Schon 2023 hatte Mercedes auf der IAA in München die Designskizze einer kleinen G‑Klasse gezeigt – damals noch unter dem Arbeitstitel "g‑class". Zwei Jahre später legten die Schwaben mit einem neuen Teaser nach.
Zuletzt sorgten jedoch Berichte über ein mögliches Umdenken beim Antrieb für Aufsehen. Nun verdichten sich die Hinweise, dass Mercedes bei der kleinen G‑Klasse nicht ausschließlich auf Elektroantrieb setzen wird.
ANZEIGE
Neuwagen kaufen
Carwow PkwSpare im Durchschnitt 8.100€!*
Ein Service vonCarwow Logo

Einfach zum neuen Auto!

Transparente Preise

Vertrauenswürdige Händler

Angebote aus deiner Nähe

Stressfrei & ohne Verhandeln

* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.

Verbrenner statt Elektro – Gerüchte werden konkreter

Bislang galt es als wahrscheinlich, dass die Mini‑G‑Klasse auch einen elektrischen Antrieb mit 800‑Volt‑Technik und rund 500 Kilometern Reichweite erhalten könnte. Und zwar auf Basis der MMA‑Plattform, die zum Beispiel auch die neuen Generationen von CLA und GLB nutzen.
Doch laut einem Bericht des "Handelsblatts" prüfte Mercedes zuletzt eine Abkehr von der reinen Elektro‑Strategie für das Baby‑G. Hintergrund seien unter anderem die verhaltenen Verkaufszahlen der elektrischen G‑Klasse. Während diese hinter den Erwartungen zurückbleibt, verkauft sich das klassische Verbrenner‑Modell weiterhin gut. Um einen ähnlichen Fehlstart bei der Mini‑G‑Klasse zu vermeiden, rückte plötzlich wieder ein Verbrennungsmotor in den Fokus – konkret eine Mildhybrid‑Lösung auf Basis eines neuen 1,5‑Liter‑Vierzylinder‑Benziners.
Was zunächst wie ein Strategiewechsel auf dem Papier klang, bekommt nun Rückenwind aus den USA: Gegenüber dem US‑Portal "Automotive News" bestätigte AMG‑Chef Michael Schiebe, dass es die kleine G‑Klasse definitiv auch mit Verbrennungsmotor geben wird. Ausschlaggebend sei vor allem das Feedback aus wichtigen Märkten wie den USA, wo Händler ein rein elektrisches Modell als schwer verkäuflich einschätzen. Die bisherigen Gerüchte scheinen sich damit zu bestätigen.
Produktfamilie der G-Klasse
Noch verpackt taucht die g-Klasse im Produktportfolio des Mercedes-Geländewagens auf.
Bild: Mercedes Benz
Unklar bleibt derzeit noch, ob Verbrenner‑ und Elektroversion parallel starten oder zeitlich versetzt auf den Markt kommen. Sicher ist jedoch: Die Mini‑G‑Klasse soll technisch kein Kompromiss werden.
Und anders als zunächst vermutet wird der kleine G nicht einfach ein Lifestyle‑SUV im G‑Look. Mercedes bestätigte bereits gegenüber "Autocar", dass das Baby‑G auf einer eigens entwickelten "Body‑on‑Frame"-Plattform stehen wird, also eine Art Miniatur-Leiterrahmen-Chassis mit ernsthaften Offroad‑Ambitionen. In Kombination mit einem Allradantrieb wäre die Mini-G-Klasse daher durchaus geländetauglich.
Darüber hinaus gab Mercedes bekannt, dass die Mini-G-Klasse wohl mit einem eigenen Namen an den Start gehen wird. Wie der kleine Offroader heißen soll, verrieten die Stuttgarter aber noch nicht.

Alltagstauglicher dank kleinerer Abmessungen

AUTO BILD zeigt mit einer Illustration, wie der Mini-Geländewagen aussehen könnte: Optisch wird sich die kleine G-Klasse wahrscheinlich an der elektrischen G-Klasse orientieren, doch unter dem Blech könnte Mercedes auf eine andere Strategie setzen.
Mercedes Mini G
So stellt sich der AUTO BILD-Illustrator den Baby-G vor: Optisch könnte sich die kleine Mercedes g-Klasse demnach an der elektrischen G-Klasse orientieren.
Bild: B.Reichel
Über die Abmessungen kann zurzeit nur spekuliert werden. Sicher ist aber, dass der Geländewagen kürzer sein wird als die 4,82 Meter lange G-Klasse. Eine Länge von 4,30 bis 4,50 Metern würde sein Mini-Ableger praktischer für den städtischen Alltag machen.
Vielleicht wird es auch eine dreitürige Variante geben. Gleichzeitig dürfte es im Innenraum eine große Displaylandschaft mit der neuesten MB.OS-Software-Generation und der aktuellsten MBUX-Version geben, wie wir es von neueren Modellen wie dem GLC EQ bereits kennen.
Baby-G-Klasse
Angekündigt hat Mercedes die Mini-G-Klasse schon auf der IAA 2023: kastig wie der Große G, aber mit praktischeren Abmessungen.
Bild: AUTO BILD

Marktstart und Preis

Der zunächst erwartete Marktstart des Baby‑G im Laufe des Jahres 2026 steht durch die mögliche Umplanung beim Antrieb laut Handelsblatt auf der Kippe. Es könnte also noch bis 2027 dauern.
Mercedes hat zudem noch einiges in der Pipeline, was Vorrang haben dürfte: die neuen Versionen von GLA und GLB sowie die elektrischen Varianten der C-Klasse und E-Klasse. Im Premium-Segment erhielt die S-Klasse erst kürzlich ein umfassendes Update, genauso wie die elektrische Version – der EQS. Und auch AMG hat mit dem erstmals elektrischen GT 4-Türer andere Projekte im Fokus.
Neben der Markteinführung der Mini-G-Klasse bleibt es nach wie vor spannend bei der Frage nach dem Preis: Während die große G-Klasse mittlerweile bei gut 144.000 Euro startet, sollte die kleine Version mit etwas Abstand zumindest etwas günstiger sein.