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Hyundai Kona (2017): Infos und Test

— 16.10.2017

Alle Infos zum Hyundai Kona

Der Hyundai Kona erweitert als Kleinwagen-SUV die Modellpalette der Koreaner. Alle Infos zu Ausstattung, Motoren und Preisen. Dazu: der Fahrbericht!

Vorstellung: Extrovertiertes Design für Hyundais neues SUV
Interieur: Innen konventionell und geräumig
Fahren: Flott und handlich unterwegs  (Update!)
Ausstattung: Zehn Lackfarben und Head-up-Display
Connectivity: Hyundai bietet clevere Alternative zum großen Navi
Motoren und Preise: Kona ab 17.500 Euro bestellbar

Vorstellung: Extrovertiertes Design für Hyundais neues SUV

Der SUV-Boom kommt bei den Kleinwagen an: Hyundai zeigt mit dem Kona ab November 2017, wie man sich in Korea ein SUV fürs B-Segment vorstellt. Los geht es bei 17.500 Euro für den 120 PS starken Einliter-Benziner (alle Preise im Überblick gibt's weiter unten). Der neue Kleine läuft parallel zum weiterhin angebotenen i20 Active und bekommt neben der komplett neuen Plattform ein völlig eigenständiges Erscheinungsbild, das dem aktuellen Trend folgt: Eine bullige Front trägt den leicht abgewandelten "Kaskadengrill" des i30, die Scheinwerfer verteilen sich auf drei Ebenen, ähnlich wie beim Nissan Juke. Ganz oben blinzeln die LED-Tagfahrleuchten und die Blinker, darunter strahlen die optionalen LED-Hauptscheinwerfer und ganz tief unten in der Schürze verstecken sich die Nebelscheinwerfer. Damit der Kona auch ganz sicher als SUV erkannt wird, haben die Designer dem Kleinen mächtige Plastikplanken um die Radausschnitte spendiert, die sich vorne und hinten bis in die Schürze strecken.

Bullige Optik: Die voluminösen Plastik-Planken des Kona ziehen sich bis in die Schürzen.

Den Kona wird es – wie Audi Q2, Opel Crossland X und Renault Captur – in einer zweifarbigen Lackierung geben (Dach schwarz oder grau plus zehn Lackfarben für den Rest der Karosserie). Bis zu 18 Zoll große Felgen füllen die Radhäuser aus und tragen ihren Teil dazu bei, dass der Kona stämmig dasteht – bei den Abmessungen eines Kleinwagen: 4,16 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 1,55 Meter bis zur Dachkante. Der Radstand liegt bei üppigen 2,60 Meter – die Überhänge sind kurz, besonders hinten. Diese Abmessungen sollte man sich gut einprägen, denn der Kia Stonic geht im Herbst 2017 praktisch zeitgleich mit Hyundais B-SUV an den Start – bei fast gleichen Außenmaßen, aber ohne Allradantrieb. Der Hyundai Kona ist ab sofort für 17.500 Euro bestellbar.

Interieur: Innen konventionell und geräumig

Überraschend zurückhaltend ist der Innenraum. Der stehende Achtzoll-Touchscreen ist aufpreispflichtig.

Innen wirkt der Kona deutlich konventioneller als es das extravagante Äußere vermuten lässt. Das ist aber kein Nachteil, denn schnell zeigt sich, dass das SUV gerade im Kapitel Interieur punkten kann. Gefühlt schrammt das Platzangebot knapp an der Kompaktklasse vorbei. Die Sitze in der ersten Reihe sind bequem und nicht zu sportiv geschnitten. Hinten geht dem Kona bei 1,95-Meter-Menschen die Puste aus – was im Kleinwagen-Segment aber niemand verwundern dürfte. Zwei durchschnittlich große Erwachsene können im Fond aber ohne weiteres auf die Langstrecke gehen. Mit drei Passagieren hinten dürfte es ordentlich kneifen.

Gerade hinten macht sich der üppige Radstand von 2,60 Meter positiv bemerkbar. Kniefreiheit: sehr gut.

Gut gefallen hat AUTO BILD, dass die Knie viel Platz haben – das Bild täuscht etwas, der Fahrersitz ist unverändert für einen 1,95-Meter-Piloten eingestellt. Der 2,60-Meter-Radstand ist im kleinen Hyundai-SUV deutlich zu spüren – super! Für weniger Ablenkung beim Fahren sorgt ein Head-up-Display, das Fahr- und Navidaten sowie Musikinfos auf eine kleine Glasscheibe projiziert. Entgegen dem Trend zu Touchflächen vertraut Hyundai auf Knöpfe für die Klimaanlage, und auch das Infotainment lässt sich – wie im i30 – altbewährt per Tastendruck bedienen. Bei der Farbgestaltung befährt Hyundai ganz behutsam Neuland: Kontrastfarben (Grüngelb, Orange oder Rot) brechen an Luftausströmern, Schalthebel, Gurten, Sitz- und Lenkradnähten mit dem ansonsten vorherrschenden Grau-Schwarz.

