Hyundai Kona (2017): Bilder, Infos, Sitzprobe

Hyundai Kona (2017): Bilder, Infos, Sitzprobe

Hyundai Kona (2017): Test, Motoren, Preis, Marktstart

— 15.06.2017

Alle Infos zum Hyundai Kona

Der Hyundai Kona erweitert als Kleinwagen-SUV die Modellpalette der Koreaner. Alle Infos zu Ausstattung, Motoren und Preisen. Dazu: erster Fahreindruck!

Vorstellung: Extrovertiertes Design für Hyundais neues SUV
Interieur: Innen konventionell und geräumig
Fahren: Lebhafte Beschleunigung, ausbaufähiges Handling (Update !)
Ausstattung: Zehn Lackfarben und Head-up-Display
Connectivity: Hyundai bietet clevere Alternative zum großen Navi
Motoren: Zum Marktstart zwei Benziner

Vorstellung: Extrovertiertes Design für Hyundais neues SUV

Der SUV-Boom kommt bei den Kleinwagen an: Hyundai zeigt mit dem Kona, wie man sich in Korea ein SUV für das B-Segment vorstellt. Der neue Kleine läuft parallel zum weiterhin angebotenen i20 Active und bekommt neben der komplett neuen Plattform ein völlig eigenständiges Erscheinungsbild, das dem Trend folgt: Eine bullige Front trägt den leicht abgewandelten "Kaskadengrill" des i30, die Scheinwerfer verteilen sich auf drei Ebenen, ähnlich wie beim Nissan Juke. Ganz oben blinzeln die LED-Tagfahrleuchten und die Blinker, darunter strahlen die optionalen LED-Hauptscheinwerfer und ganz tief unten in der Schürze verstecken sich die Nebelscheinwerfer. Damit der Kona auch ganz sicher als SUV erkannt wird, haben die Designer dem Kleinen mächtige Plastikplanken um die Radausschnitte spendiert, die sich vorne und hinten bis in die Schürze strecken.

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Bullige Optik: Die voluminösen Plastik-Planken des Kona ziehen sich bis in die Schürzen. Die Rückleuchten erinnern an den SUV-Bruder Tucson.

Außerdem haben die Marketingstrategen der Koreaner entschieden, dass der Kona in einer zweifarbigen Lackierung (Dach schwarz oder grau plus zehn Lackfarben für den Rest der Karosserie) speziell junge oder junggebliebene Kunden begeistern sollen – Audi Q2, Opel Crossland X und Renault Captur haben es vorgemacht. Bis zu 18 Zoll große Felgen füllen die Radhäuser aus und tragen ihren Teil dazu bei, dass der Kona stämmig und gut proportioniert dasteht – bei den Abmessungen eines Kleinwagen: 4,16 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 1,55 Meter bis zur Dachkante. Der Radstand liegt bei üppigen 2,60 Meter – die Überhänge sind kurz, besonders hinten. Diese Abmessungen sollte man sich gut einprägen, denn der Kia Stonic geht im Herbst 2017 praktisch zeitgleich mit Hyundais B-SUV an den Start – bei fast gleichen Außenmaßen, aber ohne Allrad. Die Kona-Publikumspremiere steht im September auf der IAA in Frankfurt an (14. bis 24. September 2017) an. Die Preise sind noch nicht bekannt, der Basis-Kona dürfte rund 17.500 Euro kosten.

Interieur: Innen konventionell und geräumig

Überraschend zurückhaltend ist der Innenraum. Der stehende Achtzoll-Touchscreen ist aufpreispflichtig.

Innen wirkt der Kona deutlich konventioneller als es das extravagante Äußere vermuten lässt. Das ist aber kein Nachteil, denn schnell zeigt sich, dass das SUV gerade im Kapitel Interieur punkten kann. Die Platzverhältnisse sind auch für große Menschen kein Problem, gefühlt schrammt das Platzangebot knapp an der Kompaktklasse vorbei. Die Sitze in der ersten Reihe sind bequem und nicht zu sportiv geschnitten. Hinten geht dem Kona bei 1,95-Meter-Menschen die Puste aus – was im Kleinwagen-Segment aber niemand verwundern dürfte. Zwei durchschnittlich große Erwachsene können im Fond aber ohne Weiteres auf die Langstrecke gehen.

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Gerade hinten macht sich der üppige Radstand von 2,60 Meter positiv bemerkbar. Kniefreiheit: sehr gut.

