Subaru XV (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Subaru XV (2017): Alle Infos, Preise und Test

— 14.12.2017

Neuer XV: eigenständig unterm Blech

Die zweite Generation des Subaru XV steht auf einer eigenen Plattform. Es bleibt beim Boxermotor und Allradantrieb. AUTO BILD ist den XV gefahren!

Vorstellung: Neue Plattform für den XV
Interieur: Das Cockpit ist funktional
Fahren: Durchzugsstark und geländetauglich (UPDATE!)
Ausstattung: Umfangreiche Serienaustattung (UPDATE!)
Motoren und Preise: Kein Diesel mehr im Angebot (UPDATE!)
Gebrauchtwagen: Subaru XV für 14.000 Euro

Vorstellung: Neue Plattform für den XV

Die neue Plattform macht den XV 70 bis zu 100 Prozent steifer, gleichzeitig sinkt der Schwerpunkt.

Subaru hat im November 2017 die zweite Generation des XV auf den Markt gebracht. Das SUV hat nun eine eigene Plattform, die "Subaru Global Plattform", bisher basierte das Auto auf der vierten Generation des Impreza. Der neue XV soll mehr Spaß machen als der Vorgänger und sicherer sein. Dazu hat Subaru an gleich drei Schrauben gedreht: Es gibt eine neue Fahrzeugarchitektur, die Steifigkeit der Karosserie wurde verbessert, und es gibt es auch mehr Assistenten. Die neue Plattform macht den XV 70 bis hundert Prozent steifer, gleichzeitig sinkt der Schwerpunkt. Zusätzlich verbinden stärkere Gelenke die Bauteile. Lenkung- und Pedalrückmeldung, Vibrationen und Geräuschentwicklung haben die Subaru-Ingenieure ebenfalls überarbeitet. Die Bodenfreiheit bleibt mit 220 Millimeter gleich. Das SUV hat serienmäßig das sogenannte Eyesight-Assistenzsystem an Bord. Dazu gehören ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, Spurhalteassistent sowie Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. Natürlich kommt auch der neue XV mit den typischen Subaru-Attributen, Boxermotor und Allradantrieb. Neu ist die elektronische Parkbremse.

Interieur: Das Cockpit ist funktional

Warum der Hebelzug für den Tankdeckel in einer Kuhle liegt, die magisch Dreck anzieht, ist schwer verständlich.

Der Innenraum des Japan-SUVs gibt keine Rätsel auf: zentraler, hoch auf dem Armeturenträger sitzender Bildschirm, logisch angeordnete Knöpfe und Schalter. Die Materialien sind hübsch gemacht, orangefarbene Ziernähte peppen die Anmutung noch auf. Die Zierleisten in den Türtafeln weisen vorne und hinten jeweils eine andere Optik auf. Die Rückbank klappt klassisch im Verhältnis 60:40. Bei den Kunststoffen beispielsweise im inneren Heckklappengriff könnte Subaru aber mehr Mühe (und besseres Material) investieren, hier ist die Anmutung etwas instabil. Und das bei einem Auto, das mühelos durchs Gelände fahren soll!

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Fahren: Durchzugsstark und geländetauglich (UPDATE!)

Beim Anfahren heult der Motor kurz auf, hat dann aber einen guten Durchzug.

Insbesondere die stärkere Variante mit 156 PS überrascht mit einem kräftigen Durchzugsvermögen und wirkt mit dem CVT-Automatikgetriebe von Anfang an temperamentvoll. Beim Anfahren und unter Last heult der Motor zwar etwas auf, entwickelt dann aber schnell Kraft. Die Verbesserungen an Karosseriesteifigkeit und an der Lenkung zeigen im direkten Vergleich mit dem Vorgänger deutlich Wirkung: Der XV neigt sich in Kurven weniger, ist insgesamt spurstabiler und reagiert deutlich direkter auf Lenkmanöver – auch wenn aus ihm niemals ein wirklicher Dynamiker wird. Das muss er auch nicht. Seine große Stärke, die ihn von der Konkurrenz abhebt, liegt nämlich woanders: im Gelände. Dank sehr ordentlichen 22 Zentimetern Bodenfreiheit, permanentem Allradantrieb und dem im XV neuen Geländeprogramm "X-Mode" boxt sich das SUV den Weg frei, kraxelt auch schon mal über Waldwege oder steilere Hänge. Die Kraftverteilung von 60:40 auf Vorder- und Hinterachse hilft dabei genauso wie etwa der Bergabfahrassistent.  Auch wenn es wohl kaum ein Besitzer wirklich oft abseits der Straßen ausnutzen wird – gut zu wissen, dass es geht.

