Elektroautos: Irrtum und Wahrheit

Laden von Elektroautos: Tipps und Fakten

— 12.05.2017

Stromtanken ohne Vertrag

Der Bundesrat hat eine Erleichterung für E-Autobesitzer beschlossen: Stromtanken soll ohne Vertrag möglich werden. Alle Infos zum E-Auto-Laden!

Warum kaufen Sie sich kein Elektroauto?

'Warum kaufen Sie sich kein Elektroauto?'

(dpa/cj) Besitzer von Elektroautos und Hybriden sollen an öffentlichen Ladestationen bald leichter und ohne Vertragsbindung ihr Fahrzeug auftanken können. Der Bundesrat stimmte am 12. Mai 2017 der Änderung der sogenannten Ladesäulenverordnung zu, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hatte. Bislang war ein Vertrag Voraussetzung für punktuelles Laden. Die Maßnahme setzt eine europäische Vorgabe um und soll eine ungehinderte kommunen- und länderübergreifende Nutzung von Elektrofahrzeugen fördern.

BMW, Daimler, VW und Ford können loslegen

Zwei Wochen zuvor hatte die EU-Kommission den Bau und Betrieb gemeinsamer Ladestationen für Elektroautos von BMW, Daimler, VW mit seinen Töchtern Audi und Porsche sowie Ford genehmigt. Ein neues Gemeinschaftsunternehmen soll eine öffentliche Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in mehreren Mitgliedstaaten schaffen und betreiben. Den Anfang sollen 400 Schnellladestationen entlang der großen Verkehrsachsen in Europa machen. Bis 2020 sollen es dann schon Tausende Stationen sein. Das Vorhaben läuft parallel zu den Plänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), 400 Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge an Autobahn-Raststätten aufzustellen.

Tesla will Zahl der Supercharger verdoppeln

Auch Tesla hat noch in diesem Jahr Großes vor. Der Elektropionier will bis Ende 2017 die Zahl seiner Supercharger-Schnellladeplätze von aktuell 5400 auf mehr als 10.000 weltweit nahezu verdoppeln. Zudem sollen bis zum Jahreswechsel insgesamt 15.000 Destination-Charger Strom liefern – also an Orten, an denen sich die Kunden länger aufhalten, wie Hotels oder Restaurants. Allerdings ist das Gratis-Laden für Neukunden inzwischen vorbei. Seit Mitte Januar gewährt Tesla nur noch 400 Kilowattstunden als Guthaben, die für rund 1600 Kilometer ausreichen sollen. Nicht verbrauchter Credit kann aufs nächste Jahr übertragen werden. Darüber hinaus zahlt der Tesla-Fahrer fürs Laden 17 Cent/Minute bei einer Geschwindigkeit bis 60 kW und 34 Cent bei mehr als 60 kW. 

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Strom teurer durch mehr Elektroautos?

Deutschlands Stromkunden drohen wegen der massiven Ausbaupläne für die Elektromobilität möglicherweise neue Kosten. Um die Ladesäulen für Elektroautos mit Strom zu versorgen, müsse das Stromnetz spürbar ausgebaut werden, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Bezahlt werden Netzausbauten von den Stromkunden über Aufschläge auf den Strompreis. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sprach indes von einer "Geisterdebatte" über zusätzliche Verbraucherkosten: "Der immer wieder diskutierte Netzausbau für die E-Mobilität ist kaum vorhanden. Wir laufen mal wieder Gefahr, eine Zukunftstechnologie schlechtzureden."

