Im BMW Vision Next 100 stecken Features für die kommenden 30 Autojahre. AUTO BILD checkt, welche Funktionen schon bald in Serie gehen!
Bild: Fabian Kirchbauer
Christopher Clausen
Glänzend, kupferfarben, glatt. Für die Studie Vision Next 100 haben die BMW-Designer auf einem weißen Blatt angefangen – und präsentieren ihre Idee davon, wie das Auto in 20 bis 35 Jahren aussehen könnte: mit futuristischer Optik und verdeckten Rädern, deren Ummantelungen sich beim Lenken mitbewegen. Ziemlich abgehoben? Nicht alles an dieser Studie ist ferne Zukunftsmusik: AUTO BILD prüft, welche Funktionen schon bald in kommenden BMW-Modellen stecken könnten und welche Tendenzen es bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge gibt.
Heiko Hampf, Leiter Customer Experience, erklärt Redakteur Clausen den Innenraum der BMW-Studie.
Bild: Fabian Kirchbauer
Mehr als ein Jahr lang haben die Entwickler für Innenraum, Außengestaltung und auch Digitales bei der Entwicklung der Studie an einem Strang gezogen – diese eng verzahnte Zusammenarbeit ist neu. "Das Auto wird stärker von innen heraus betrachtet", beschreibt Heiko Hampf, Leiter Customer Experience und verantwortlich für die digitalen Aspekte bei der Entwicklung der Studie. Der Kunde und seine Bedürfnisse während der Fahrt stehen immer stärker im Mittelpunkt, die Form des Autos leitet sich daraus ab. Insbesondere durch das autonome Fahren wird der Bedarf nach flexiblen Raumkonzepten steigen. Die Folge: Die unterschiedlichen Funktionen sollen besser miteinander harmonieren.
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Auch, wenn es sich bei der Studie um ein voll vernetztes Fahrzeug handelt, sieht es im Innenraum sehr aufgeräumt aus. Keine großen Bildschirme, kein Gefunkel. "Wir glauben nicht, dass man sich auf großen, hochauflösenden Screens ganze Kinofilme ansehen will", sagt Heiko Hampf. Im Vision Next 100 gibt es wichtige Fahrdaten auf einem riesigen Head-up-Display in der Scheibe – das auf Wunsch eben nur die wichtigsten Daten anzeigt. "Wir wollen die Technologie nicht zelebrieren und außerdem stärker mit natürlicheren Signalen arbeiten", erklärt Hampf. Deshalb sind auf dem Armaturenträger kleine Dreiecke angeordnet, die sich je nach Situation neu anordnen und den Fahrer auf besondere Situation wie entgegenkommenden Verkehr hinweisen. Ob das einen Weg in die Serie findet? "Wir werten die Reaktionen aus und werden unsere Forschungen entsprechend anpassen", sagt Hampf.
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3. Autonomes Fahren – und trotzdem volle Kontrolle
Das Türkonzept des Vision Next 100 ist aufregend – aber sicher nicht sehr seriennah.
Bild: Fabian Kirchbauer
Welche Rolle nimmt der Fahrer ein, wenn Autos irgendwann selbstständig fahren können? Und was wird dann aus dem BMW-Slogan "Freude am Fahren"? "Wir streben eine klare Unterscheidung an", sagt Heiko Hampf. Im Boost-Modus hat der Fahrer die volle Kontrolle über sein Auto, die Technik hilft lediglich beim Fokussieren. Im Ease-Modus zieht sich das Lenkrad zusammen, die Sitze verschieben sich. Prognose für kommende Modelle: Auch wenn das vollautonome Fahren rechtlich noch nicht möglich ist – die Techniker arbeiten an einer deutlichen Differenzierung, um BMW-Fans auch künftig ein eigenes Fahrgefühl zu vermitteln.
4. Das Auto passt sich den Bedürfnissen der Insassen an
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Sprachsteuerung in Autos immer wichtiger und besser wird. In der Vorstellung der BMW-Ingenieure sollen Fahrzeuge noch mehr auf die Fahrer eingehen: Sie merken sich die Vorlieben und leiten daraus beispielsweise Routen- und Fahrthinweise ab. Damit wird das Auto immer weiter zum persönlichen Assistenten.
Bildergalerie
Neue BMW (2023 bis 2025)
5. Der Antrieb: Emissionsfrei, aber mit Fahrspaß
Was die Motorisierung betrifft, gibt BMW für das Konzept keine konkreten Vorschläge an. Fakt ist aber: Die meisten Autos von BMW sollen künftig emissionsfrei fahren – sonst lassen sich die Flottenverbräuche nicht einhalten. Plug-in-Hybride, Elektroantrieb oder Wasserstoff scheinen hier denkbar, wie schon beim X5 oder 3er Plug-in. Hartgesottene Petrolheads mögen sich an eben diesen fassen – die Entwickler bei BMW sind sich sicher, dass auch die Fahrleistungen (und bald auch die Reichweite) von Stromern überzeugen werden.
Fazit
von
Christopher Clausen
Während abgefahrene Karosseriekonstruktionen und vollautonomes Fahren noch weit entfernt sind, zeigt sich, dass Autos künftig ganzheitlicher entwickelt werden. Das macht Hoffnung, dass die Autohersteller in letzter Instanz neue, eigene Lösungen suchen – und wieder individueller werden.
