neben neuen Sitzen sind die Veränderungen aber eher im Detail zu finden. Im Armaturenbrett und in den Türtafeln des Model Y Facelift gibt es erstmals eine Ambientebeleuchtung, die sich vorne über die gesamte Breite erstreckt.
Die nach dem Facelift des Model 3 aber wohl beste Nachricht: Es wird im Model Y weiterhin einen klassischen Blinkerhebel geben. Zuvor wurde dessen Wegfall im Model 3 (geblinkt wird mit Knöpfen am Lenkrad) als eher unpraktisch und gewöhnungsbedürftig kritisiert.

Lichtspiele am Heck: Die indirekte Beleuchtung und die eigentlichen Rückleuchten sind separate Elemente.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
Unpraktisch war lange auch das Aufsperren des Autos über den Schlüssel im Kartenformat, was ausschließlich über die B-Säule an der Fahrerseite möglich war. Das ist passé, über eine Tesla-App lässt sich nun so ziemlich alles am eigenen Smartphone einstellen, auch das Entsperren oder die Klimatisierung.
Praktische Details im Facelift
Mit weiteren Verbesserungen im Kleinen hat Tesla das Model Y weiter optimiert. Dazu zählt zum Beispiel die abnehmbare Laderaumabdeckung, die sich in einem passenden Fach unter dem Kofferraumboden verstauen lässt. Die Rückbänke sind elektrisch umklappbar und verstellbar. Dabei ist die Position der Sicherheitsgurte im Fond direkt an den Sitz gerückt, sodass sie beim Verstellen der Rückbank mitwandern.
Ebenfalls neu im Fond: Ein eigenes Infotainment-Display. Darüber lassen sich im Auto zwei Soundzonen einrichten, sodass Passagiere im Fond z. B. auf Kopfhörern einen Film hören können, während vorne im Auto Musik läuft.
Ein weiteres praktisches Detail: Unter dem Frunk gibt es einen kleinen Tank für Eiswasser, sodass hier z. B. Getränke gekühlt werden können.

Im Frunk lassen sich jetzt Getränke kühlen.
Bild: Kevin Schiefler – AUTO BILD
Ansonsten könnte man meinen, es bleibt alles beim Alten. Das große Sonnendach ist ebenso bekannt wie der 15,4-Zoll-Bildschirm, der mittig auf dem Armaturenbrett thront. Hinzu kommt für die Fond-Passagiere jetzt aber ein eigener Bildschirm, mit dem sich beispielsweise die Klimaanlage hinten bedienen lässt, aber auch Filme abgespielt werden können.
Einziger Kritikpunkt dürfte nach wie vor der Verzicht auf ein Tachodisplay hinter dem Lenkrad oder ein Head-up-Display sein. Alles über das große Zentraldisplay laufen zu lassen, ist nicht die praktischste Lösung.
Fazit von Sebastian Friemel nach der Sitzprobe: Das Facelift bringt frischen Wind in den Tesla Model Y, der Elektro-Bestseller ist sauber verarbeitet und soll mit mehr Effizienz und Komfort glänzen. Ob das Model Y diese Versprechen hält, zeigt die erste Fahrt.
Um den Einstieg in die Welt des Elektro-SUV günstiger zu gestalten, hat Tesla eine spartanischere Version vorgestellt. Die heißt Model Y Standard. Hier wurde bei Optik und Ausstattung der Rotstift angesetzt.

Das Einstiegsmodell unterscheidet sich optisch deutlich vom Rest der Palette: Das durchgehende LED-Band vorn fehlt.
Bild: Tesla Motors
Der "Standard" muss ohne die mit dem Facelift eingeführte durchgehende LED-Leiste an der Front auskommen, die Rückleuchten sind einfacher gestaltet. Lackfarben gibt es nur drei: Grau, Schwarz und Weiß. Im Innenraum sind schwarze Stoffsitze zu finden.
Dazu muss man beim Komfort Abstriche machen. Das Lenkrad wird beim Model Y Standard manuell verstellt, Ambientelicht oder Sitzheizung hinten gibt es ebenso wenig wie adaptive Dämpfer. Der Antrieb ist in allen Belangen einen Tick schwächer als beim bisherigen Einstiegsmodell mit Hinterradantrieb. Das Ziel: den Tesla Model Y Standard zu einem möglichst günstigen Preis anbieten.
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Test
Test

Schneller als gedacht
7,2 Sekunden auf Tempo 100? Fühlt sich kürzer an. Das Model Y zieht kraftvoll durch, sprintet ohne Zögern und bleibt auch jenseits der 150 km/h erstaunlich gelassen. Der E-Motor arbeitet nahezu lautlos – und wer das rechte Pedal stehen lässt, kratzt an den angegebenen 201 km/h.

