Der neue VW Polo VI: 2016

VW Polo VI 2016: Vorschau

— 03.09.2014

Volkswagens neue Kleinfamilie

2016 wird ein Polo-Jahr. Als Erstes starten Drei- und Fünftürer. Später sind weitere Polo-Varianten geplant – von einer kleinen Limousine bis zum Speedster.

Der kleine Polo ist ein großer Wurf. Die stabilen Verkaufszahlen entsprechen den Erwartungen, das Design wirkt fünf Jahre nach Markteinführung auch durch das Facelift frisch. Trotzdem wagt VW einen tiefen Einschnitt, wenn im März 2016 die Fertigung der siebten Polo-Generation anläuft: Diese wird nämlich auf der Golf-Plattform stehen.

Das Design – der Polo wird erwachsen

Die Rückleuchten des neuen Polo ragen weit in die Heckklappe hinein.

So wie der A5 bei Audi steht der Polo bei VW für eine Mischung aus zeitloser Architektur und soliden Proportionen. Trotzdem ist die nächste Auflage des Bestsellers kein fader Aufguss des 2009 eingeführten Modells. Im Gegenteil: Der für die Marke VW zuständige Chefstilist Klaus Bischoff und sein Team haben den Polo-Nachfolger dichter an den Golf gerückt, ihn kantiger und sportlicher gemacht, ein erwachseneres Auto mit einer markanteren Silhouette geschaffen. An Länge und Breite ändert sich wenig, der Radstand wächst, das Dach wird etwas flacher, die Windschutzscheibe ist stärker geneigt.

Die Modellpalette – Crossover und Limousine auf Abruf

Der Polo Fünftürer erinnert auf den ersten Blick an den VW Golf. Er soll im Innenraum deutlich mehr Platz als bisher bieten.

Auch die neue Polo-Generation startet als Drei- und Fünftürer. Das eine Modell wirkt coupéhafter als bisher, das andere bietet mehr Platz für Passagiere und Gepäck, denn die Technik wird hinter die vorgezogene Schottwand verbannt. Die Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline bleiben bestehen. Dazu gibt es in Verbindung mit dem sparsamsten Diesel und dem saubersten Benziner das BlueMotion-Paket. Cabrio und Speedster sind Wackelkandidaten, weil sie in der Produktion wohl zu teuer kämen. Realistischer ist der Plan, den neuen Cross Polo zum SUV umzustricken. Hierzu dienen ein Schlechtwege-Fahrwerk mit mehr Bodenfreiheit, höhere Sitze, größere Räder und ein angehobenes Dach. Die Idee kommt Ihnen bekannt vor? Stimmt – Mercedes hat die A-Klasse nach ähnlichem Muster zum GLA weiterentwickelt. Obwohl bei den Töchtern seit geraumer Zeit Kombis im Format des Polo vom Band laufen, steht bei VW eine Zustimmung für den Polo Variant noch aus. Größere Chancen hat eine kompakte Stufenhecklimousine, die allerdings nur außerhalb Europas angeboten werden soll.

Der Antrieb – Dreizylinder und Doppelkupplung

Schon heute fahren sieben von neun Polo-Modellen nur mit drei Zylindern unter der Haube. Im Nachfolger spielt der kleine Motor sogar eine noch größere Rolle.
Die Dreizylinder-Motoren des neuen VW Polo
1.0 TSI 95 PS/160 Nm
1.0 TSI 110 PS/200 Nm
1.4 TDI 75 PS/210 Nm
1.4 TDI 90 PS/ 230 Nm>
1.4 TDI 105 PS/250 Nm
Darüber rangiert der 1,4-Liter-Benziner. Als aufgeladener Vierzylinder leistet er 150 PS und 250 Nm. An der Spitze der Modellpalette stehen künftig der Polo GTI (1,8 Liter, 185 PS/250 Nm) und der Polo WRC (Zweiliter, 231 PS/370 Nm). Ab 90 PS Leistung kann ein Doppelkupplungsgetriebe geordert werden.

Die Technik – mehr Platz und weniger Gewicht

Während der Golf VII nach der Umstellung auf die neue Plattform fast 100 Kilo leichter war, liegt die Vorgabe für den neuen Polo bei 70 Kilo. Das Raumangebot profitiert nicht nur vom längeren Radstand, sondern auch von der umgestalteten Bodengruppe miteiner kompakteren Radaufhängung. Auch die neuen Sitze wiegen weniger. Gleichzeitig werden das Crashverhalten und der Fußgängerschutz verbessert.

Die Ausstattung – Oberklasse-Luxus gegen Aufpreis

Vieles, was wir heute aus der Oberklasse kennen, können wir morgen im Polo genießen. So kann die elektrisch unterstützte Servolenkung selbsttätig kleinere Kurskorrekturen durchführen. Die Steuerung von ASR, ABS und ESP optimiert durch kurze Bremseneingriffe Traktion und Richtungsstabilität. Die aufpreispflichtige adaptive Dämpferregelung wird um einen Dynamik-Modus erweitert. In Vorbereitung sind darüber hinaus folgende Extras: Xenon-Hauptscheinwerfer, Kurvenlicht, Schlechtwetterlicht und Fernlicht-Assistent • LED-Tagfahrlicht • Front Assist mit Umfeldbeobachtung, City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung • ein adaptiver Tempomat mit Bremseneingriff • Einparkassistent für längs- und querparken • Emergency Assist mit Bremseneingriff bei Verlassen der Fahrspur • Mirror-Link-II-Smartphone-Anbindung mit erweitertem Funktionsumfang • Verkehrszeichenerkennung. Auch bei den Assistenten soll der Polo also ein großer Wurf werden ...

Der neue VW Polo VI: 2016



Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Anfang 2016 rückt der neue Polo dem Golf dicht auf die Pelle. Bei vergleichbarer Motorisierung bietet das kleinere Modell messbar mehr Effizienz zum deutlich günstigeren Preis. Das Plus an Platz und Prestige spricht zwar immer noch für den Golf, doch der Vorsprung schmilzt. Daran dürfte auch das Golf-Facelift – nur drei Monate nach der Polo-Premiere – nicht viel ändern.

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