Hyundai i30 N (2017): Mitfahrt

Hyundai i30 N (2017): Mitfahrt im Prototyp

— 07.07.2016

Erste Ausfahrt in Hyundais GTI

Hyundai will die Kompaktsportler aufmischen: Der i30 N tritt ab 2017 gegen Golf GTI & Co an. AUTO BILD fuhr im i30 N-Prototypen mit!

Hyundai entwickelt auf Basis des kommenden i30 einen Golf GTI-Gegner. Genaue technische Daten verrt die neugegrndete Sportabteilung N-Brand noch nicht, nur so viel: Besonderes Augenmerk legen die Entwickler auf die Nordschleifen-taugliche Abstimmung des Fahrwerks. Erst, wenn sich der Kompakte auf der Nordschleife gut schlgt, wird das Fahrwerk fr die Strae angepasst. AUTO BILD ist schon mitgefahren.
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Alte Karosserie, neue Bodenplatte

Adaptive Dmpfer, ein elektronisches Sperrdifferenzial und eine Performance-Bremsanlage sind in Vorbereitung.

Die Bedingungen sind alles andere als optimal. Schon am Startpunkt der Fahrt, am Hyundai-Entwicklungszentrum am Nrburgring, nieselt es. Albert Biermann, Ex-BMW M GmbH Chefentwickler und jetzt fr Hyundais N-Brand zustndig, sitzt am Steuer des Prototyps. Dessen Karosserie entspricht der des aktuellen i30. Denn der getarnte Kompaktsportler ist entwicklungstechnisch gesehen ein Zwitterwesen: Die Bodengruppe entspricht der nchsten i30-Generation, der berbau dem aktuellen Modell.
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Alte Schale, neuer Kern: Unter der Karosserie des Prototyps steckt die Bodenplatte des nchsten i30.

Auf den verwinkelten Landstraen rund um den Nrburgring macht der i30 N einen guten, einen harmonischen Eindruck. Fr Vortrieb sorgt ein Zweiliter-Turbo-Benziner, der die Vorderrder antreibt. Ab 1400 Touren schiebt der Vierzylinder sauber an. Um die Leistung macht Hyundai noch ein Geheimnis. 250 PS drften aber drin sein. Geschaltet wird ber ein manuelles Sechsganggetriebe, das vom Beifahrersitz aus knackig und przise wirkt. Von einem Doppelkupplungsgetriebe ist noch nicht die Rede Albert Biermann ist ohnehin Verfechter eines mglichst klassischen Layouts.

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VW Golf VIII GTI Illustration Hyundai i30 N VW Renault Mégane RS Illustration
Wohl auch deshalb ist der i30 N nicht radikal auf Rundstrecke abgestimmt, sondern punktet mit feinfhlig ansprechenden Federelementen und einer Abstimmung, die auf holprigen Landstraen noch Komfortreserven bietet. In dieses Bild passt auch die Spreizung der adaptiven Dmpfer, die zwischen "Normal" und "Sport" keine groen Unterschiede erkennen lassen. Das Sperrdiffernzial hat der Prototyp zwar schon an Bord, es bleibt aber ausgeschaltet. Bis zur Premiere, die wohl erst Ende 2017 stattfindet, entwickeln die Ingenieure mit Hochdruck weiter.
Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Der i30 N wird keine brutale Rennfeile, sondern ein ausgewogener, sportlicher Kompakter. Eben ein Gegner fr den Golf GTI (auch wenn Hyundai die drei Buchstaben mit aller Kraft umschifft) und nicht fr den Honda Civic Type-R. Fr einen Prototyp machte der Sport-Hyundai einen erstaunlich reifen und gut austarierten Eindruck.

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