Fahren: Flott und handlich unterwegs

Mit seinem lebensfrohen Wesen passt der 1-Liter-Dreizylinder gut zum Charakter des Kona.

Beliebtester Motor beim Hyundai Kona wird wohl der 1-Liter-T-GDI werden, ein moderner Turbo-Dreizylinder mit 120 PS. Und der ist eine gute Wahl, lebendig und drehfreudig. Er klingt dabei heiser und typisch etwas unrund nach Dreizylinder, beim Ausdrehen durchaus kernig. Mit seinem lebensfrohen Wesen passt der Motor aber gut zum Charakter des Kona. Der ist flott und handlich unterwegs, Hyundai hat ihn stramm ausgelegt. Der Test-Kona stand auf 18-Zöllern (Serie ab Style) zu viel Komfort sollte man da jetzt nicht erwarten.

Ausstattung: Zehn Lackfarben und Head-up-Display

Hyundai bietet den Kona in fünf Ausstattungsvarianten an: die Kunden können zwischen Pure, Select, Trend, Style und Premium wählen. Neben den bereits erwähnten zehn Lackfarben und dem Head-up-Display bietet Hyundai für den Kona unter anderem LED-Scheinwerfer und ein Soundsystem von Krell mit acht Lautsprechern an. Auf Wunsch passen Fahrassistenten und -hilfen auf und unterstützen den Fahrer. Das Angebot ist reichhaltig: Mit Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Querverkehr- und Totwinkelwarner für den hinteren Fahrzeugbereich und Fernlichtassistent kann der Kona ausgerüstet werden.

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Connectivity: Clevere Alternative zum großen Navi

Beim Infotainment stehen im Kona drei Alternativen zur Auswahl: Für den Einstieg muss ein Fünf-Zoll-LCD-Display reichen (inkl. Radio und Bluetooth). Wer aufs festverbaute Navi verzichten kann, aber trotzdem einen Touchscreen möchte, kann das nächstgrößere Infotainment mit Sieben-Zoll-Touchscreen ordern – damit finden Apple CarPlay und Android Auto ihren Weg in den Kona. Praktisch: Navifunktionen oder Musikstreaming werden dann einfach übers Telefon eingespielt. Das Top-Infotainment hat einen acht Zoll großen Touchscreen, 3D-Karten für die Navigation, Rückfahrkamera, Apple CarPlay und Android Auto sowie ein Daten-Abo (sieben Jahre) für den Online-Service LIVE, der Echtzeit-Daten (Wetter, Verkehr, Sehenswertes) ins Infotainment speist. Das Smartphone kann im Kona induktiv geladen werden.

Motoren und Preise: Kona ab 17.500 Euro bestellbar

Zwei Benziner gibt es zum Marktstart Anfang November 2017: Der bekannte Einliter-Dreizylinder mit 120 PS und 172 Nm Drehmoment (Sechsgang-Handschalter) und ein 177 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo (max. Drehmoment 265 Nm), der an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geflanscht ist und seine Kraft an alle vier Räder abgibt (maximal 50 Prozent der Kraft gehen an die Hinterachse). Für Sommer 2018 hat Hyundai einen neuen Dieselmotor in zwei Leistungsstufen angekündigt. Immer mit Allrad und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DCT. In der Basisversion leistet der selbstzündende 1,6-Liter-Vierzylinder 115 PS. Die stärkere Variante schickt 136 PS und bis zu 320 Nm in den optionalen Allrad-Antriebsstrang. Zur gleichen Zeit soll auch die Elektroversion des Kona mit etwa 200 PS und 390 Kilometern Reichweite auf den Markt kommen. Der Top-Stromer mit bis zu 500 Kilometern Reichweite liefert Hyundai später nach. Die Preise des Kona variieren je nach Ausstattungslinie: der Einstiegspreis für den Kona 1.0 T-GDI in der Basisausstattung Pure liegt bei 17.500 Euro. Das Topmodell Kona 1.6 T-GDI Premium mit 177 PS, Allrad, Doppelkupplungsgetriebe und mehr startet bei 28.600 Euro.

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Hyundai Kona 1.0 T-GDI • Motor: Dreizylinder-Benziner • Hubraum: 998 ccm • Leistung: 88 kW (120 PS) bei 6000 U/min • max. Drehmoment: 172 Nm bei 1500 bis 4000 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 12,0 s • Vmax: 181 km/h • Verbrauch: 5,3 l/100 km • Preis: ab 17.500 Euro (Pure); ab 18.350 Euro (Select); ab 20.300 Euro (Trend); ab 21.900 Euro (Style); ab 24.100 Euro (Premium).

Hyundai Kona 1.6 T-GDI • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1591 ccm • Leistung: 130 kW (177 PS) bei 5500 U/min • max. Drehmoment: 265 Nm bei 1500 bis 4500 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 7,9 s • Vmax: 205 km/h • Verbrauch: 7,3 l/100 km • Preis: ab 25.000 Euro (Trend);  ab 26.400 Euro (Style); ab 28.600 Euro (Premium).

Hyundai Kona (2017): Infos und Test

Autoren: Peter R. Fischer, Dirk Branke

Stichworte:

SUV

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