New York International Auto Show 2009
Glanz von gestern

Wege aus der Krise? Nicht in New York. Viel altes Eisen, viele bekannte Konzepte, viel Unsicherheit. Für einen Neubeginn fehlt vielleicht der Mut. Oder Geld. Im schlimmsten Fall aber beides.
- Jochen Knecht
Was vom Glamour übrig blieb: Die Automesse in der unamerikanischsten aller amerikanischen Großstädte war schon immer etwas anders. Kleiner als Detroit. Feiner als Los Angeles. Mondäner als Chicago. Immer mit Preisschildern an den Autos. Und immer für eine Überraschung gut. Die Preisschilder sind geblieben. Die überschaubare Größe auch. Die Überraschungen nicht. Wenn man mal davon absieht, dass es die einst großen Drei (GM, Ford und Chrysler) immerhin geschafft haben, eigene, teilweise sogar recht große Messestände nach New York zu bringen. Klingt dramatisch. Und ist es auch. Dass da kaum Platz für Feines bleibt, versteht sich fast von selbst. Was da bei GM, Ford oder Chrysler im grellen Scheinwerferlicht nicht so recht funkeln mag, steht schon seit Jahren beim Händler – oder fast ebenso lange als Auto der Zukunft auf irgendwelchen Automessen. Chevrolet Volt, Dodge EV oder Chrysler 200C EV. Autos von morgen. Von gestern. Ganz schlimm sieht es im Zwischenbereich der Ebene drei des Javits Convention Center aus. Dort stehen Saab, Hummer und Pontiac im Schimmerlicht. Jede Trauerfeier ist hübscher arrangiert.
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Noch besser steht der E 250 BlueTEC da. Sein Vierzylinder-Diesel wird von einem SCR-Kat entgiftet und knackt so strengste Umwelt-Hürden. Das Problem: Er ist noch eine Studie. Thema E-Klasse: Die soll von New York aus ihren Siegeszug in den USA antreten. Ohne Hybrid und Super-Spar-Diesel – dafür aber mit Coupé-Unterstützung und der Power des E 63 AMG. Der ist zwar weder günstig, noch sparsam und schon gar nicht vernünftig – dafür aber schlicht ein ganz heißes Gerät. Und die haben immer Konjunktur. Auch neu: der überarbeitete GL. Mit dem konnten sich selbst die Amerikaner nicht so richtig anfreunden. Ob die neue Nase und die hochwertigere Ausstattung noch was retten können? Wir werden sehen. Deutlich besser steht Land Rover mit dem Range Rover da. Der Lord unter den Edel-SUV hat ein neues Mäntelchen bekommen und zeigt sich in New York damit erstmals in der Öffentlichkeit. In seinem Windschatten: der Range Rover Sport mit jetzt 510 PS.
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