Die Reichweitenangst verliert ihren Schrecken! Die Shell Elektromobilitätsstudie 2026 mit rund 1500 Befragten in Deutschland zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: E-Mobilität wird für immer mehr Autofahrer zu einer ernst zu nehmenden Option.
Während 2025 noch Sorgen um ausreichende Reichweite und genügend Ladezugänge die Antriebsdebatte prägten, stünden für E-Auto-Fahrer inzwischen erträgliche Ladekosten, Komfort und Service im Mittelpunkt. Wer bereits ein E-Auto fährt, ist und bleibt größtenteils überzeugt: 89 Prozent der jetzigen E-Fahrer würden wieder ein Elektroauto kaufen – vor einem Jahr sagten das nur 83 Prozent.

Vorteil: Elektro angenehmer zu fahren

Als Vorteile des E-Autos nennen die Nutzer: Ihr E-Auto sei angenehmer zu fahren als andere Fahrzeuge (66 Prozent) und Elektrofahrzeuge reduzierten den Einfluss auf die Umwelt (55 Prozent). 43 Prozent überzeugt die Kostenersparnis im Vergleich zu Benzin oder Diesel.
Aber auch immer mehr Verbrennerfahrer liebäugeln inzwischen mit einem Antriebswechsel. Während 2025 nur 22 Prozent einen Umstieg aufs E-Auto in Erwägung zogen, waren es 2026 bereits 37 Prozent. Ein nennenswerter Zuwachs, aber auch immer noch viele Skeptiker. Als größte Hürden für den Umstieg werden die Themen Reichweite und Ladezugang (45 Prozent), Anschaffungskosten (44 Prozent) und der Vergleich mit Verbrennern auf Langstrecken genannt.

Auch Vielfahrer nutzen das E-Auto

Obwohl sich das E-Auto inzwischen auch bei Vielfahrern etabliert hat: Die jährliche Durchschnittsfahrleistung eines Pkw in Deutschland lag 2025 laut DAT-Report bei 13.140 Kilometern. Knapp die Hälfte der E-Auto-Fahrer spult laut Shell-Studie über 15.000 km pro Jahr ab. Jeder Fünfte fährt zwischen 21.000 und 30.000 Kilometern, jeder Zehnte sogar mehr als 30.000 Kilometer jährlich.
86 Prozent der E-Fahrer haben bereits Langstrecken mit dem Stromer zurückgelegt, fast 60 Prozent unternehmen mindestens einmal alle zwei bis drei Monate eine längere Fahrt. "Elektroautos werden zunehmend als vollwertige Fahrzeuge eingesetzt", heißt es dazu in der Pressemitteilung von Shell.
Florian Glattes, Leiter des Shell Mobility-Geschäftes DACH, resümiert: "Die Ergebnisse zeigen, dass Elektromobilität für viele Menschen inzwischen gelebter Alltag ist. Die Diskussion verschiebt sich zunehmend von der Frage, ob Elektromobilität funktioniert, hin zur Frage, wie einfach, zuverlässig und komfortabel sie im Alltag erlebt wird."