Der Suzuki Jimny kann richtig klettern. Generation eins (1998 bis 2017) hat ihre Qualitäten neben zahlreichen Tests immer wieder auf harten Offroad-Rennen in Europa und darüber hinaus unter Beweis gestellt.
Da trifft es sich gut, dass gerade bei eBay so ein Jimny der Generation FJ zum Verkauf angeboten wird. Das kleine SUV stammt den Angaben zufolge aus dem Jahr 2002 und hat 128.880 Kilometer auf der Uhr. TÜV hat der Japaner noch bis in den März 2024.
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Der angebotene Jimny macht auf den Bildern in der Anzeige einen sehr schön gepflegten Eindruck.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/geidic
Der Verkäufer beschreibt das Auto als innen sehr gepflegt. Der Jimny ist voll funktionstüchtig und fährt mit einem weitestgehend gepflegten Scheckheft vor. Eine neue Batterie ist an Bord, dazu kommen als Schmankerl elektrische Fensterheber und ein elektrisches Faltdach.
Der kleine Japaner besticht Kenner vor allem mit seinem reduzierten Innenraum ohne überflüssigen Klüngel.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/geidic
Perfekt scheint der angebotene Jimny nicht zu sein. Der Verkäufer attestiert dem kleinen Kraxler altersbedingte Gebrauchsspuren sowie Roststellen. Letztere sind bei dieser Generation Jimny leider keine Ausnahmeerscheinung, müssen natürlich genau geprüft werden.
Auf dem Preisschild stehen 5800 Euro. Der Jimny steht in Östringen in Baden-Württemberg im Dreieck zwischen Heidelberg, Heilbronn und Karlsruhe.
Das sollte man über den Suzuki Jimny wissen
Niemand zweifelt am Charme des Japaners mit dem reduzierten 80er-Jahre-Interieur. Er kann jede Menge ab, vor allem im Gelände. Aber er nervt mitunter auch mit Schwächen: Unter dem Auto und in den Radkästen bleiben gerne Matsch und Dreck hängen, die den Jimny auch in trockenen Zeiten feucht halten. Wurde der kleine Suzuki nicht nachträglich versiegelt, droht Rostfraß.
Der 1,3-Liter-Benziner unter der Haube des Jimny gehört zu den robusten Gesellen und braucht bloß Ölwechsel.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/geidic
Das Fahrwerk mit den Starrachsen ist nichts für zarte Gemüter. Die große Stärke des Suzuki im Gelände lässt ihn auf dem Asphalt eifrig hin und her hopsen. Seine relativ schmale Spur und der hohe Schwerpunkt machen den Jimny windanfällig. Wasserpumpe und Anlasser müssen immer mal wieder getauscht werden. Sie gehören nicht zu den standfesten Teilen an Bord.
Dann ist da die Vorderachse. Sie kommt mit nicht gefühlvoll ausgewuchteten Reifen ebenso wenig klar wie mit Rädern mit nur minimalem Seitenschlag. Beides kann zu nervigem Lenkradflattern führen.
Der TÜV kritisiert je nach Auto den Zustand der Achsaufhängung, der vorderen Beleuchtung, der Bremse und der Bremsleitungen sowie Ölverlust und Rost am Auspuff. Dagegen ist der 1,3-Liter-Benziner kaum totzukriegen – vorausgesetzt, er bekommt seine Ölwechsel.