Wer hierzulande "T6" sagt, meint meist etwas ganz Bestimmtes: den Transporter von VW Nutzfahrzeuge. Ob Handwerker, Camper oder Familienvater mit Surfbrett auf dem Dach – die T-Reihe genießt längst Kultstatus. Vom T1 bis zum T7 sind die Busse für viele Fans mehr als nur Nutzfahrzeuge.
Umso überraschender wirkt nun eine Nachricht aus China: Dort bringt Volkswagen einen "ID.Aura T6" auf den Markt. Und nein, dabei handelt es sich weder um einen Transporter noch um einen Bulli-Nachfolger. Stattdessen steckt hinter dem Kürzel ein vollelektrisches SUV.

China-T6 ist günstiger als ein Polo

Der ID.Aura T6 entsteht im Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen und richtet sich ausschließlich an den chinesischen Markt. Und das bedeutet auch: Preise, die für Deutsche extrem günstig wirken. Denn der ID.Aura T6 startet bei umgerechnet nur 17.445 Euro (135.900 Yuan).

Die besten E-SUV über 4,70m im Test

1,7
gut
1,7
gut
Carwow LogoGebrauchtwagen ab 42.440 EUR
Auto Bild Logo
LeasingSparneuwagen Logo
1,8
gut
G9 AWD Performance XPENG
Autobild LogoBeschleunigungs-Sieger
9.
Xpeng
G9 AWD Performance
10.
Cadillac
Lyriq 600 E4 Sport AWD
1,9
gut
Carwow Logo
Auto Bild Logo
LeasingSparneuwagen Logo
Komplette Liste: Die besten E-SUV über 4,70m im Test
So günstig ist hierzulande kein VW-Modell. Selbst das Topmodell kostet in China umgerechnet nur 21.809 Euro (169.900 Yuan). Das ist preislich fast Polo-Niveau. Der kleinste VW steht ab 20.380 Euro beim deutschen Händler.
VW ID.Aura T6
Mit typisch reduziertem Innenraum: In China ist das neue Elektro-SUV ID.Aura T6 ab sofort bestellbar.
Bild: FAW-Volkswagen

ID.Aura T6 in Tayron-Größe

Optisch folgt der Stromer der aktuellen China-Linie von Volkswagen: geschlossene Front, durchgehendes Leuchtenband und beleuchtetes VW-Logo. Mit einer Länge von 4,81 Metern spielt der neue T6 in der Mittelklasse. Er bewegt sich damit etwa auf Niveau des bei uns angebotenen Siebensitzers VW Tayron.
Der Radstand von 2,84 Metern verspricht ein großzügiges Platzangebot. Unter der Fronthaube befindet sich zusätzlich ein 90-Liter-Frunk, also ein kleiner Stauraum.

Digital bis unters Dach

Während deutsche VW-Kunden noch über Touchflächen und Bildschirmgrößen diskutieren, fährt der China-T6 gleich mit einer ganzen Armada an Displays vor. Zum Cockpit gehören ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay, ein 15,6-Zoll-Zentralbildschirm und ein 25,8-Zoll-Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion.
VW ID.Aura T6
Die Vordersitze lassen sich fast bis in eine liegende Position umklappen.
Bild: FAW-Volkswagen
Dazu kommen zahlreiche Komfortfeatures, die speziell in China gefragt sind. Volkswagen verspricht unter anderem einen Massagesitz für den Beifahrer, ein Dolby-Atmos-Soundsystem mit 18 Lautsprechern sowie Sitze, die sich beinahe in Liegen verwandeln lassen.

Der neue T6 fährt mit LiDAR-System

Auch technisch hat der chinesische T6 mit dem deutschen Namensvetter ungefähr so viel gemeinsam wie ein Campingplatz mit einem Rechenzentrum. Angetrieben wird der ID.Aura T6 von einem 228 PS starken Elektromotor. Die Energie liefert eine LFP-Batterie. Davon gibt es zwei zur Auswahl: 59,9 oder 77, 5 kWh groß sollen sie für 540 bis 660 Kilometer Reichweite sorgen. Allerdings nach dem chinesischen Zyklus CLTC, unsere WLTP-Messung dürfte geringere Reichweiten ergeben.
Besonders interessant ist die Assistenztechnik: Auf dem Dach sitzt ein LiDAR-Sensor, dazu kommt die von Volkswagen und Horizon Robotics entwickelte Carizon-Plattform. Laut Hersteller soll das System Funktionen wie Autobahn-Assistenten mit Navigationsunterstützung sowie erweiterte Fahrhilfen im Stadtverkehr ermöglichen.