VW hat ein über fünf Meter langes SUV speziell für Amerika entwickelt. Der Preis ist heiß, der Name noch geheim. Erste Fahrt im VW-SUV!
Stefan Grundhoff
Es sieht nach dem Diesel-Skandal nach wie vor nicht gut aus für Volkswagen in den USA. Ein großes SUV soll den Neustart bringen und das Ruder herumreißen. Das neue Midsize-SUV ist deutlich größer als ein Touareg und soll bei gerade einmal 30.000 Dollar starten. Leider kommt es nicht nach Europa. Atlas oder doch nicht Atlas? Den Namen des SUV hält VW offiziell noch geheim.
Die zweite Tiguan-Generation ist nach ihrer Premiere in diesem Frühjahr prächtig gestartet. Wie schon sein Vorgänger hat sich das 4,49 Meter lange SUV zum Segment-Bestseller entwickelt. Kaum zu glauben, dass das amerikanische Midsize-SUV von Volkswagen mit seiner Länge von 5,04 Metern als großer Bruder auf der gleichen MQB-Plattform unterwegs ist. In den USA heißt diese Dimension zurückhaltend "Midsize" oder "B-Segment", denn die wirklich großen SUVs sind mit mehr als 5,30 Metern Länge ein bis zwei Klassen üppiger unterwegs. Der amerikanische Hoffnungsträger wird im Werk Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee auf einer Linie mit dem amerikanischen Passat produziert.
Kommt das SUV für die USA zu spät?
Wie heißt es denn nun? Teramont heißt der große Tiguan offiziell nur in China.
Bild: Werk
Allzu spät bringt VW nunmehr ein großes SUV für den so wichtigen US-Markt. Mit kantig-kraftvollem Design soll es sich gegen Konkurrenten wie Ford Explorer, Mazda CX-9, Honda Pilot durchsetzen und dabei nicht zuletzt mit seiner lokalen Produktion in Tennessee punkten. Beim Motorenprogramm nimmt Volkswagen erst einmal Druck aus dem Kessel. Ein Diesel ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen, wird aber für andere Weltmärkte durchaus vorgehalten. Der 5,04 Meter lange Crossover ist wahlweise mit einem aufgeladenen Zweiliter-Turbo mit vier Zylindern oder einem 3,6 Liter großen V6-Saugmotor zu bekommen, deren Leistungsspektra eng beieinander liegen. Leistet der aufgeladene Vierzylinder als Fronttriebler 238 PS und zwischen 1600 und 4400 U/min ein maximales Drehmoment von 350 Nm, hält sich das erwartete Volumenmodell mit Sechszylinder-Sauger, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu bekommen, mit 280 PS und 360 Nm ungewöhnlich zurück. Beide Motorvarianten sind obligatorisch mit einer Achtgang-Automatik aus dem Hause Aisin ausgestattet, weil die in Europa so beliebten Doppelkupplungsgetriebe in den USA keinen Anklang beim Kunden finden. Ähnlich sieht es in China aus, wo das SUV unter dem Namen Teramont, ebenfalls im zweiten Quartal 2017 startet.
Großzügige Platzverhältnisse im Innenraum
Erst einmal auf dem Fahrersitz Platz genommen, wirkt der SUV gewaltiger und insbesondere breiter denn je. Die Ergonomie passt und die Bedienmodule – bis hin zum optional animierten Cockpit – kennt man aus Passat oder Tiguan. Die Platzverhältnisse im Innenraum dürften nicht nur amerikanischen Soccermums gefallen und mit einer Bodenfreiheit von über 20 Zentimetern darf auch einmal abseits befestigter Straßen geparkt werden. Auch der Einstieg in die dritte Reihe klappt problemlos. Hier können ebenso wie in der verschiebbaren Reihe zwei locker auch Erwachsene sitzen. Für Komfort sorgen eine elektrische Heckklappe, klimatisierte Sitze, eine komplette Vernetzung und eine Drei-Zonen-Klimaautomatik.
Der V6-Sauger passt gut zum wuchtigen SUV
Dank ordentlicher Bodenfreiheit taugt das neue VW-SUV auch im Gelände.
Bild: Werk
Am Steuer kann der Koloss aus Chattanooga seine Masse kaum verschleiern. Doch die ebenso leichte wie präzise Lenkung dürfte den Amerikanern gefallen. Die Fahrwerksabstimmung ohne verstellbare Dämpfer ist dabei betont komfortabel, wie es der Amerikaner im Alltag mag. Der 3,6 Liter große V6-Motor dürfte sich schon wegen des Gewichts von rund zwei Tonnen besser verkaufen, als der aufgeladene Zweiliter-Turbo mit 238 PS. Der V6-Sauger hängt willig am Gas, dreht kraftvoll hoch und hat so beste Chancen sich in die Herzen amerikanischer Familien zu fahren. Die Achtgang-Automatik schaltet derweil weich im Hintergrund und soll so gerade auch diejenigen locken, die am Wochenende mit einem Anhänger unterwegs sind. Die knapp 2,3 Tonnen Anhängelast des Allradlers dürften zwar nicht für alle, aber die meisten Freizeitvergnügungen reichen. Auch im unwegsamen Gelände fühlt sich das SUV mit Allradantrieb dank unterschiedlicher Fahrprogramme bis hin zur Bergabfahrhilfe gut aufgehoben.
Das VW-SUV soll amerikanisch werden
Noch ist das SUV stark getarnt. Trotzdem lässt sich erkennen, dass das US-SUV auf dem Tiguan basiert.