Der Tesla Model Y Standard fährt sich erstaunlich gut. Lenkung mit ausreichend Rückmeldung, Fahrwerk mit angenehmer Abstimmung – und Bremsen, die ordentlich zubeißen.
Bild: Thomas Starck– AUTO BILD
Komfort trifft Kontrolle
Das Fahrwerk? Stramm, aber nicht ruppig. Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, enge Kurven – alles kein Thema. Die Lenkung gibt ordentlich Rückmeldung, bleibt präzise und vermittelt echtes Vertrauen. Nur das Eingreifen der Regelsysteme ist bei forcierter Gangart hörbar – stört aber nicht den Flow.
Assistenz? Eher ruckelnd
Der Stauassistent hat noch Nachholbedarf. Statt sanft mitzuschwimmen, ruckelt er im Stop-and-Go wie ein nervöser Barkeeper beim Martini-Mixen. Für ein Auto, das vollautonomes Fahren verspricht, ist das zu wenig.

Wenn etwas stört am Tesla Model Y Standard, dann ist es der ruckelige Stop-and-Go- und Stauassistent. Ansonsten stromert der US-Amerikaner aus Brandenburg komfortabel dahin.
Bild: Thomas Starck– AUTO BILD
Innen wie außen: Reduktion mit Stil
Grauer Stoff, Kunstleder, klare Linien – kein Bling-Bling, sondern nordisch-kühle Eleganz à la Volvo. Auch bei der Verarbeitung: kein Klappern, kein Knarzen. Selbst auf Brandenburger Kopfsteinpflaster bleibt alles solide.
Zentrale Macht: der Bildschirm

Die Bedienung erfolgt wie gewohnt über den mächtigen Zentralbildschirm. Ohne verschachtelte Untermenüs funktioniert das richtig gut.
Bild: Thomas Starck– AUTO BILD
Platz ohne Ende
Mit bis zu 2118 Liter Laderaum setzt das Model Y neue Maßstäbe. Selbst Großfamilien müssen beim Urlaubsgepäck nicht Tetris spielen. Auch im Fond ist Platz satt – Beine ausstrecken inklusive.

Das Platzangebot im Tesla Model Y Standard ist überwältigend. Und so lässt es sich auch in Reihe zwei mehr als komfortabel reisen.
Bild: Thomas Starck– AUTO BILD
Fazit von Holger Preiss: Tesla kann's noch! Das Model Y Standard fährt sich top, ist solide verarbeitet und preislich ein echter Schlag ins Kontor der Konkurrenz. Ab 39.990 Euro – das ist nicht nur Kampfpreis, das ist Kampfansage.
Tesla verspricht beim Facelift ein rundum verbessertes Model Y. Auf der ersten Fahrt zeigt sich: Die Erwartungen werden nicht enttäuscht.
Schon nach wenigen Kilometern fällt auf, dass das Fahrwerk harmonischer abgestimmt ist. Dank überarbeiteter Radaufhängung vorne wie hinten bügelt das Model Y Unebenheiten spürbar souveräner aus als das Vorfaceliftmodell. Gleichzeitig liegt es stabiler auf der Straße, vor allem bei zügigen Autobahnfahrten fühlt sich das Fahrverhalten sicherer und satter an.
Auch die Lenkung wurde überarbeitet. War sie zuvor vielen zu spitz und nervös, wirkt sie jetzt ausgewogener, dennoch angenehm straff, sodass das sportliche Fahrgefühl nicht zu kurz kommt. Dazu kommt eine verbesserte Geräuschdämmung: Wo das alte Model Y auf der Autobahn noch deutlich Windgeräusche durchließ, ist man im Facelift spürbar besser von der Außenwelt abgeschirmt.
Autopilot: praktisch, aber nicht fehlerfrei
Natürlich bleibt auch der Autopilot an Bord. Wie gehabt hält er das Tempo, den Abstand und die Spur – nur wird er jetzt über eine Lenkradtaste aktiviert statt über den weggefallenen Lenkstockhebel. In der Praxis sorgt der Autopilot für entspannteres Reisen, hat aber eine nervige Eigenheit: Greift man aktiv ins Lenkrad ein, schaltet sich nicht nur der Spurhalte-Assistent, sondern gleich das ganze System ab.
Gangwahl über das Touchdisplay
Mit dem Facelift hat Tesla sich vom klassischen Gangwahl-Hebel am Lenkstock verabschiedet. Stattdessen werden Vorwärts-, Rückwärtsgang oder Parkstellung per Touchgeste auf dem Zentraldisplay ausgewählt. Klingt gewöhnungsbedürftig, geht in der Praxis aber überraschend schnell und intuitiv von der Hand, besonders beim Rangieren.