Elektroautos und ihre Reichweite

Elektroautos und ihre Reichweite Elektroautos und ihre Reichweite Elektroautos und ihre Reichweite
Nach Schätzung der Nationalen Plattform Elektromobilität wären allein für die geplanten eine Million E-Autos bis 2020 rund 70.000 Ladepunkte und gut 7100 Schnellladesäulen erforderlich – allerdings scheint das Millionen-Ziel mittlerweile utopisch. Bisher gibt es laut Branchenverband BDEW gerade einmal ein Zehntel der Lademöglichkeiten, die Zahl der Säulen wächst in jüngster Zeit aber kräftig (siehe unten). Wie viel der Anschluss der Säulen kosten würde, lässt sich laut BDEW noch nicht genau beziffern. Die bisher veranschlagten Kosten für den Netzausbau in den kommenden Jahren ohne Ladesäulen betragen bereits mehr als 30 Milliarden Euro. Verbraucherschützer fordern mehr Gerechtigkeit: "Der Staat, die Konzerne und die Autofahrer müssen zahlen, aber nicht wie bisher der Endverbraucher über die Stromrechnung", sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

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VW Crossover-Coupé/I.D. CUVe Illustration BMW i5 Illustration Audi Q4 Illustration

Stationsnetz wächst – Kritik an Karte

Wie die Bundesnetzagentur am 18. April 2107 bekannt gab, kommt der Ausbau des Ladesäulennetzes in Deutschland langsam in Schwung. Seit Mitte März 2016 wurden demnach 1900 neue öffentliche Ladepunkte gemeldet. Der Schwerpunkt liege in den Ballungszentren, also dem Ruhrgebiet und Rheinland sowie den Großstädten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und München. Aber auch auf dem Land böten immer mehr regionale Anbieter öffentliche Ladepunkte an. Eine von der Bundesnetzagentur präsentierte Karte mit 3335 Ladepunkten stieß indes auf Kritik, vor allem aus Niedersachsen. Sie spiegele nicht einmal im Ansatz die Wirklichkeit wider, so Wirtschaftsminister Lies. Sie verunsichere die Autofahrer nur und sei damit wenig hilfreich. Die Bundesnetzagentur-Behörde räumte ein, dass das vermittelte Bild nicht vollständig sei. "Die Karte gibt lediglich ein vollständiges Bild der Schnellladestationen sowie der nach dem März 2016 meldepflichtigen Punkte wider", sagte ein Sprecher.

Fördermittel für 15.000 neue Ladesäulen

Die Bundesregierung will mit 300 Millionen Euro an Fördermitteln 15.000 neue Ladesäulen für Elektroautos in Deutschland errichten. Es geht um 5000 Schnellladestationen und 10.000 Normalladestationen. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Seit dem 1. März 2017 können Kommunen und private Investoren Anträge stellen, nachdem die EU-Wettbewerbshüter die deutschen Ausbaupläne genehmigt hatten. Die Ladesäulen müssen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Ob das Laden für die Autofahrer gratis ist oder etwas kostet, entscheiden die Betreiber.

Abrechnung nach Ladezeit: Strom teurer als Benzin

19,80 Euro kostete der Strom für 100 Kilometer beim VW e-Golf an dieser öffentlichen Ladestation in Berlin.

AUTO BILD fand bei einem Vergleich in Berlin heraus: Bei kostenpflichtigen öffentlichen Ladestationen kann das Laden sogar teurer werden als das Betanken eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Kraftstoff. Um Energie für 100 Kilometer an einer öffentlichen Standard-Ladesäule in der Innenstadt zu zapfen, musste ein aktueller e-Golf fast vier Stunden für 19,80 Euro am Stecker hängen. Zum Vergleich betankte die Redaktion einen Golf TSI mit Verbrennungsmotor. Ergebnis: Bei dem Benziner reichen 9,65 Euro für 100 Kilometer. Der Grund: Standard-Zapfanlagen spenden zwar mit elf oder 22 Kilowatt Wechselstrom, aber die meisten e-Autos können wegen ihrer langsamen Wechselstrombuchsen nur einen Bruchteil davon aufnehmen.

