Fußgängerschutz bei SUVs — 28.01.2010
ADAC testet Fußgängerschutz
Die neuen Vorschriften für einen besseren Fußgängerschutz zeigen Wirkung. Moderne SUVs schneiden fast immer besser ab als ihre Vorgänger. Erfahren Sie hier, wie die einzelnen SUVs beim ADAC-Test gepunktet haben.
SUVs sind immer noch in Mode, der Trend geht allerdings zu kleineren Fahrzeugen. Fußgänger dürften sich darüber freuen, denn Crashs mit kompakten Geländewagen gehen in der Regel weniger schlimm aus als die mit ihren größeren Vorgängern. Das beweist eine Untersuchung des ADAC im Test- und Technikzentrums nach den neuesten Euro NCAP-Prüfungen, bei der die Tester Kompakt-SUV gegen ihre größreren Markenbrüder antreten ließen. Als bestes
SUV schnitt dabei der
BMW X1 ab. Er erfüllt als erster Offroader die strengeren, ab 2012 geltenden Mindestanforderungen für eine Fünf-Sterne-Bewertung bei Euro NCAP. Ganz anders der
Audi Q5, der im Vergleich zum
Q7 sogar schlechter abschnitt.
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Der Mercedes GLK schneidet deutlich besser als der große Bruder M ab.
Mit 23 von 36 möglichen Punkten im NCAP-Prüfverfahren erzielte der
BMW X1 das bisher beste Ergebnis bei den Offroadern. Im Vergleich dazu erzielte der größere
BMW X3 2008 nur fünf Punkte. Erreicht wurde dies unter anderem durch eine optimierte Form der Front, sowie dem Einsatz von energieabsorbierenden Materialien und Haltern für Karosserie, Haube und Stoßfänger. Der X1 liegt nur fünf Punkte hinter dem Modell mit dem bisher besten Ergebnis im Fußgängerschutz, dem
Citroën C6. Insgesamt schneidet der kleine Münchner sogar besser als die meisten "normalen" Autos aus der Mittel- oder Kompaktklasse ab.
Einziger negativer Ausreißer im Test war der Audi Q5.
Auch bei den anderen getesteten Modellen waren deutliche Forschritte in Sachen Fußgängerschutz messbar. Der
Mercedes GLK erreichte 16 Punkte, zehn Punkte mehr als die
M-Klasse. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich beim Vergleich von
VW Tiguan (17 Punkte) und
Touareg (sieben Punkte). Der neue
Kia Sorento erreichte 16 Punkte und damit 13 Punkte mehr als der Vorgänger von 2003. Allein
Audi leistete sich mit dem
Q5 einen Ausrutscher, der mit zwölf Punkten drei Punkte weniger erzielte als der 2006 getestete
Q7. Nicht nur die Ingolstädter werden nachbessern müssen, denn neben strengeren Kriterien bei der Fußgängerschutzbewertung bei Euro NCAP ist seit 2009 eine europäische Verordnung in Kraft, die bis 2019 eine schrittweise Verschärfung der Grenzwerte beim Fußgängercrash vorsieht. Allerdings sind davon bis 2015 nur Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 2,5 Tonnen betroffen. Für größere Fahrzeuge wie
Audi Q7,
Mercedes M-Klasse oder
Toyota Landcruiser kommt die neue Bestimmung dadurch erst später zum Tragen.
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