Wischgeste statt Hebel: Die Gangwahl findet auf dem Zentraldisplay statt.
Bild: Kevin Schiefler – AUTO BILD
Ein anderer Hebel hat das Facelift allerdings überlebt: der für den Blinker. Allerdings, typisch Tesla, mit einem eigenen Twist: Anstatt einzurasten, genügt ein kurzes Antippen. Das Model Y entscheidet dann selbst, wann der Blinker wieder ausgeht. Meistens klappt das gut, bei seltenen Manövern (z. B. einem doppelten Spurwechsel), geht der Blinker allerdings zu früh wieder aus.
Im Einzeltest hat das Model Y als Long Range-Version mit Hinterradantrieb eine ziemlich gute Figur gemacht. Platzangebot, Raumgefühl und Antrieb haben uns gut gefallen. Das Bedienkonzept mit dem absoluten Minimum an Tasten und Gangwahl über dem Zentraldisplay dagegen erschließt sich nicht sofort. Teure Haftpflicht und mauer Wiederverkauf kosten ebenfalls Punkte.
Im Vergleich gegen den Genesis Electrified G70 und den Ford Mustang Mach-E ist das Model Y als Vorfacelift auf dem zweiten Platz gelandet. Bei etwas mehr Komfort hätte es sogar der Sieg sein können. Davon abgesehen überzeugt das Tesla-SUV mit hoher Reichweite und viel Platz, lädt am schnellsten und hat den geringsten Verbrauch im Test.
Im AUTO BILD-Alltagstest überzeugt das Tesla Model Y Vorfacelift mit Leistung, Reichweite und praktischem Nutzen. Besonders der enorme Stauraum von bis zu 2000 Litern fällt positiv auf.
Wie bei Tesla üblich gibt es einen sogenannten Frunk unter der vorderen Haube (zum Beispiel für das Ladekabel) und im Model Y dazu noch einen riesigen Kofferraum mit einem tiefen doppelten Boden. Auch die Rücklehne ist natürlich umklappbar.

