Elektroautos: Olaf Scholz, Annalena Baerbock, Cem Özdemir, Anne Spiegel, Volker Wissing, Robert Habeck
Diese Bundesminister fahren in Kürze elektrisch

Wenn die Legislaturperiode einer Bundesregierung beginnt, bestellen die Minister ihre Dienstwagen. Einige Kabinettsmitglieder der Ampelkoalition steigen auf Elektroautos um. Zwei können (noch) nicht wechseln.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Zum Beginn der Legislaturperiode einer Regierung bestellen sich die Minister traditionell ihre Dienstwagen. Nichts anderes gilt für die aktuelle Bundesregierung. Interessant daran: Einige Kabinettsmitglieder der Ampelkoalition steigen auf Elektroautos um.
Das dürfte vor allem an der Tatsache liegen, dass die Grünen der neuen Bundesregierung angehören. Eine Bestellung eines E-Autos ist offenbar geplant, zwei Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb wurden bereits angeschafft, ein im Fuhrpark eines Ministeriums vorhandenes Elektroauto soll weiter genutzt werden. Das erfuhr die "Automobilwoche" bei einer Anfrage an die Ministerien. Zwei Angehörige der Regierung können bisher nicht umsteigen, einer hat sich noch nicht entschieden.
Das sind gute Elektroautos
Baerbock, Özdemir und Spiegel in Zukunft elektrisch unterwegs
Konkret handelt es sich bei den Elektro-Umsteigern um Außenministerin Annalena Baerbock, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und Familienministerin Anne Spiegel. Annalena Baerbock wird in Zukunft in einem vollelektrischen Mercedes EQS unterwegs sein. Cem Özdemir wird sich in einem Audi e-tron chauffieren lassen. Und Anne Spiegel setzt auf einen BMW i4.

Familienministerin Anne Spiegel wird sich in einem BMW i4 zu dienstlichen Terminen chauffieren lassen.
Bild: BMW AG
Stefanie Lemke übernimmt einen elektrischen Mercedes
Umweltministerin Stefanie Lemke will den Mercedes EQC ihrer Vorgängerin Svenja Schulze weiter nutzen. Der Daimler des Umweltministeriums war während der vergangenen Legislaturperiode das erste Ministerfahrzeug mit komplett elektrischem Antrieb. Was für einen Dienstwagen Svenja Schulze nach ihrem Wechsel ins Entwicklungshilfeministerium nutzen wird, ist noch nicht klar.

Bundeskanzler Olaf Scholz reist im Mercedes S 680 Guard mit Zwölfzylinder. Aus Sicherheitsgründen.
Bild: Fabian Matzerath
Olaf Scholz und Robert Habeck fahren Panzer-Limousinen
Bei Bundeskanzler Olaf Scholz ist dagegen die Anschaffung eines Mercedes S 680 Guard mit Zwölfzylinder zum Preis von mehr als einer halben Million Euro bestätigt. Der Grund dafür sind Sicherheitsbedenken. Der Regierungschef wird in einer gepanzerten Limousine gefahren, um ihn vor möglichen Anschlägen zu schützen.
Eine E-Limousine mit Panzerung: Geht das?
Praktisch ist eine elektrische Panzerlimousine noch nicht umsetzbar. Das zeigt ein Artikel der BILD-Zeitung. Da bestätigt ein Sprecher der Mercedes-Guard-Abteilung, man sei "am Thema dran". Doch der Schutz der im Fahrzeugboden untergebrachten Batterien vor Explosionen stelle die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. Vom hohen Fahrzeuggewicht ganz abgesehen.
Was für einen Dienstwagen wählt Volker Wissing?
Ähnliches wie für den Bundeskanzler gilt für Wirtschafts- und Energieminister sowie Vizekanzler Robert Habeck. Er reist in einem der 14 Sonderschutzfahrzeuge des BKA. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts der "Automobilwoche" scheinbar noch nicht entschieden. Bleibt abzuwarten, ob er sozusagen mit gutem Beispiel vorangeht. Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel von 15 Millionen Elektro-Fahrzeugen 2030 fällt zum großen Teil in seine Verantwortung.
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