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Schnellladesäulen für minutenschnelles "Auftanken"

Die Stationen der deutschen Autobauer sollen für CCS-Stecker ("Combined Charging System") ausgelegt sein und eine Leistung von 350 Kilowatt unterstützen. E-Auto-Batterien sollen dort binnen weniger Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden können. Zum Vergleich: An einer Steckdose in der eigenen Garage dauert das Laden einer herkömmlichen Elektroauto-Batterie sieben bis acht Stunden.

Die Form der Gesellschaft und die Art, wie die Ladesäulen betrieben werden, seien noch offen, hieß es bei Daimler. Das Joint Venture soll offen für weitere Partner sein. Die Gründungsmitglieder Ford, BMW, Daimler und Volkswagen wollen sich zu gleichen Teilen daran beteiligen. In den vergangenen Monaten war vielfach über ein solches Vorhaben spekuliert worden.

Hersteller hoffen auf größere E-Auto-Nachfrage

Wie viel Geld die Hersteller in die Hand nehmen, ließen sie vorerst ebenfalls offen. Klar ist, dass mit der Investition in die Infrastruktur der Verkauf von E-Autos angekurbelt werden soll. Denn trotz der viel diskutierten Prämie, die es seit 2016 für neue Elektroautos gibt, läuft der Verkauf nur schleppend an. Beim zuständigen Bundesamt Bafa gingen bis Ende März 2017 insgesamt 15.348 Anträge für eine Förderun, davon in 8655 Fällen für die 4000-Euro-Prämie für reine Stromer. Der hohe Preis gilt neben dem dünnen Ladenetz bisher als größtes Hemmnis für den Verkauf von Elektroautos. Dabei sind die Hersteller auf eine gute Infrastruktur angewiesen: Sie planen für die kommenden Jahre zahlreiche neue E-Modelle.

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Tank&Rast will Ladesäulen an jeder Raststätte

Auch der Raststellenbetreiber Tank&Rast treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur bereits seit einiger Zeit in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium voran. Im September 2016 kündigte das Unternehmen an, an 34 Autobahnraststätten in Baden-Württemberg bis Ende 2016 jeweils zwei Schnellladesäulen mit 50 KW Ladeleistung zu installieren, mit Vorinstallationen für deren spätere Aufrüstung auf 150 KW. Partner ist in diesem Fall der Stromlieferant EnBW. Ziel sei es, so hieß es in einer Pressemitteilung, an allen rund 400 Standorten auf deutschen Autobahnen "moderne und typenunabhängige" Schnellladesäulen bereitzustellen. Derzeit (Stand November 2016) sind es etwa 60. Was muss man wissen, um seinen Akku schnell und unkompliziert wieder vollzukriegen? AUTO BILD beantwortet die wichtigen Fragen zum Thema Laden eines E-Autos.

Wo lade ich am besten?

80 Prozent der Elektroautobesitzer laden ihren Wagen laut Bundesverband eMobilität zu Hause an der heimischen Steckdose. Es empfiehlt sich die Nutzung einer sogenannten Wallbox für bis zu zehnmal schnelleres Laden (Kosten zwischen 1000 und 2000 Euro inklusive Montage). Diese kann von einem Fachbetrieb montiert oder von einem Stromanbieter bezogen werden. Auch am Arbeitsplatz wird bei vorhandener Infrastruktur oft Strom getankt. Es gibt aber auch immer mehr öffentliche Ladestationen, allerdings unterschiedlicher Güte.

Wie viele öffentliche Ladestationen gibt es?

Laut Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) standen zum Jahresende 2016 genau 7407 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland zur Verfügung, davon 292 Schnelllademöglichkeiten. Seit Mitte 2016 kamen damit 890 neue Ladepunkte hinzu – eine Steigerung von knapp zwölf Prozent. 1142 Städte und Gemeinden sind mit mindestens einem öffentlich zugänglichen Ladepunkt ausgestattet. An der Spitze der Bundesländer liegt Nordrhein-Westfalen (1603), gefolgt von Baden-Württemberg (1494) und Bayern (1080). Unter den deutschen Städten ist Berlin (536) Spitzenreiter. Auf Platz zwei und drei folgen Stuttgart (375) und Hamburg (292).

