Elektroautos sind leider immer noch teurer als Verbrenner. Wer aber clever sucht, der wird auch unter 30.000 Euro fündig – und das ist der Preis vor Abzug der Kaufprämie! Klar, bei batterieelektrischen Fahrzeugen in dieser Preiskategorie handelt es sich meist um Kleinst- und Kleinwagen, und deren Markt wird aufgrund geringer Margen der Hersteller immer übersichtlicher. Doch es gibt sie, und ihre Qualitäten sollte man nicht unterschätzen. Vor allem, wenn man in einer Metropole wohnt, in der Parkraum knapp ist.

Sieben günstige E-Autos

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Smart EQ fortwo
UVP ab 18.370 EUR/Ersparnis bis zu 9162,00 EUR
Dacia Spring Electric
UVP ab 22.550 EUR/Ersparnis bis zu 7403,00 EUR
Renault Twingo Electric
UVP ab 23.790 EUR/Ersparnis bis zu 10.229,00 EUR
Renault Zoe
UVP ab 29.990 EUR/Ersparnis bis zu 11.287,00 EUR
Fiat 500 Elektro
UVP ab 30.990 EUR/Ersparnis bis zu 8858,00 EUR
Nissan Leaf
UVP ab 33.400 EUR/Ersparnis bis zu 10.650,00 EUR
Opel Corsa-e
UVP ab 33.895 EUR/Ersparnis bis zu 9592,00 EUR

AUTO BILD hat eine Liste mit E-Autos zusammengestellt, die für überschaubar viel Geld zu haben sind. Das entscheidende Kriterium ist die UVP des Herstellers.

Dacia Spring Electric: Elektromobilität für Pragmatiker

Mit dem Spring Electric hat Dacia sein erstes Elektroauto auf den Markt gebracht. Der Spring hat 45 PS und schafft – zumindest auf dem Papier – 230 Kilometer Reichweite. Wie zu erwarten ist der E-Rumäne vor allem günstig. Dacia gibt die unverbindliche Preisempfehlung auf seiner deutschen Internetseite mit 22.550 Euro an.
Hinweis
Dacia Spring bei Carwow    
Werden 6750 Euro Umweltbonus und 427,50 Mehrwertsteuerersparnis (19 Prozent des Händleranteils von 2250 Euro) davon abgezogen, bleiben 15.372,50 Euro übrig. (Da alle hier genannten E-Autos aufgrund längerer Lieferzeiten nicht mehr 2022 als Neuwagen zugelassen werden können, wird mit dem Umweltbonus von 2023 gerechnet.)

e.wave X folgt auf den Cityflitzer e.Go Life

Der 78 PS starke e.Go Life ist so groß wie ein Smart fortwo – und als Neuwagen inzwischen Geschichte. Sein Nachfolger heißt e.wave X und soll laut Hersteller Next.e.Go Mobile in wesentlich größerer Stückzahl produziert werden als sein Vorgänger. Das Chassis besteht aus simplen Aluprofilen, der E-Motor kommt von Bosch.
e.GO Mobile e.wave X
Der e.wave X von Next.e.Go Mobile hat 60 PS Systemleistung. Geladen werden kann mit maximal 11 kW. Leergewicht: rund 1200 Kilo.
Mitbringen soll der 3,36 Meter kurze e.wave X 60 PS. Mit dem 30,4-kWh-Akku sollen nach WLTP-Norm 163 Kilometer Reichweite drin sein, in der Stadt rund 250 km. Bis zu den ersten Auslieferungen dürfte es noch ein paar Monate dauern, beim Basispreis ist die Rede von 24.990 Euro. Abzüglich der Elektro-Kaufprämie wären das 17.812,50 Euro – mit Extras wie Alcantara-Lenkrad und Klavierlack im Innenraum rund 5000 Euro mehr.

Nissan Leaf: ein ganz Großer im Bereich E-Mobilität

Der Nissan Leaf ist alles andere als ein Neuling auf dem Elektro-Markt. Bereits 2010 ging Nissan mit dem elektrischen Kompakten an den Start. Seitdem ist das Aussehen schnittiger und die Technik leistungsfähiger geworden.
Hinweis
Nissan Leaf bei Carwow  
Im Dauertest bei AUTO BILD überzeugte die aktuelle Generation Leaf mit niedrigen Unterhaltskosten und einer praxistauglichen Reichweite. Mit der 39 kWh großen Batterie und 150 PS gibt es den Nissan Leaf ab 33.400 Euro. Auch hier wären bei Zulassung ab 2023 wieder 7177,50 Euro Umweltbonus abzuziehen. Endergebnis: 26.222,50 Euro.

Opel Corsa-e: unabhängig vom Antrieb ein attraktiver Kleinwagen

Die jüngste Generation des Opel Corsa ist den Designern gelungen. Der kleine Opel verkauft sich wie das geschnittene Brot aus dem Sprichwort, und das dürfte nicht zuletzt am ansprechenden Äußeren liegen. Schön: Der elektrische Corsa unterscheidet sich optisch nicht vom Verbrenner.

Opel Corsa 1.2 DI Turbo        Opel Corsa-e Elektro
Der elektrische Corsa-e (r.) ist äußerlich von seinem Verbrenner-Bruder kaum zu unterscheiden.