Neue BMW (2023 bis 2025)
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AUTO BILD zeigt alle kommenden BMW-Modelle bis 2025! Los geht's mit dem BMW M2; Marktstart: April 2023; Preis: ab 72.800 Euro. Der neue M2 setzt auf alte Tugenden. Bedeutet: Sechs Zylinder und 460 PS unter der Haube, und auch eine Handschaltung ist im Angebot. Optisch präsentiert er sich kantig und bullig.
Bild: BMW Group
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BMW XM; Preis: ab 170.000 Euro; Marktstart: Frühjahr 2023. Das zweite eigenständige M-Modell nach dem M1 wird ein großes SUV mit riesiger Doppel-Niere. Als Antrieb dient ein elektrifizierter V8, der Plug-in-Hybrid bringt es auf eine Systemleistung von 653 PS und bis zu 800 Nm Drehmoment.
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BMW i7 M70; Preis: ca. 150.000 Euro; Marktstart: 2023. Die Variante "M70" ist das Topmodell des i7. Verantwortlich für den Vortrieb sind hier ein 258 PS starker E-Motor an der Vorderachse sowie ein 489 PS starker E-Motor hinten. Zusammen kommt der Allradantrieb dann auf 485 kW (660 PS).
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BMW X5/X6 Facelift; Preis: ab 73.200 Euro (X5) bzw. ab 82.700 Euro (X6); Marktstart: 2023. Für einen noch präsenteren Auftritt sorgen künftig serienmäßige Designelemente des Modells xLine, neue Nieren und um 35 Millimeter flachere Scheinwerfer zieren die Front. Noch ...
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... dynamischer wird's mit dem M-Sportpaket, das für den X6 sogar Teil der Serienausstattung wird – beim X5 wird es optional angeboten. Motorenseitig hält BMW an seinen bisherigen Antrieben fest, verpasst einigen aber noch einen Leistungs-Bonus.
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BMW X5 M/X6 M Competition Facelift; Marktstart: 2023; Preis: ab ca. 160.000 Euro. Wie auch seine zahmen Geschwister bekommen auch die brutalen M-Brüder des X5 und X6 ein Facelift – erstmals mit 48 Volt-Bordnetz und immer als stärkere Competition-Version mit 625 PS.
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BMW M3 CS; Preis: ab 146.000 Euro; Marktstart: 2023. BMW bringt den M3 als limitierten CS. Das Sondermodell hat 550 PS und beschleunigt dank Allrad schneller auf 100 km/h als der M4 CSL.
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BMW 5er und i5 G60; Preis: ab 57.550 Euro (5er), ab 70.200 Euro (i5); Marktstart: Herbst 2023. Der neue 5er wird kein geschrumpfter 7er, die Nieren bleiben human und auch die Scheinwerfer bleiben einteilig. Bei den Abmessungen legt der neue dafür etwas zu, wird insgesamt ...
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... zehn Zentimeter länger, drei Zentimeter höher und breiter. Motorenseitig setzen die Bayern auch durchgängige Elektrifizierung, erstmals gibt's den Oberklasse-BMW auch als vollelektrischen i5 – mit bis zu 601 PS und 582 Kilometern Reichweite.
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BMW X2/iX2; Marktstart: 2023. Wie ein möglicher X2-Nachfolger motorisiert sein könnte, ist zurzeit noch reine Spekulation – allerdings wäre ein zweigleisiger Ansatz wie beim aktuellen X3 und iX3 denkbar.
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BMW XM Label Red; Preis: 203.000 Euro Marktstart: Herbst 2023. Satte 748 PS, maximales Drehmoment von 1000 Nm – und das in einem SUV! Mit dem XM Label Red bringt BMW das stärkste Serienmodell der Marke – und die Produktion soll bereits im August 2023 starten.
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BMW M5 Touring; Marktstart: 2024. Nach 17 Jahren soll es einen neuen M5 Touring geben – erst den dritten jemals. Über 700 PS sind auf jeden Fall denkbar und eine elektrische Variante wird es auch geben.
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BMW X3; Preis: 60.000 Euro; Marktstart: 2025. Die Münchner setzen auf Antriebsvielfalt, wollen nicht nur Batterieautos produzieren. So nutzt der kommende iX3 die neue E-Technik, mit der sechsten Generation der eDrive-Antriebe und schneller 800-Volt-Technik (erlaubt bis zu 350 kW Ladeleistung), werden Benziner und Diesel der bisherigen CLAR-Plattform treu bleiben.
Bild: Larson
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BMW 4er Facelift; Marktstart: 2024. Ähnlich wie beim 3er werden die Leuchten leicht modifiziert, die LED-Scheinwerfer erhalten eine neue Leuchtengrafik. Zudem scheint BMWdie Stoßfänger leicht zu überarbeiten, die seitlichen Lufteinlässe dürften neu gestaltet werden.
Bild: Bernhard Reichel
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BMW i3; Marktstart 2025. BMW belebt die "Neue Klasse" wieder – mit einer neuen Plattform, die ausschließlich auf Elektroantriebe setzt. 2025 dürfte die Neue Klasse dann mit dem künftigen i3 an den Start gehen.