Wer betreibt die Stationen?

Die Stationen werden meist von großen Energiekonzernen betrieben, bei denen man sich kostenpflichtig registrieren lassen muss. Der Strom stammt zu hundert Prozent aus regenerativen Energien. Nur vereinzelt gibt es "Roaming"-Tarife, mit denen man bei mehreren Anbietern Strom tanken kann. Eine Ergänzung der sogenannten Ladesäulenverordnung soll dazu führen, dass Kunden möglichst bald per Smartphone auch ohne festen Vertrag an jeder Ladesäule nachladen können.

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Welche Anbieter gibt es noch?

Die ladende Laterne in Leipzig wurde von wisschenschaftlichen Institutionen und der Leipziger Gruppe entwickelt.

Einige Autohersteller wie Nissan und vor allem Tesla mit seinem Supercharging-Netz halten kostenlose Ladestationen für ihre Kunden bereit. Auch Geschäfte wie Aldi oder Lidl bieten vereinzelt Lademöglichkeiten vor der Ladentür. In einigen Städten wie Berlin, München und Leipzig stehen LED-Straßenlaternen als Stromtankstelle bereit. 85 Kommunen und Stadtwerke haben eine multifunktionale Straßenbeleuchtung von EnBW aufgestellt, deren Masten sich mit öffentlichem WLAN, Notruffunktion sowie Ladetechnik für Elektroautos bestücken lassen.

Wie finde ich am schnellsten eine Ladestation?

Es gibt verschiedene Apps und Internetseiten zum Finden öffentlicher Ladestationen wie den e-tankstellen-finder oder plugsurfing. Der Bundesverband eMobilität hat weitere Suchhilfen aufgelistet.

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Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos?

Auch Volkswagen bietet öffentliche Ladestationen, hier für einen VW e-Up.

Die Geschwindigkeit hängt einmal von der Ladetechnik im Fahrzeug ab. So kann der Renault Zoe mit einer Ladeleistung von 43 kW deutlich schneller laden als fast alle anderen E-Modelle. VW e-Golf, BMW i3 oder Nissan Leaf liegen serienmäßig bei 3,6 bis 3,7 kW (Wechselstrom). Gegen Aufpreis kann die Leistung per Gleichstrom allerdings merklich erhöht werden. Zudem wirkt sich der Zustand der Batterie aus, bis zu 20 Prozent und nach etwa 80 Prozent verlangsamt sich der Ladeprozess. Und natürlich hängt das Tempo von der Qualität der Stromquelle ab. Eine öffentliche Ladestation bietet üblicherweise 22 kW, eine Schnellladestation 50 kW. Mit der für 2018 für Premiummodelle angekündigten 150 kW DC-Ladung mittels CCS-Stecker kann sogar innerhalb von nur 15 Minuten eine Reichweite von über 230 km nachgeladen werden, hat das Portal e-stations.de errechnet. An heutigen 50-kW-Stationen gewinnt man in 15 Minuten etwa 80 km Reichweite hinzu. Als Faustformel für die Ladezeit gilt: Batteriekapazität geteilt durch Ladeleistung. Ein Tesla Model S mit 85 kWh-Akku und einer Ladeleistung von 22 kW ist also mit eingerechneten Schwankungen in vier bis viereinhalb Stunden komplett geladen.

Welche Stecker gibt es?

Die gängigsten Steckerarten in Deutschland: Schuko (o.l.), CCS (o.r.), Typ 2 oder Mennekes (u.r.) und CHAdeMO.

