Zum Beginn der Legislaturperiode einer Regierung bestellen sich die Minister traditionell ihre Dienstwagen. Nichts anderes gilt für die aktuelle Bundesregierung. Interessant daran: Einige Kabinettsmitglieder der Ampelkoalition steigen auf Elektroautos um.
Das dürfte vor allem an der Tatsache liegen, dass die Grünen der neuen Bundesregierung angehören. Eine Bestellung eines E-Autos ist offenbar geplant, zwei Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb wurden bereits angeschafft, ein im Fuhrpark eines Ministeriums vorhandenes Elektroauto soll weiter genutzt werden. Das erfuhr die "Automobilwoche" bei einer Anfrage an die Ministerien. Zwei Angehörige der Regierung können bisher nicht umsteigen, einer hat sich noch nicht entschieden.

Das sind gute Elektroautos

Die zurzeit besten E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Audi Q4 e-tron
BMW iX
Hyundai Ioniq 5
Kia Niro EV
Kia EV6
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Skoda Enyaq iV
Tesla Model 3
Toyota bZ4X
 

Baerbock, Özdemir und Spiegel in Zukunft elektrisch unterwegs

Konkret handelt es sich bei den Elektro-Umsteigern um Außenministerin Annalena Baerbock, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und Familienministerin Anne Spiegel. Annalena Baerbock wird in Zukunft in einem vollelektrischen Mercedes EQS unterwegs sein. Cem Özdemir wird sich in einem Audi e-tron chauffieren lassen. Und Anne Spiegel setzt auf einen BMW i4.
BMW i4 M50
Familienministerin Anne Spiegel wird sich in einem BMW i4 zu dienstlichen Terminen chauffieren lassen.

Stefanie Lemke übernimmt einen elektrischen Mercedes

Umweltministerin Stefanie Lemke will den Mercedes EQC ihrer Vorgängerin Svenja Schulze weiter nutzen. Der Daimler des Umweltministeriums war während der vergangenen Legislaturperiode das erste Ministerfahrzeug mit komplett elektrischem Antrieb. Was für einen Dienstwagen Svenja Schulze nach ihrem Wechsel ins Entwicklungshilfeministerium nutzen wird, ist noch nicht klar.
Mercedes S-Klasse S 680 GUARD 4MATIC
Bundeskanzler Olaf Scholz reist im Mercedes S 680 Guard mit Zwölfzylinder. Aus Sicherheitsgründen.

Olaf Scholz und Robert Habeck fahren Panzer-Limousinen

Bei Bundeskanzler Olaf Scholz ist dagegen die Anschaffung eines Mercedes S 680 Guard mit Zwölfzylinder zum Preis von mehr als einer halben Million Euro bestätigt. Der Grund dafür sind Sicherheitsbedenken. Der Regierungschef wird in einer gepanzerten Limousine gefahren, um ihn vor möglichen Anschlägen zu schützen.

Eine E-Limousine mit Panzerung: Geht das?

Praktisch ist eine elektrische Panzerlimousine noch nicht umsetzbar. Das zeigt ein Artikel der BILD-Zeitung. Da bestätigt ein Sprecher der Mercedes-Guard-Abteilung, man sei "am Thema dran". Doch der Schutz der im Fahrzeugboden untergebrachten Batterien vor Explosionen stelle die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. Vom hohen Fahrzeuggewicht ganz abgesehen.

Was für einen Dienstwagen wählt Volker Wissing?

Ähnliches wie für den Bundeskanzler gilt für Wirtschafts- und Energieminister sowie Vizekanzler Robert Habeck. Er reist in einem der 14 Sonderschutzfahrzeuge des BKA. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts der "Automobilwoche" scheinbar noch nicht entschieden. Bleibt abzuwarten, ob er sozusagen mit gutem Beispiel vorangeht. Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel von 15 Millionen Elektro-Fahrzeugen 2030 fällt zum großen Teil in seine Verantwortung.