Nicht nur für Golfspieler: In den Kofferraum gehen bereits ohne umgeklappte Rückbank 854 Liter! Werden die Rücksitze umgelegt, sind es über 2000 Liter.
Bild: Dennis Petermann / AUTO BILD
Weniger überzeugend waren für AUTO BILD-Redakteur Dennis Petermann Lenkung und Federung. Es geht durchaus straff zur Sache, und Querfugen oder kleinere Straßenschäden werden auch mal humorlos durchgereicht.
Beim Euro-NCAP-Crashtest werden Autos in vier Kategorien (erwachsene Insassen, Kinder, Fußgängerschutz und Assistenzsysteme) auf ihre Sicherheit geprüft. Das Model Y Vorfacelift räumte dabei alle fünf Sterne ab, überzeugte vor allem mit der Sicherheitsausstattung. Volle Punktzahl gab's für den Spurhalteassistenten und die Umfelderkennung. Auch im Insassenschutz machte der Tesla eine gute Figur, bekam 97 Prozent der Gesamtpunktzahl für den Erwachsenenschutz und 87 Prozent für die Sicherheit der Kinder.
In Sachen Fußgängerschutz ließ der Tesla dann aber doch ein paar Punkte liegen, gerade im unteren Bereich der Frontscheibe besteht im Falle eines Aufpralls ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Insgesamt schnitt das Model Y aber im Vergleich zu seinen Marken-Geschwistern am besten ab.
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- Ausstattung
- Test
Mit dem Facelift hat der Tesla Model Y in Sachen Komfort ein Upgrade bekommen. Das Fahrgefühl ist jetzt deutlich "SUViger".
Entgegen der üblichen Tesla-Modellpflegemaßnahmen tut sich beim Design einiges, die geliftete Version des Model Y ist deutlich zu erkennen.
Fazit
Mit dem Facelift setzt Tesla beim Model Y voll auf Komfort: Fahrwerk und Lenkung wirken ausgewogener, das Interieur hochwertiger. Die oft kritisierte Bedienung über das Zentraldisplay bleibt zwar, doch durch clevere Details gewinnt das Gesamtpaket an Qualität. Besonders erfreulich: Trotz der zahlreichen Verbesserungen bleibt der Einstiegspreis unverändert.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
- 39.990 – 62.990 €
Leistung
- 279 – 534 PS
Höchstgeschwindigkeit
- 201 – 250 km/h
Elektrische Reichweite
- 455 – 657 km
Verbrauch (kombiniert)
- 12,7 – 17,3 kWh/100 km
0 – 100 km/h
- 3,5 – 7,2 s
Kofferraumvolumen
- 938 – 2.138 l
Anhängelast
- 1.600 kg
Technische Daten & Varianten

Tesla Model Y 1, SUV
Bauzeitraum: seit 07/2021
1 Kraftstoffart
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Reichweite
Listenpreis
Model Y seit 03/2026
299 PS
7,2 s
534 km
39.990 €
Model Y Launch Edition Long Range Dual Motor AWD 01/2025 – 02/2025
375 PS
4,3 s
568 km
60.990 €
Model Y Long Range Dual Motor AWD 07/2021 – 02/2025
514 PS
5 s
533 km
54.990 €
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Tesla Model Y Bilder
Tesla Model Y Facelift

1/10
Mit dem Model Y hat Tesla die Autowelt auf den Kopf gestellt – es ist eine weltweite Erfolgsgeschichte. 2024 schaffte es das Model Y auf Platz zwei der weltweit meistverkauften Autos. Das SUV baut auf dem Model 3 auf und ist der kleine Bruder des Model X. Die ersten Exemplare wurden in Deutschland bereits im August 2021 ausgeliefert – und jetzt, Anfang 2025, zeigt Tesla das Facelift.
Bild: AUTO BILD/FInn-Ole Kleinfeldt

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Entgegen Teslas üblichen Modellpflegemaßnahmen tut sich beim Design des Model Y einiges, die geliftete Version ist deutlich zu erkennen. Das liegt vor allem an den neuen Scheinwerfern. Beginnend mit dem linearen Tagfahrlicht, das sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht und an den Cybertruck oder auch das Cybercab erinnert. Eine Etage darunter befindet sich der Hauptscheinwerfer, erstmals auch mit Matrix-LED-Technik. Zu den Seiten hin münden die Frontleuchten in überarbeiteten und leicht vergrößerten Air Curtains, die der Aerodynamik zugutekommen.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel

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Die beiden separaten Rückleuchten am Heck sind ebenfalls passé. Auch hier findet sich nach dem Facelift ein durchgehendes Lichtband. Anders als bei anderen Herstellern setzt Tesla aber auf eine indirekte Beleuchtung, anstatt das ...
Bild: AUTO BILD/FInn-Ole Kleinfeldt

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... Leuchtenband prominent zu platzieren. Beleuchtet wird dadurch der Markenname, der am Heck anstelle des Logos zum Einsatz kommt. Generell lässt Tesla das Logo am Model Y künftig weg. Darüber hinaus wurde der Heckspoiler modifiziert, er streckt sich jetzt weiter raus. Das Kennzeichen ist nach unten in den leicht geänderten Diffusor gewandert.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel

