E-Autos und Plug-in-Hybride mit Kaufprämie

E-Autos: Infos zum Umweltbonus, Förderung und Antragsformular

Infos zum Umweltbonus für Elektroautos

Für E-Autos und Plug-in-Hybride gibt's endlich mehr Kaufprämie, sogar rückwirkend. Die erhöhte Prämie gibt es ab sofort. Alle Infos zum Umweltbonus!
Die Einführung eines erhöhten Umweltbonus für neue Elektroautos, Plug-in-Hybride und Wasserstofffahrzeuge ist am 19. Februar 2020 erfolgt! Wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin zuvor getwittert hatte, wurde zu dem Datum auch das Antragsverfahren vereinfacht. Die neue Förderrichtlinie wirkt rückwirkend. Damit lässt sich die erhöhte Kaufprämie im Nachhinein für alle berechtigten Fahrzeuge beantragen, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden. Die Umweltprämie verteilt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das dem Wirtschaftsministerium zugeordnet ist.

Bis zu 6000 Euro Kaufprämie für E-Autos

Gleichzeitig wurde der Umweltbonus bis 2025 verlängert, Bund und Autoindustrie übernehmen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten. An Bundesmitteln sind 2,09 Milliarden Euro eingeplant. Konkret steigt der Zuschuss bei E-Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro (beispielsweise für den neuen VW ID.3) von 4000 auf 6000 Euro und bei Fahrzeugen über 40.000 Euro Nettolistenpreis bis zu einer Grenze von 65.000 Euro auf 5000 Euro. Bei Plug-in-Hybriden vergrößert sich der Zuschuss auf 4500 (Neupreis bis 40.000 Euro) respektive 3750 Euro (Neupreis über 40.000 bis 65.000 Euro). Hinzu kommt noch eine Ersparnis bei der Mehrwertsteuer von bis zu 570 Euro. Nachdem sich der Beitrag des Bundes verzögert hatte, waren erste Hersteller vorgeprescht und hatten von sich aus die Umweltprämie erhöht.

E-Autos mit Garantie

Neue E-Autos (2020 bis 2024)

Förderung von bis zu 700.000 weiteren E-Fahrzeugen

Mit der höheren Prämie werde es möglich, weitere 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge zu fördern, teilte die Bundesregierung mit. Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos auf den Markt bringen, auch im Massenmarkt. Um die Klimaziele 2030 zu schaffen, sind bis dahin sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig, wie aus einem "Masterplan Ladeinfrastruktur" der Bundesregierung hervorgeht.

Umweltbonus auch für junge Gebrauchte

Laut Beschluss der Bundesregierung vom November 2019 wird der Umweltbonus nicht nur für Neufahrzeuge gezahlt, sondern auf die sogenannte Zweitveräußerung ausgedehnt. Das heißt, auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge, die weder als Firmenwagen noch als Dienstwagen des Ersterwerbers eine staatliche Förderung erhalten haben, sollen die Umweltprämie erhalten. Voraussetzung: Der Wagen ist zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs mindestens vier und maximal acht Monate in erster Hand zugelassen und weist eine maximale Laufleistung von 8000 Kilometern auf. Vermutlich betrifft das vor allem Vorführwagen von Händlern außerhalb der Städte mit eher geringem Umsatz bei Elektroautos, denen der Weiterverkauf erleichtert werden soll. Neben der höheren Kaufprämie für Elektroautos war auch das Schaffen von mehr Ladestationen ein Kernergebnis des "Autogipfels" Anfang November 2019 im Kanzleramt. Damit wollen Politik und Autoindustrie sicherstellen, dass die Autokäufer Elektroautos besser annehmen und ein Massenmarkt entsteht.
Mobile E-Auto-Ladegeräte

Juice Booster 2 (bis 22 KW)

Preis*: 999 Euro

NRGkick 32 A Light (bis 22 KW)

Preis: 985 Euro

NRGkick 16 A Light (bis 11 KW)

Preis: 932 Euro

*Preise: Stand 12.09.2019

Umweltbonus wurde lediglich 173.841 Mal beantragt

Der sogenannte Umweltbonus war 2016 eingeführt worden, erfüllte die Erwartungen jedoch nicht. Bis Ende Januar 2020 wurde er lediglich 173.841 Mal beantragt, in rund zwei von drei Fällen für reine E-Autos. Bei Interesse am Umweltbonus für die Elektromobilität: Hier geht es zum Online-Antragsformular, hier zur offiziellen Förderliste des zuständigen BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Außerdem beantwortet AUTO BILD alle Fragen zum Prozedere.

