Reichweite! Die vielleicht wichtigste Frage bei einem E-Fahrzeug: Wie weit kommt man wirklich, bevor das Ladekabel in die Steckdose muss? Unu sagt, der Move könne 50 Kilometer aus einem Akku herausholen. Ist das ein Laborwert? Oder gilt das auch für den Alltag?
Florian Kieling wohnt etwas außerhalb von Hamburg und fährt 22 Kilometer einfache Strecke in den Verlag. Im vierten Teil unseres Alltagstests musste der ab 2999 Euro erhältliche Elektro-Berliner daher zeigen, wie nah Reichweiten-Versprechen und Wahrheit beieinander liegen.

Unu Scooter – technische Daten

Unu Scooter – technische Daten
Motor
Elektro QS Motors
Elektro Bosch
Leistung
3 PS (2 kW)
5 PS (4 kW)
Getriebe (serienmäßig)
1 Modus, 1 Gang
1 Modus, 1 Gang
Akkukapazität
1,81 kWh
1,78 kWh
Ladezeit
max. 7 std.
max. 7 std.
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
45 km/h
Reichweite
50 km pro Akku, max. 2 Akkus
50 km pro Akku, max. 2 Akkus
Preis
2.999,- €
3.999,- €
Um es vorwegzunehmen: ziemlich nah. Kollege Kieling fuhr mit einem Akku problemlos einmal ins Büro und wieder zurück nach Hause und hatte danach immer noch geschätzt drei bis fünf Kilometer Reserve übrig. Das deckt sich mit den Beobachtungen von Lars Hänsch-Petersen. Er schaffte auf seiner ersten Fahrt gleich 43 Kilometer, und das trotz praktisch 100 Prozent Vollgas.
Unu Move
Der Blinkerknopf rechts am Lenker ist ziemlich klein, mit Handschuhen lässt er sich nicht optimal bedienen.
Bild: Lars Hänsch-Petersen/AUTO BILD

Zusätzlich zur Reichweite fiel Florian auf, dass der Move auch für nicht so kräftige Personen schön leicht zu handhaben ist und im Verkehr gut mitschwimmen kann. Im großen Staufach unter dem Sitz ist viel Platz, sogar für relativ sperrige Gegenstände wie Laptops.

Das Display des Move wirft keine Fragen auf

Das Display am Lenker befand der IT-Spezialist im AUTO BILD-Team für im positiven Sinn übersichtlich. Eine nahe gelegene Ladesäule oder gar eine Wallbox braucht man für den Unu nicht, weil man ihn ja ganz entspannt zu Hause an der normalen Steckdose aufladen kann.
So hat Tester Dennis Petermann den Unu Move erlebt:
Play

Unu Move (2023): Test - Vorstellung - Elektro-Roller - Akku

So schlägt sich der Elektroroller im Alltagstest

Bild: AUTO BILD

Verbesserungspotenzial sieht der Tester im Detail

Die kritischen Töne hielten sich beim Kollegen in Grenzen. Beispiel: der Blinkerknopf. Den hält er für nicht optimal, weil er relativ klein, vor allem aber mit Handschuhen schwierig zu bedienen ist. Wer den Move nicht nur bei Sonnenwetter bewegen will, sollte das ausprobieren.
Unu Move
Tipp der Redaktion: Wer kurze Beine hat, sollte vor dem Kauf die Sitzhöhe ausprobieren.
Bild: Lars Hänsch-Petersen/AUTO BILD

Gleiches gilt für die Sitzhöhe. Die ist beim Unu natürlich weit davon entfernt, auf dem Niveau einer Motocross-Maschine zu liegen. Trotzdem wird nicht jeder selbstverständlich beide Füße an der Ampel flach auf den Boden stellen können.
Unu Move
Dass man die Akkus nicht arretieren muss, ist praktisch. Es sorgt aber auch dafür, dass sie hin und her wackeln.
Bild: Lars Hänsch-Petersen/AUTO BILD
Für die Spiegel wünscht sich Kieling Kugelgelenke wie beim Motorrad. Damit würden sich die Spiegel viel angenehmer und schneller auf die individuellen Bedürfnisse hin einstellen lassen, meint er. Dass die Akkus in ihrem Fach etwas hin und her wackeln, stört ihn nicht. Eher die relativ hohe Lautstärke des Ladegeräts.