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Bei der Gestaltung des Außenkleids hatte Tesla auch das Thema Aerodynamik im Hinterkopf – so ist die Frontpartie flacher gestaltet als bisher. In der Länge ist das Elektro-SUV leicht auf 4792 Millimeter gewachsen, das macht ein Plus von 41 Millimetern. Außerdem ist das Model Y nach dem Facelift stolze 61 Millimeter breiter. Einzig in der Höhe hat sich nichts geändert, es bleibt bei 1,62 Metern.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel

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Wir steigen ein ins Model Y Facelift. Wie gehabt geht es dort sehr aufgeräumt zu – bei der Überarbeitung stand vor allem der Komfort im Vordergrund. Direkt beim Einsteigen fällt die Zweifach-Akustikverglasung auf, die das SUV jetzt rundum hat. Doch nicht nur die Scheiben sollen die Geräusche im Innenraum dämmen, auch die Auswahl der Bezüge auf den Oberflächen ist so gewählt, dass die Akustik im Interieur verbessert wird.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel

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Das große Sonnendach ist ebenso bekannt wie der 15,4-Zoll-Bildschirm, der mittig auf dem Armaturenbrett thront. Hinzu kommt für die Fond-Passagiere jetzt aber ein eigener Bildschirm, mit dem sich beispielsweise die Klimaanlage hinten bedienen lässt, aber auch Filme abgespielt werden können. Einziger Kritikpunkt dürfte nach wie vor der Verzicht auf ein Tachodisplay hinter dem Lenkrad oder ein Head-up-Display sein. Alles über das große Zentraldisplay laufen zu lassen, ist nicht die praktischste Lösung.
Bild: Tesla Motors

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Doch damit nicht genug. Allein die neuen Sitze – die übrigens auch das Model 3 bekommen hat – bieten ordentlichen Halt. Dank bequemer Sitzflächen dürften sich auch lange Fahrten gut aushalten lassen. Darüber hinaus sind sie rundum beheizt, vorne sogar belüftet. Die hellen Polster des Fotofahrzeugs dürften allerdings sehr pflegeintensiv sein, alternativ gibt es weiterhin auch schwarze Bezüge. Ansonsten sind die Veränderungen aber eher im Detail zu finden. Im Armaturenbrett und in den Türtafeln gibt es mit dem Facelift erstmals eine Ambientebeleuchtung im Mode Y.
Bild: Tesla Motors

9/10
Bei den Antrieben hat Tesla ausgedünnt: Das Model Y Facelift steht in Asien und Australien mit zwei Optionen im Konfigurator, davor waren es vier. Der Hersteller wirbt damit, dass diese nun effizienter seien. Das hiesige Einstiegsmodell ist ein 299 PS starker Hecktriebler mit 62,5-kWh-Akku, als Reichweite gibt Tesla 466 Kilometer an – das sind überschaubare elf Kilometer mehr als bislang. Trotz gleichbleibender Leistung beschleunigt das Model Y nun eine volle Sekunde schneller von 0 auf 100 km/h: 5,9 Sekunden vergehen beim Standardsprint auf Tempo 100.
Bild: Tesla Motors

10/10
Für Deutschland ist diese Einstiegsvariante zunächst aber nicht geplant, hier startet das Model Y mit nur einer Motorisierung: das Model Y Long Range AWD mit 78,4 kWh großem Akku, der für 568 Kilometer Reichweite nach WLTP reichen soll. Das sind 35 Kilometer mehr als bislang, was auch der verbesserten Aerodynamik und der gesteigerter Effizienz geschuldet sein soll. Die Leistung liegt bei 331 kW (450 PS) und damit unter der des Vorgängers – der brachte es mit 4x4-Antrieb zuletzt auf 378 kW (514 PS). Trotzdem rennt das Faceliftmodell in nur 4,3 Sekunden von null auf hundert, ist somit 0,7 Sekunden schneller als das leistungsstärkere Vorfacelift.
Bild: AUTO BILD/Sebastian Friemel
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