Audi Q2 (2016) im Test: Fahrbericht

Audi Q2 (2016) im Test: Fahrbericht

Audi Q2 (2016) im Test: Fahrbericht

Erste Fahrt im Nobel-HochstĂŒhlchen

Audi schrumpft das SUV, und heraus kommt der neue Q2: So hoch wie ein SUV, aber so klein wie ein Kompakter. AUTO BILD fuhr den Q2 2.0 TDI!

Video: Audi Q2 Fahrbericht (2016)

Erste Fahrt im Q2

Ab November 2016 steht der neue Audi Q2 beim HĂ€ndler. AUTO BILD ist das kleine SUV schon gefahren – und fragt sich, ob mit dem Q2 die neue Generation der Kompakten geboren wurde. Der Q2 ist etwas kĂŒrzer und höher als ein VW Golf. Optisch fĂŒgt er sich reibungslos unter den Q3 (20 Zentimeter lĂ€nger) und den dreitĂŒrigen A3, von dem er Radstand und Technik ĂŒbernimmt. Der Fahrer hockt 8,5 Zentimeter höher als im A3. Hinten kneift der Audi lange Mitfahrer empfindlich an den Knien.
Die Entwickler schenkten den Platz lieber dem Kofferraum (405-1050 Liter) und der ersten Reihe. Mit bestens ausgeformten Polstern und gewohnt guter Verarbeitung zeigen die vier Ringe erstmals, was bisher in der Nische der Nobel-HochstĂŒhlchen gefehlt hat: dieser Mix aus selbsterklĂ€render Funktion und QualitĂ€t. Eben das Audi-Gen.

Hochwertige Ausstattung gegen Aufpreis

Das Virtual Cockpit wird auch fĂŒr den neuen Audi Q2 angeboten.

Der Q2 fasst sich eine Klasse besser an als die Konkurrenz, die hochwertigere Ausstattung kommt aus dem Konzernregal und den teureren ModellbrĂŒdern. Ob teure Soundanlage, Internet-Verbindung oder das bunte Cockpit-Display aus dem A4 â€“ es gibt fast alles, aber fast alles kostet extra. Auch Audis Armada von Fahr-Assistenten gibt es nicht fĂŒr lau. Ohne Aufpreis ist nur der Notbrems-Assistent an Bord.

Audi Q2 (Genf 2016): Sitzprobe

Tolles Fahrwerk im Q2

Da freut man sich doch ĂŒber die serienmĂ€ĂŸige Progressivlenkung, die mit nur zwei Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag Steuerimpulse in Echtzeit umsetzt. So wirft sich der Kleine fast schon lustvoll in die nĂ€chste Biegung. Die krĂ€ftige Spur hinten (27 Millimeter breiter als im A3) stemmt sich gegen den höheren Schwerpunkt, wĂ€hrend der quattro mal wieder den stillen Vollstrecker aller AntriebskrĂ€fte spielt. Deshalb wirkt Audis Fahrwerk in dieser Klasse nicht nur ĂŒberlegen, sondern auch reif fĂŒr stĂ€rkere Aufgaben – ein RS Q2 ist auf dieser Basis leicht denkbar.

Der Zweiliter-Diesel ist kein Sparmotor

Das Doppelkupplungsgetriebe ruckelt beim Anfahren.

Der 150 PS starke 2.0 TDI klingt innen eine ganze Klasse besser gedĂ€mmt und kennt bis an die 5000 Touren keine Verwandten. Im Q2 ist der Diesel, den wohl ein Drittel aller Kunden wĂ€hlen, kein Spar-, sondern ein Spaßmotor. Das Doppelkupplungsgetriebe wie im ersten Testwagen ruckelt noch immer beim schnellen Anfahren oder stört mit LĂ€ngsspiel im Antriebsstrang, bringt aber zweifellos einen Komfortvorteil gegenĂŒber dem Handschalter.

SUVs im Connectivity-Check (Genf 2016)

Was störte noch? Die Ladekante liegt mit 74 Zentimetern recht hoch, und wegen der kurzen VordertĂŒr mĂŒssen sich lange Menschen beim Aussteigen um die B-SĂ€ule schĂ€len. Die Sicht beim Einparken könnte besser sein, hier verliert der kleine Audi an kompakter Alltags-QualitĂ€t. Die Preise sind gepfeffert, doch Audi entgegnet uns: Der Q2 ist gĂŒnstiger als der dreitĂŒrige A3 und macht den Einstieg in die Q-Reihe deutlich gĂŒnstiger als bisher. Gut möglich, dass ab sofort auch Kompakt-KĂ€ufer den Q2 mit neuen Augen sehen.

Audi Q2 (2016) im Test: Fahrbericht

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SUV Kompakt-SUV

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