Bild: Werk
Trotz der verbliebenen Tarnungen an den üppig dimensionierten Front- und Heckpartien ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass sich der Südstaatler zwar an der Designlinie des aktuellen Tiguan orientiert, jedoch noch selbstbewusster wirkt. "Wir haben nach den ersten Kundenkliniken noch einmal einiges geändert", erklärt der Deutsche CEO Hinrich J. Woebcken, der zuletzt bei BMW in München arbeitete, "er ist kraftvoller, maskuliner und so auch deutlich amerikanischer geworden. Das soll auch der zukünftige Name unterstreichen." Den halten die Wolfsburger aus juristischen Gründen aktuell zurück, weil er kurzfristig noch einmal geändert wurde. Mit der Tradition, dass der Name wie bei den bisherigen SUV-Modellen der Wolfsburger mit einem "T" beginnen soll, wird beim Atlas jedoch gebrochen.
Kampfpreis ab etwa 30.000 Dollar
Bei der offiziellen Weltpremiere Ende Oktober an der Westküste der USA soll dann auch das Geheimnis um den Namen aufgelöst werden. Nach der Messepremiere auf der Los Angeles Autoshow im November rollt das SUV im Frühjahr 2017 zu den amerikanischen Händlern – zu Preisen ab 30.000 Dollar.
Neue VW (2023, 2024, 2025 bis 2028)
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AUTO BILD zeigt, welche VW bis 2028 auf den Markt kommen. Los geht es mit demVW ID.7; Marktstart: 2023. Das Elektro-Pendant zum Passat wird es – anders als den Verbrenner – auch als Limousine geben. Die Reichweite soll bei bis zu 700 Kilometern liegen.
Bild: Volkswagen AG
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VW Tiguan 3; Marktstart: 2023. Auch die dritte Generation von VWs SUV-Kassenschlager wird wahrscheinlich wieder auf der MQB-Plattform basieren. Das bedeutet keine brandneue, sondern nur weiterentwickelte Technik. Einen längeren Allspace wird es ebenfalls wieder geben.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.Buzz LWB; Marktstart: 2023. Mit dem ID.Buzz hat VW eine Legende elektrifiziert – den Bulli. Auf den normalen ID.Buzz (hier im Bild) und seine Cargo-Variante wird 2023 noch ein weiteres Modell mit langem Radstand folgen.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.3 Facelift; Marktstart: Ende 2023. Mit dem Blick auf die ID-Familie wirkt der ID.3 fast schon etwas angestaubt. Optisch fällt das Facelift mit seiner neuen Fronthaube auf, die Basispreise sollen sinken.
Bild: Volkswagen AG
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VW Touareg Facelift; Marktstart: Ende 2023. Seit 2018 ist die dritte Generation des VW Touareg mit dem internen Kürzel "CR" in Deutschland am Start. Umfangreicher dürfte die Technik überarbeitet werden: Eine aktive Hinterachslenkung auch bei den beiden Plug-in-Hybriden ist im Bereich des Möglichen.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.7 GTX; Marktstart: 2024. Mit dem ID.7 hat VW einen vollelektrischen Passat-Ableger auf die Räder gestellt. 2024 soll eine sportliche GTX-Version folgen. Bis zu 340 PS und Allradantrieb dürfte der Sport-ID.7 bekommen.
Bild: VW
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VW Passat; Preis: über 35.000 Euro; Marktstart: 2024. Den nächsten Passat wird es nur noch als Kombi geben. Um sich vom Golf Variant abzusetzen, wächst er vermutlich etwas in die Länge. Der zusätzliche Platz kommt Passagieren und dem Kofferraumvolumen zugute.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.3 R; Marktstart: 2024. Die R-Version des vollelektrischen ID.3 dürfte mit Allradantrieb und deutlich mehr Leistung antreten. Bis dahin muss das Problem der schrumpfenden Reichweite bei mehr Leistung gelöst werden.
Bild: B. Reichel
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VW Golf R Plus; Marktstart: 2024. VW könnte einen noch stärkeren Golf R auf den Markt bringen – das berichtet das australische Magazin "WhichCar". Schon 2015 hatte Volkswagen diese Idee mit der Studie R400 illustriert. Leistungsmäßig soll der stärkste Golf mit 408 PS gegen Konkurrenten wie Mercedes-AMG A 45 S antreten.
Bild: B. Reichel
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VW Golf 8 Facelift; Marktstart: 2024. Der Golf 8 ist bereit für ein Facelift. Der Wolfsburger wird optisch mehr in das Markendesign eingebunden. Im Innenraum wird er aufgewertet – inklusive eines neuen Infotainments.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.Buzz California; Marktstart: 2025; Preis: ab ca. 77.000 Euro. Mit dem ID.Buzz hat VW den Bulli ins Elektro-Zeitalter überführt. 2025 soll die Camping-Variante California folgen, vermutlich basierend auf der Variante mit langem Radstand. Küche und Aufstelldach gelten als gesetzt.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.2; Marktstart: Ende 2025; Preis: ab ca. 25.000 Euro. Der ID.2 soll der Einstieg in VWs E-Auto-Angebot werden – mit 450 Kilometern Reichweite und als erster MEB-VW mit Frontantrieb.
Bild: Volkswagen AG
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VW Trinity; Marktstart: nicht vor 2028. Der Trinity-Start wurde auf frühestens 2028 verschoben, vielleicht wird es auch 2030. Die Pläne zu einer Limousine sind in den Papierkorb gewandert. Einem Elektro-SUV der Oberklasse im Touareg-Format räumt VW nun mehr Erfolgschancen ein. Zwar war ein SUV von Anfang in Planung, aber erst als zweites Modell.