Gebrauchtwagenmarkt im Umbruch
Gebrauchte werden günstiger – nur eine Antriebsart wird teurer

Entspannung auf dem Gebrauchtwagenmarkt: Tendenziell fallen die Preise, besonders für alte Diesel besteht aktuell hohes Schnäppchenpotenzial. Gebrauchte Elektroautos sind dagegen immer gefragter – und werden teurer.
Bild: DPA
- Raphael Schuderer
Gute Nachricht für Autokäufer: Laut Auto1.com sinken die Preise für Gebrauchtwagen in Europa – im Vergleich zum Juni 2025 um 1,1 Prozent. Das gilt aber nicht für alle Fahrzeugkategorien: Gebrauchte E-Autos verzeichnen aktuell im Gegensatz zum Gesamtmarkt einen starken Preisanstieg.
Allein im Juni stiegen die Handelspreise für Elektroautos um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat Mai. Gegenüber dem ersten Quartal legten die Preise um satte 15,2 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Plus von 13,5 Prozent.
"Interesse an E-Autos wächst"
Moritz Lück, Vertriebs- und Operations-Chef bei Auto1, sagte gegenüber dem Branchenportal Autohaus.de: "Unsere Daten zeigen: Das Interesse an batterieelektrischen Fahrzeugen wächst, teilweise aufgrund steigender Kraftstoffpreise. Das führt europaweit zu stärkerer Nachfrage und höheren Preisen für gebrauchte Elektroautos."
Auto1 steht u. a. hinter wirkaufendeinauto.de, ist in über 30 Ländern aktiv – und verkaufte 2024 nach eigenen Angaben über 615.000 Fahrzeuge.
Diesel verlieren weiter an Wert
Die Preise für gebrauchte Benziner sanken im Juni leicht um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen sie 2,8 Prozent niedriger. Noch stärker unter Druck stehen Dieselfahrzeuge: Seit Jahresbeginn haben Selbstzünder 1,7 Prozent an Wert verloren, im Vergleich zum Vorjahr sogar 4,1 Prozent. Der Preisrückgang fällt damit stärker aus als bei allen anderen Antriebsarten. Die Frage ist: Lohnt sich der Diesel noch?
Fazit
Der Wind auf dem Gebrauchtwagenmarkt dreht sich! Gebrauchte Benziner und Diesel werden endlich wieder bezahlbarer. Bei den Elektroautos steigt zwar der Durchschnittspreis, aber die Auswahl vernünftiger Gebrauchtmodelle auf dem Markt ist wesentlich größer als noch vor drei Jahren. Über alle Antriebsklassen hinweg gilt: Käufer bekommen jetzt mehr Autos für's Geld!
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