Der bekannte Schuko-Stecker passt in die heimische Steckdose, seine Dauerlast ist aber in der Regel auf 2,4 kW beschränkt. Der einphasige Typ-1-Stecker erlaubt eine Ladeleistung bis zu 7,4 kW (230 V, 32 A) und ist eher in Asien als in Europa üblich. Der dreiphasige Typ-2-Stecker (Mennekes-Stecker) wurde im Januar 2013 von der EU-Kommission als Standard festgelegt. Im privaten Raum sind Ladeleistungen bis 22 kW (400 V, 32 A) gängig, während an öffentlichen Säulen Ladeleistungen bis zu 43 kW (400 V, 63 A) möglich sind. Mit einem sogenannten Mode-3-Ladekabel können auch E-Mobile mit Typ-1-Stecker an öffentlichen Ladestationen, die meist mit einer Typ-2-Steckdose ausgerüstet sind, Strom tanken. Am variabelsten sind CCS-Stecker (Combined Charging System), die den Typ-2-Stecker mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten um eine Schnellladefunktion ergänzt und laut dem Fachportal mobilityhouse.com AC- und DC-Laden (Wechsel-- und Gleichstrom) mit bis zu 170 kW unterstützen. In der Praxis liegt der Wert eher bei 50 kW. Das CHAdeMO-Schnellladesystem (CHArge de MOve) wurde in Japan entwickelt und erlaubt Ladevorgänge bis zu 100 kW. Tesla verwendet für seine Supercharger eine modifizierte Version des Mennekes-Stecker Typ 2. Diese erlaubt eine Aufladung des Model S zu 80 Prozent innnerhalb von 30 Minuten bei einer Ladeleistung von bis zu 120 kW (Gleichstrom).

Welche Alternative gibt es zum Stecker?

Mercedes will induktives Laden schon 2017 bei der Modellpflege des Plug-in-Hybridmodells S 500 e ermöglichen.

Vor allem das induktive Laden. Bei dieser kabellosen Variante wird die Energie von einer Induktionsplatte im Boden über zwei Spulen auf den Speicher im Auto übertragen. Allerdings ist dieses System noch nicht ausgereift und wenig einheitlich. Ein Projekt mit 13 internationalen Partnern soll bis 2018 eine Standardisierung auf diesem Gebiet fördern. Forscher arbeiten zudem am sogenannten bidirektionalen Ladesystem, bei dem Elektroautos auch als Speicher dienen und die regenerativ gewonnene Energie bei Schwankungen im Stromnetz induktiv zurückgeben können.

Was plant die Bundesregierung?

Im Rahmen eines Hilfspakets, zu dem auch die sogenannte Kaufprämie für Elektroautos zählt, stellte der Bund im Mai 2016 300 Millionen Euro zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur zur Verfügung: 200 Millionen Euro für die Schnelllade-Infrastruktur und 100 Millionen Euro für die Normalladeinfrastruktur. Des Weiteren fördern die Bundesländer ihre Gemeinden und Kommunen beim Ausbau ihrer Ladenetze, meist allerdings recht zögerlich.

Wo geht die Reise hin?

Die von der Bundesregierung für 2020 avisierten 7000 Schnellladestationen und 36.000 Normalladepunkte sind einem Bericht des "Spiegel" zufolge noch in weiter Ferne. Immerhin wächst die Zahl der öffentlichen Ladepunkte immer kräftiger. Die EU arbeitet an einer Richtlinie, die eine Lade-Infrakstruktur bei Neubauten und Haussanierungen vorschreibt. Und neben dem erwähnten Konsortium der deutschen Autobauer plant auch das europäische Pilotprojekt "Ultra-E" ein Netzwerk von 25 Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von bis zu 350 kW in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Österreich. Viele Hersteller versprechen oder bauen bereits Modelle mit deutlich mehr Reichweite und kürzeren Ladezeiten. Die Entwicklung zum E-Mobil läuft – die Frage ist, mit welchem Tempo.

Elektroautos: Irrtum und Wahrheit

Autoren: , Maike Schade

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