Ausstattung: Umfangreiche Serienaustattung (UPDATE!)

Für den XV bietet Subaru neu gestaltete Alufelgen und zwei neue Lackfarben: "Cool Gray Khaki" und "Sunshine Orange". Die Serienausstattung ist umfangreich: Licht- und Regensensor, Klimaautomatik, Sitzheizung, Radio mit Apple Carplay und Android Auto sowie das "Eyesight" genannte kamerabasierte Assistenzsystem. Damit hält der XV bei eingeschaltetem Tempomat automatisch Abstand zum Vordermann, bremst im Notfall und hilft beim Spurhalten. Praktisch für Träumer: Fährt der Vordermann an der Ampel wieder los, gibt das System einen dezenten Erinnerungston. Außerdem kann man die Palette an Assistenzsystemen gegen Aufpreis aufrüsten: ein Fernlichtassistent, aktives Kurvenlicht, Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent sind verfügbar.

Motoren und Preise: Kein Diesel mehr im Angebot (UPDATE!)

Subaru bietet den XV nicht mehr mit Dieselmotor an.

Den Boxer-Diesel und das manuelle Getriebe des Vorgängers hat Subaru bei der Neuauflage des XV gestrichen, die Motorenpalette ist entsprechend reduziert: Zwei überarbeitete Vierzylinder-Benziner mit 114 bzw. 156 PS stehen im Angebot, die jeweils an ein CVT-Automatikgetriebe gekoppelt sind. Die Aggregate wurden im großen Stil überarbeitet, 80 Prozent der Teile sind neu. Gegenüber dem Vorgänger soll der Motor leichter, kraftvoller und effizienter sein. Auch das Automatikgetriebe wurde angepasst: Es ist nun leichter, besser übersetzt und soll zum Spritsparen beitragen. Angesichts Fahrleistungen und Serienausstattung sowie fünf Jahren Garantie bis 160.000 Kilometer ist der Einstiegspreis von 22.980 Euro für den 114-PS-Benziner fair kalkuliert, den Zweiliter-Benziner gibt's ab 27 980 Euro. Wer die Topausstattung "Exclusive+" (Testwagen) ordert, der bekommt unter anderem Navi, LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, schlüsselloses Starten, Leder, Lenkradheizung und ein elektrisches Glasschiebedach dazu.

Subaru XV (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Gebrauchtwagen: Subaru XV für 14.000 Euro

Manche Verkleidungsteile sind mit Plastikclips befestigt und lösen sich mit der Zeit.

Im AUTO BILD-Dauertest schlug sich die erste Generation des Subaru XV nicht besonders gut: Nach 100.000 Kilometern bekam er die Note 4-. Grund war unter anderem die Kupplung, die das hohe Drehmoment nicht verkraftete und nach der Hälfte des Tests abrauchte. Außerdem hatte das 2012er Modell nach zwei Jahren Rost angesetzt, allerdings handelte es sich dabei eher um kosmetische Makel. Im Netz beklagen Vielfahrer die weiche Polsterung der Sitze, die schnell durchgesessen seien. Außerdem sind manche Verkleidungsteile mit Plastikclips befestigt und lösen sich mit der Zeit. Erst 2016 gönnte Subaru dem XV ein Facelift und senkte in diesem Zuge auch die Preise für das SUV. Vorfacelift-Modelle mit moderatem Kilomterstand kosten ab rund 12.000 Euro. Unter den gebrauchten Facelift-XV gibt es einige Vorführwagen und Tageszulassungen mit wenig Kilometern auf dem Zähler. Diese kosten rund 18.000 Euro.
Autor:

Fazit

Der Subaru XV ist mit seiner Geländetauglichkeit und der umfangreichen Ausstattung ein Geheimtipp für Individualisten, die nicht nur einen weichgespülten Pseudo-Kraxler, sondern einen ebenso robusten Kumpel fürs leichte Gelände suchen. Tipp: Lieber den kraftvolleren 156-PS-Benziner nehmen.

Autoren: Katharina Berndt,

Stichworte:

Allradantrieb SUV

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