BMW M 1000 XR: Vorstellung
So heiß ist die dritte BMW mit M im Namen
BMW Motorrad hat die endgültigen Details zur BMW M 1000 XR veröffentlicht. Das scharfe Gerät ist fertig. 201 PS treffen auf 223 Kilogramm Gewicht. Das sollte jedem Fan heißer Münchner Sportgeräte Lust auf mehr machen.
Bild: BMW Group
BMW M 1000 XR. Oder kurz M XR. So heißt die dritte Maschine aus München mit dem verheißungsvollen Buchstaben M im Namen.
Die Beschreibung in der aktuellen Pressemitteilung liest sich vielversprechend. Die BMW soll der "Long Distance Sportler für höchste Ansprüche" sein. Klar, schöne Worte, um die XR in allerbestem Licht dastehen zu lassen. Doch wenn man sich die Details hinter den hübschen Formulierungen ansieht, zeigt sich die neue BMW als super-spannendes Konzept.
Die BMW M 1000 XR hat mehr als 200 PS
Die Basis für den Antrieb spendete die BMW S 1000 RR. Das heißt, dass ein messerscharfer Reihenvierzylinder mit variablen Steuerzeiten, variablem Ventilhub und 201 PS für Vortrieb sorgt. Die treffen auf überschaubare 223 Kilogramm Fahrzeuggewicht. Die Maximaldrehzahl des sportlichen Aggregats gibt der Hersteller mit 14.600 Umdrehungen pro Minute an.

Die M 1000 XR schaut genauso ungemütlich drein wie ihre M-Schwestern. So geht Überholprestige.
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Bei der Fahrwerkstechnik, der Regelelektronik und der Aerodynamik stand den Ingenieuren offenbar ein volles Regal zur Verfügung, aus dem sie sich bedienen konnten. Kein Wunder, haben die Bayern mit M 1000 RR und M 1000 R ja bereits zwei Super-Motorräder im Angebot, für die die Person hinter dem Lenker genau genommen den Waffenschein aus dem Sprichwort braucht.
Das Fahrwerk basiert auf dem der S 1000 XR und gruppiert sich ebenfalls um einen aus Aluminium gefertigten Brückenrahmen. Vorne hat die M XR zum Beispiel eine Upside-Down-Gabel mit separaten hydraulischen Kolben-Zylinder-Systemen. Die Federbasis der Gabel und des Federbeins können in Verbindung mit der serienmäßigen Dynamic Damping Control (DDC) eingestellt werden.

Von der Seite betrachtet zeigt sich die Verwandtschaft zu den XR-Modellen. Hier sollte man bequem sitzen können.
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M-Winglets sollen für mehr Radlast am Vorderrad der XR sorgen
Die M Winglets, die bereits von den beiden Schwestern bekannt sind, sorgen auch bei der M 1000 XR für bessere Fahrstabilität, eine geringere Wheelie-Neigung und früheres Beschleunigen dank aerodynamischem Abtrieb. Der Schlüssel zum Erfolg ist zusätzliche Radlast am Vorderrad, die unter anderem dafür sorgt, dass die Traktionskontrolle weniger regelt und mehr Beschleunigung umgesetzt werden kann.
Die Erhöhung der Last auf dem Vorderrad beginnt bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h und liegt bei 220 km/h bei zwölf Kilogramm.
M-Bremsen mit Radial-Handbremspumpe sollen für bestmögliche Verzögerung sorgen. In die Entwicklung floss BMW zufolge direkt die Erfahrung aus der Superbike-WM ein. Eine Beschichtung mit blauem Eloxal kennzeichnet die besonderen Bremssättel. Rennstreckenfahrer dürften sich über die Funktion namens Brake Slide Assist freuen. Sie soll Anbremsdrifts mit konstantem Slide in Kurven hinein möglich machen.
Serienmäßig fährt die M 1000 XR auf leisten Aluminium-Schmiederädern vor. Optional kann der Kunde Carbon-Räder bestellen.

BMW sagt, dass die M 1000 XR voll langstreckentauglich ist. Hier flitzt sie über eine schön gewundene Landstraße.
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Dass die M 1000 XR mit dem neuesten an Instrumenten und der entsprechenden Software ausgestattet ist, versteht sich von selbst. Wer möchte, kann mit einem Freischaltcode über die OBD-Schnittstelle an GPS-Daten von den Rennstreckeneinsätzen kommen.
Die Konzeption als Crossover-Motorrad sollte bequemes Sitzen ermöglichen
Das eigentliche Highlight an der neuen BMW M dürfte aber ihre Grundkonzeption als Crossover-Bike sein. Die Idee ist nicht neu. Die Inspiration stammt von den bereits vorhandenen XR-Modellen. Aber sie könnte nun für neue Kunden kompatibel werden. Nicht nur für die, die wegen zunehmendem Zwicken im Kreuz gerne aufrecht sitzen. Sondern vor allem jenen, die gerne längere Strecken mit 280 km/h fahren.
Die BMW M 1000 XR geht im ersten Quartal 2024 an den Start und kostet in der Basis 25.900 Euro. Wem das noch nicht reicht, der bekommt natürlich auch diese scharfe BMW mit Competition-Paket, ganz so wie ihre M-Schwestern auch.
Fazit
Braucht die Motorradwelt unbedingt ein Bike, das ebenso Rennstreckenkönig wie Reisespezialist ist? Eine Kreuzung aus BMW Doppel-R und GS, wenn man mal ganz arg zuspitzt. Vermutlich nicht. Aber die Welt kann genau so ein Motorrad jetzt haben. Und der Volksmund sagt ja: Haben ist besser als brauchen.
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