Mit drei Passagieren hinten dürfte es ordentlich kneifen. Gut gefallen hat AUTO BILD, dass die Knie viel Platz haben – das Bild täuscht etwas, der Fahrersitz ist unverändert für einen 1,95-Meter-Piloten eingestellt. Der 2,60-Meter-Radstand ist im kleinen Hyundai-SUV deutlich zu spüren – super! Für weniger Ablenkung beim Fahren sorgt ein Head-up-Display, das Fahr- und Navidaten sowie Musikinfos auf eine kleine Glasscheibe projiziert. Entgegen dem Trend zu Touchflächen vertraut Hyundai auf Knöpfe für die Klimaanlage, und auch das Infotainment lässt sich – wie im i30 – altbewährt per Tastendruck bedienen. Bei der Farbgestaltung befährt Hyundai ganz behutsam Neuland: Kontrastfarben (Grüngelb, Orange oder Rot) brechen an Luftausströmern, Schalthebel, Gurten, Sitz- und Lenkradnähten mit dem ansonsten vorherrschenden Grau-Schwarz.

Fahren: Lebhafte Beschleunigung, ausbaufähiges Handling

AUTO BILD ist den Kona schon gefahren. Der 177 PS starke Benziner hat leichtes Spiel mit dem 1,4-Tonnen-SUV.

Bei der ersten, sehr kurzen Testfahrt stand AUTO BILD der Kona mit dem 177-PS-Benziner und in einer Fahrwerks-Abstimmung für Nordamerika zur Verfügung. Die Amerikaner könnten damit durchaus glücklich werden – der Kona nimmt wogend und schaukelnd sämtliche Querfugen und Buckelpisten des Testgeländes. Er wirkt aber mit seiner für den europäischen Geschmack arg gefühllos ausgelegten Lenkung und angesichts seiner kompakten Größe zu unhandlich. Da hilft auch der Druck auf die Fahrmodus–Taste mit der Wahl zwischen "Komfort" und "Sport" nicht viel weiter (beeinflusst Lenkung und Ansprechverhalten). Die Hyundai-Ingenieure haben AUTO BILD jedoch persönlich versichert, dass sich die Euro-Version handlicher und agiler fährt. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut: Der 1,6-Liter-Turbo hat mit den 1,4 Kona-Tonnen leichtes Spiel, beschleunigt lebhaft und klingt dabei etwas kernig bis heiser. Übertrieben leise ist er jedenfalls nicht. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe spielt ganz gut mit, schaltet zügig, aber ab und zu auch mal ruppig.

Ausstattung: Zehn Lackfarben und Head-up-Display

Neben den oben erwähnten zehn Lackfarben und dem Head-up-Display bietet Hyundai für den Kona unter anderem LED-Scheinwerfer und ein Soundsystem von "Krell" mit acht Lautsprechern an. Auf Wunsch passen Fahrassistenten und -hilfen auf und unterstützen den Fahrer. Das Angebot ist reichhaltig: Mit Spurhalteassistent, Notbremsassistent, Querverkehr- und Totwinkelwarner für den hinteren Fahrzeugbereich und Fernlichtassistent kann der Kona ausgerüstet werden.

Connectivity: Clevere Alternative zum großen Navi

Beim Infotainment stehen im Kona drei Alternativen zur Auswahl: Für den Einstieg muss ein Fünf-Zoll-LCD-Display reichen (inkl. Radio und Bluetooth). Wer aufs festverbaute Navi verzichten kann, aber trotzdem einen Touchscreen möchte, kann das nächstgrößere Infotainment mit Sieben-Zoll-Touchscreen ordern – damit finden Apple CarPlay und Android Auto ihren Weg in den Kona. Praktisch: Navifunktionen oder Musikstreaming werden dann einfach übers Telefon eingespielt. Das Top-Infotainment hat einen acht Zoll großen Touchscreen, 3D-Karten für die Navigation, Rückfahrkamera, Apple CarPlay und Android Auto sowie ein Daten-Abo (sieben Jahre) für den Online-Service LIVE, der Echtzeit-Daten (Wetter, Verkehr, Sehenswertes) ins Infotainment speist. Das Smartphone kann im Kona induktiv geladen werden.

Motoren: Zum Marktstart zwei Benziner

Zwei Benziner gibt es zum Marktstart im Herbst 2017: Der bekannte Einliter-Dreizylinder mit 120 PS und 172 Nm Drehmoment (Sechsgang-Handschalter) und ein 177 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo (max. Drehmoment 265 Nm), der an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe geflanscht ist und seine Kraft an alle vier Räder abgibt (maximal 50 Prozent der Kraft geht an die Hinterachse). Für Sommer 2018 hat Hyundai einen neuen Dieselmotor in zwei Leistungsstufen angekündigt. In der Basis-Version leistet der selbstzündende 1,6-Liter-Vierzylinder 115 PS. Die stärkere Variante schickt 136 PS und bis zu 320 Nm in den optionalen Allrad-Antriebsstrang. Zu den Preisen schweigt Hyundai noch, AUTO BILD rechnet mit rund 17.500 Euro für den Basis-Kona.

Hyundai Kona (2017): Bilder, Infos, Sitzprobe

Autoren: Peter R. Fischer, Dirk Branke

Stichworte:

SUV

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