Im Vergleich hat der Corsa-e mehr Gewicht auf den Rippen und einen kleineren Kofferraum, aber auch einen tieferen Schwerpunkt. 136 PS ist der Elektro-Opel stark. Rüsselsheim wirbt mit 353 Kilometer Reichweite nach WLTP, zu haben ab 33.895 Euro (abzüglich Umweltbonus: ab 26.717,50 Euro).
Hinweis
Opel Corsa-e bei Carwow  

Renault Twingo Electric: himmlische Ruhe im Mini-Franzosen

Der seit 2014 angebotene Renault Twingo 3 ist ein cleverer, kleiner Stadtwagen mit viel Platz auf wenig Grundfläche. Als besondere Stärke des französischen Smart-forfour-Bruders gilt sein klitzekleiner Wendekreis von 8,60 Metern.
Renault Twingo Electric
Der Twingo Electric fährt mit 82 PS vor und kommt mit einer Akkuladung rund 190 Kilometer weit.
Seit 2020 hat Renault den Kleinstwagen zusätzlich zur Verbrenner-Version als Twingo Electric im Programm. Der fährt mit 82 PS vor und kommt mit einer 22-kWh-Akkuladung rund 190 Kilometer weit. Preis vor Abzug der Kaufprämie: ab 28.000 Euro. 2023 kommt der Twingo Electric abzüglich Umweltprämie also ab 20.822,50 Euro zum Kunden.
Hinweis
Renault Twingo Electric bei Carwow  

Renault Zoe: Liebling der deutschen Elektro-Fans

Die deutschen E-Auto-Fahrer lieben schon seit Jahren den Renault Zoe. Kein Wunder, kann der Franzose doch mit frischem Design, moderner Technik, lokaler Emissionsfreiheit und einem insgesamt kleinen CO2-Abdruck auftrumpfen. Darüber hinaus fährt der Zoe E-Tech angenehm unaufdringlich.
Renault Zoe E-Tech EV50
Der Renault Zoe ist ein Elektro-Pionier in Deutschland, wird aber nach der jetzigen Generation auslaufen.

Je nach Akkugröße und Motorleistung liegt die Reichweite bei 386 bis 395 Kilometern. Das hat allerdings seinen Preis – der niedrigste liegt mittlerweile bei 36.840 Euro. Immerhin drückt die Elektro-Kaufprämie die Summe noch unter die 30.000-Euro-Marke: 29.662,50 Euro für die Basisversion.
Hinweis
Renault Zoe bei Carwow  

Smart fortwo EQ: elektrisch genauso schick und flott

Der Smart fortwo EQ verkörpert das Stadtauto schlechthin. Es gibt kaum eine Parklücke, in die er nicht hineinpasst. Dennoch geht es beim Fahren erfreulich stabil zu. Lange Strecken mochten auch die Verbrenner-Smart nicht.
Hinweis
Smart fortwo EQ bei Carwow  
In der Stadt ist der E-Antrieb dem Mini-Benziner (wird nicht mehr neu produziert) in puncto Antritt und Wirkungsgrad voraus. Reichweite: 135 Kilometer. Leistung: 82 PS. Preis: ab 21.940 Euro, nach Abzug des Umweltbonus macht das 14.762,50 Euro.

Fiat 500 Elektro: der italienische Neuanfang

Wer hätte das gedacht? Lange Zeit ließ Fiat die Konkurrenz davonstromern, mittlerweile ist nahezu die komplette Produktpalette zumindest teilelektrifiziert. Auch den Fiat 500 gibt es mit Stecker, der 500 Elektro hat sich längst zu einem der meistverkauften Elektro-Kleinwagen in Deutschland entwickelt. 
Hinweis
Fiat 500 Elektro bei Carwow  
Der 500 Elektro ist als Dreitürer, Cabrio oder als 3+1 mit zusätzlicher Seitentür erhältlich, und er fährt optional sogar teilautomatisiert. Die Basisversion mit dem schwächeren 95-PS-Motor und 190 Kilometer Reichweite (in der Stadt offiziell 257 km) kostet ab 30.990 Euro – unter Berücksichtigung der Umweltprämie also mindestens 23.812,50 Euro.

Microlino: die Rückkehr der Knutschkugel

Endlich ist er da, wenn auch bislang nur im Konfigurator: der Microlino. Der wegen seiner Ähnlichkeit zur Isetta einst als "elektrische Knutschkugel" gefeierte Schweizer bringt nicht mal 500 Kilogramm auf die Wage, fährt nach Herstellerangaben 175 Kilometer weit und mit seinen 12,5 kW/17 PS maximal 90 km/h schnell. Zum Glück, muss man sagen, denn viele Sicherheitsfeatures sucht man beim Elektro-Mini vergebens.
Immerhin hat die Serienversion eine selbsttragende Karosserie statt eines Gitterrohrrahmens wie der Prototyp. Und: Der Microlino 2.0 garantiert Umweltfreundlichkeit sowie maximalen Fahrspaß. Aktuell kann das Spaßmobil allerdings nur vorkonfiguriert und bestellt werden, der Lieferzeitpunkt ist noch offen. Als Basispreis nennt Hersteller Micro Mobility Systems 14.990 Schweizer Franken. Umgerechnet sind das 15.160 Euro, nach Aufnahme auf die BAFA-Liste der förderfähigen Fahrzeuge wäre der Microlino 2.0 für unter 8000 Euro (7982,50 Euro) zu haben.

Bildergalerie

Fiat 500e
Dacia Spring Electric 45
Dacia Spring Electric 45
Kamera
Die günstigsten E-Autos auf dem Markt

VW e-Up: Comeback auf dem deutschen Markt offen

Wer hier den VW e-Up vermisst, muss tapfer sein: Für den einst erfolgreichen Elektro-Kleinstwagen gab es zwischenzeitlich einen monatelangen Bestellstopp, nun ist er bis auf Weiteres ausverkauft. 2023 sollen nach VW-Angaben in einigen europäischen Märkten wieder Bestellungen möglich sein. Ob Deutschland dabei sein wird, ist noch nicht entschieden. Zuletzt kostete der VW e-Up in der Ausstattungsvariante "Style Plus" hierzulande 26.895 Euro – vor Abzug der Umweltprämie.