VW Up (2020): Vorschau

Neuer VW Up (2020): Vorschau

— 28.06.2015

Familie Up: Es werden Drillinge!

VW erfindet den Up komplett neu. Künftig kommt der Kleinstwagen in drei Karosserie-Varianten. Neben dem normalen Up gibt es ein SUV und einen Minivan.

Video: VW Up (2016-2020)

Zuwachs in der Up-Familie

Inzwischen hat auch der VW-Chef eingesehen, dass mit dem Up rein optisch nicht so viel zu gewinnen ist. "Da sind wir dran, an den Proportionen kann man sicher noch was tun", sagt Martin Winterkorn. Aber weil in Wolfsburg keine Zauberer am Werk sind, vollzieht sich die Wandlung der drei Kleinstwagen VW Up, Skoda Citigo und Seat Mii nicht über Nacht, sondern in zwei zeitversetzten Schritten. Den Anfang macht im Sommer 2016 die Produktaufwertung, die vor allem am Heck des Kleinstwagens das Skalpell ansetzt. Bis zur kompletten Erneuerung vergehen dann noch weitere fünf Jahre. 2020 soll dann aber eine ganz neue Up-Familie kommen. Wir kennen schon Interna.

Der Kleinstwagenmarkt ist besonders hart umkämpft

An dem Knirps verdient VW kaum Geld. Wenn unterm Strich pro Einheit 300 Euro hängenbleiben, gilt das in nachfrageschwachen Perioden als Erfolg. Preiserhöhungen sind da besonders schwer durchzusetzen. Zum einen lässt die Konkurrenz wie Kia Picanto, Citroën C1 oder Opel Karl nichts anbrennen, zum anderen bekommt man für 10.000 Euro schon einen jungen Gebrauchten im größeren Polo-Format.

Der neue Space Up soll ein Minivan mit hoher Sitzposition werden. Möglich, dass er Schiebetüren erhält.

Der VW Up war als Nachfolger des Fox zunächst nur als Dreitürer zu haben, doch in der Käufergunst liegt der Fünftürer inzwischen deutlich vorn. Nur Fiat 500 und Ford Ka beschränken sich auf zwei Türen, alle anderen Knirpse gibt es auch mit fünf. Deshalb rechnen wir damit, dass beim Modellwechsel ausschließlich der Fünftürer überlebt – allerdings in zwei oder drei Varianten. Das Steilheck bleibt uns mit Sicherheit erhalten. Die aktuelle Planung sieht vor, auf der neuen Einheits-Architektur darüber hinaus ein kleines SUV und einen Minivan zu realisieren. Alle drei Versionen teilen sich Bodengruppe, Stirnwand, Radaufhängung, Bremse, Lenkung, Antrieb und den modularen Elektronik-Baukasten. Die Außenbleche, die Dachlinie und das Interieur unterscheiden sich dagegen deutlich voneinander. Während der Crossover auf vier konventionell angeschlagene Türen vertraut, könnten beim Van eine oder zwei Schiebetüren zum Einsatz kommen. Ein entsprechendes Konzept hat VW bereits vor Jahren bei der Studie Milano gezeigt.

Citigo und Mi sollen sich mehr abheben

Der Up als SUV? Na klar, warum nicht! Allrad ist beim Cross Up nicht geplant, wäre aber möglich.

Während im Minivan Space Up eine erhöhte Sitzposition das Raumangebot verbessern soll, ist das Mini-SUV Cross Up rundum höhergelegt. In Verbindung mit dem größtmöglichen Raddurchmesser und entsprechenden Designmodifikationen – ähnlich Fiat 500L Trekking – ändert sich der Charakter in Richtung Freizeit und Abenteuer. Allrad ist nicht vorgesehen, wäre aber dank der VW-Baukastenpolitik sofort verfügbar. Innerhalb der Modellfamilien steht der stilistische Zusammenhalt ebenso wenig infrage wie die künftig stärkere Differenzierung zwischen den Marken. Der nächste Seat Mii soll kantiger und sportlicher ausfallen, dem Skoda-Citigo-Nachfolger will man ebenfalls eine eigenständige Optik verpassen. Was für kleines Geld machbar ist, zeigen Citroën C1, Peugeot 108 und Toyota Aygo.

Dreizylinder und E-Motoren bleiben

Hier fährt der Up von Skoda, aber gaaanz leise: Den nächsten Citigo soll es als E-Auto geben. Der Preis soll sich um die 15.000 Euro bewegen.

Eigentlich sollte in diesem Jahr ein Up als Plug-in-Hybrid kommen. Das ist aber vom Tisch: Der komplexe Mix aus 0,8-Liter-Zweizylinder und kleiner E-Maschine war wohl vor allem als Diesel nur beschränkt marktfähig. Der E-Up bleibt zwar im Programm, doch der neue (wenn auch gleich starke) Elektromotor verspricht bessere Fahrleistungen und eine größere Reichweite. In Verbindung mit deutlich günstigeren Batterien will Skoda diesen Triebstrang im City-Flitzer anbieten, der nur wenig mehr als 15.000 Euro kosten soll. Der 105 PS starke, mit Ethanol betriebene EcoFuel-Antrieb wird für die nächste Version übernommen. Das Einliter-TSI-Aggregat erfüllt ab 2017 die Stufe II der EU-6-Abgasnorm. Die Leistung des aufgeladenen Dreizylinders steigt auf bis zu 116 PS. Der kleine 1,4-Liter-Diesel mit 75 bis 105 PS steht auf Abruf bereit, spielt in diesem Segment aber eher eine Nebenrolle. Vierzylinder sind vermutlich auch in Zukunft tabu. Zum einen benötigen sie einen breiteren Vorderwagen, zum anderen würden sie Polo und Co gefährlich dicht auf den Pelz rücken. Getriebeseitig kommt schon zum Facelift eine neue Fünfgang-Schaltbox. Das automatisierte Schaltgetriebe wird spätestens zum Modellwechsel durch eine Wandlerautomatik mit sechs Fahrstufen ersetzt. Den neuen Up und weitere VW-Neuheiten bis 2020 finden Sie in der Bildergalerie.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Die neue Up-Familie ist noch nicht das billige Weltauto, mit dem VW gegen Dacia punkten will. Aber mit strenger Kostendisziplin, innovativen Karosserievarianten und bewährten Tugenden (Technik, Qualität, Fahreigenschaften) könnten die neuen Kleinwagen groß rauskommen.

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