Alle Infos zur Elektro-Kaufprämie

Was sind die wichtigsten Fakten?

Ab dem 19. Februar 2020 gibt es 6000 Euro bei Kauf oder Leasing eines reinen E-Autos. Wer ein Plug-in-Hybridfahrzeug (Elektro- und Verbrennungsmotor) kauft, der erhält eine als Umweltbonus umschriebene Prämie von bis zu 4500 Euro (jeweils unter 40.000 Euro Netto-Kaufpreis). Für entsprechende Fahrzeuge bis 65.000 Euro wächst der Bonus auf 5000 bzw. 3750 Euro. Der Umweltbonus wird weiterhin jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Das Förderprogramm umfasst 1,2 Milliarden Euro, das reicht für 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge. Bis Ende Januar 2020 wurde sie gut 173.000 Mal abgerufen.

Wo kann ich die Kaufprämie beantragen?

Wie schon die Abwrackprämie für Altautos 2009 verwaltet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Auszahlung der Prämie.

Wer darf einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird. Die Zulassung muss nach dem 18. Mai 2016 erfolgt sein, für den erhöhten Bonus gilt der Stichtag 4. November 2019.

Wird der Kauf aller Elektroautos gefördert?

Nein, es gibt die Prämie derzeit nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro fürs Basismodell, ab 2020 für höchstens 65.000 Euro (siehe oben). Eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge gibt es hier, sie wird kontinuierlich erweitert.

Wie kommt man als Autokäufer an die Prämie?

Anträge für die Prämien können online beim BAFA gestellt werden. "Schnell, voll elektronisch und sicher" verläuft die Abwicklung laut BAFA-Chef Arnold Wallraff, nicht auf dem Schriftweg. Ein einmaliger Kontakt zum BAFA reicht, verspricht das Bundeswirtschaftsministerium.

Welche Unterlagen sind nötig?

Wer die Prämie bekommen will, muss eine Rechnungskopie vom Autohändler sowie den Zulassungsnachweis auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief) vorlegen. Dafür hat man einen Monat Zeit nach Eingang des Antrags beim BAFA. Achtung: Um den Bonus vom Staat für einen E-Auto oder für einen Hybrid-Wagen zu bekommen, muss auf der Rechnung vom Autohändler stehen, dass der Hersteller eine Prämie in gleicher Höhe vom Netto-Kaufpreis bereits abgezogen hat. Die Dokumente können beim Antrag als Kopie hochgeladen werden.

Wie lange läuft das Programm?

Die Förderung wurde bis 2025 verlängert und reicht bei einem Fördertopf von 2,09 Milliarden Euro für bis zu 700.000 Autos.

Welche Hersteller beteiligen sich?

Die deutschen Autobauer wie Volkswagen, Daimler und BMW sind dabei, aber auch viele ausländische Hersteller. So beteiligen sich Citroën, Hyundai, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Toyota und Volvo. Einzelne Anbieter legen sogar auf die Prämien noch einen Zuschlag drauf, um E-Auto-Kunden anzulocken.

Für wen lohnt sich ein Elektroauto?

E-Autos sind vor allem eine Alternative für Autofahrer, die relativ viel Kurzstrecke fahren und über eine Lademöglichkeit verfügen – idealerweise eine eigene Garage mit Wallbox oder zumindest eine Ladestation um die Ecke. Und: Sie sollten Idealisten sein, denn auch mit Prämie sind Elektroautos meist teurer als vergleichbare konventionell angetriebene Modelle. Zwar gilt laut einer Auswertung der Management-Consultants Horváth&Partner, dass die Energiekosten je Kilometer bei einem Verbrenner trotz niedriger Ölpreise um den Faktor 2,4 höher sind als bei einem reinen E-Auto. Doch muss man wirklich viel fahren, um das wieder reinzuholen: Selbst mit 6000 Euro Höchstprämie bleibe ein Großteil der E-Modelle bei den Kosten pro Kilometer deutlich teurer als Benziner oder Diesel, hat der ADAC errechnet. Sollten die Spritpreise deutlich anziehen, könnte sich der höhere Anschaffungspreis im Laufe eines Autolebens schneller amortisieren.

Warum hilft der Staat?

Die Autoindustrie ist eine deutsche Schlüsselbranche mit 800.000 Arbeitsplätzen und 370 Milliarden Euro Jahresumsatz. Daher unterstützt der Staat die Autobauer, damit sie den Anschluss an Zukunftstechnologien wie E-Mobilität oder autonomes Fahren nicht verpassen. Zudem ist die Politik durch EU-Vorgaben beim Klimaschutz unter Druck.
Mit Material von dpa und Reuters
Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.